Kennst du das? Du willst dein Geld clever anlegen, aber diese Buchstabenkombinationen aus der Finanzwelt verwirren dich total. ETF, ETC, ETN, ETP – klingt wie eine Geheimsprache! Keine Sorge, nach diesem Artikel bist du der Experte.
🤔 ETP, ETF, ETC & ETN: Warum du den Unterschied kennen musst
Stell dir vor, du kaufst ein Auto, ohne zu wissen, ob es ein Sportwagen, ein SUV oder ein Kleinwagen ist. Ziemlich riskant, oder? Genauso verhält es sich mit ETPs und ihren verschiedenen Arten.
Der Unterschied kann über Gewinn oder Verlust entscheiden. Und genau deshalb schauen wir uns jetzt gemeinsam an, was hinter diesen Kürzeln steckt.
🎓 ETP: Die Mutter der börsengehandelte Produkte
Exchange Traded Products (ETPs) sind börsengehandelten Finanzprodukten die passiv gemanag
sind. Wenn ETP die Mutter ist, sind ETFs, ETCs und ETNs Ihre “Kinder”.
Die drei wichtigsten Eigenschaften von ETPs:
✅ Kontinuierlicher Börsenhandel: ETPs können während der Börsenöffnungszeiten jederzeit gekauft und verkauft werden
✅ Kostengünstig: Niedrigere Gebühren im Vergleich zu traditionellen Anlageprodukten
✅ Flexibilität: Ermöglichen Zugang zu verschiedensten Anlageklassen
📊 ETF: Der Klassiker unter den börsengehandelten Produkten
ETFs (Exchange Traded Funds) sind wie der zuverlässige Allrounder in deinem Investmentportfolio. Sie bilden einen ganzen Markt oder Index nach – quasi wie ein Korb voller verschiedener Aktien. Es gibt auch ETF auf Obligationen. Jedoch Achtung: ETF wird missbraucht (Begriff ist nicht geschützt) – immer öfter auch als Tarnung für aktiv gemanagte Fonds.
Das macht ETFs besonders:
🏆 Breite Streuung über viele Wertpapiere
🛡️ Einfach in der Umsetzung und sehr Liquide
💰 Sehr kostengünstige Verwaltungsgebühren
Konkrete ETF-Beispiele:
UBS ETF (CH) SPI® (CH0130595342) – für den Schweizer Markt
Vanguard S&P 500 UCITS ETF (IE00B3XXRP09) – für den US-Markt
Die Vorteile von ETFs auf einen Blick:
✅ Perfekt für Einsteiger – einfach zu verstehen und zu handeln
✅ Flexibel handelbar – wie eine Aktie kaufen und verkaufen
✅ Hohe Transparenz – du weißt immer, was drin ist
Ein ETF funktioniert wie ein gut sortierter Einkaufswagen: Statt einzelne Aktien auszuwählen, bekommst du mit einem Kauf gleich einen ganzen Markt. Das reduziert dein Risiko und spart Zeit bei der Anlageentscheidung.
💎 ETC: Der Rohstoff-Champion unter den ETPs
ETCs (Exchange Traded Commodities) sind deine Eintrittskarte in die Welt der Rohstoffe. Gold, Silber, Öl – hier kannst du in "hartes" Investment investieren.
Das macht ETCs besonders:
🏆 Direkte Investition in einzelne Rohstoffe
⚠️ Besicherung durch physische Rohstoffe oder Garantien
💡 Perfekt für Diversifikation deines Portfolios
Konkrete ETC-Beispiele:
ZKB Gold (CH0139101593) – 1:1 mit physischem Gold hinterlegt
WisdomTree WTI Crude Oil ETC (GB00B15KXV33) – bildet den Ölpreis ab
📝 ETN: Der exotische Verwandte im ETP-Universum
ETNs (Exchange Traded Notes) sind wie die Abenteurer unter den ETPs. Sie ermöglichen Investments in Bereiche, die sonst schwer zugänglich wären. Ein ETN ist eine Schuldverschreibung, die an der Börse gehandelt wird und die Performance eines zugrunde liegenden Index oder Wertpapiers nachbildet. Die Abbildung von Kryptowährungen oder anderen Fremdwährungen, ohne diese direkt kaufen zu müssen, ist das bekannteste Beispiel dafür.
ETN Besonderheiten:
🌍 Zugang zu exotischen Märkten und Strategien
🫰 Meist teuer in den Gebühren
⚠️ Höheres Risiko durch Emittentenabhängigkeit: Der Emittent garantiert die Rückzahlung deines investierten Geldes.
ETN-Beispiele aus der Praxis:
21Shares Bitcoin ETP (ABTC | CH0454664001) – für Krypto-Exposure
WisdomTree Short VIX ETN (IE00SXZM9G56) – für Volatilitätsstrategien
🎯 Welches Produkt passt zu dir?
Wahrscheinlich passt für 95% der Leute ein ETF. Der Rest kann sicherlich beigemischt werden. Ich denke gerade an Kryptowährungen. Wer es einfach und nicht ganz so sicher halten will wie eine Hard Wallet, ist da mit einem ETN sehr gut bedient. Wer etwas Rohstoffe resp. Gold dem Depot beimischen möchte, ohne physisches Gold selber zu lagern, dann ist ein ETC perfekt. Es ist wie bei einem guten Rezept: Die Mischung macht's.
⚠️ Risiken verstehen und minimieren
Jedes Investment birgt Risiken. Bei ETCs und ETNs ist das wichtigste das Emittentenrisiko. Das bedeutet: Geht der Herausgeber pleite, wird dein Investment dem folgen. Informiere dich gut.
So minimierst du die Risiken:
✅ Auf Besicherung achten
✅ Nur seriöse Emittenten wählen
✅ Portfolio diversifizieren
🚀 Dein Weg zum erfolgreichen Investment
Mit diesem Wissen bist du bestens gerüstet. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zu handeln!
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Um was geht es? Hier die 4 wichtigsten Aspekte dieses Beitrags:
Rendite vs. Sparbuch: ETFs bieten deutlich bessere Renditechancen als das Sparbuch, die durch Inflation, Gebühren und Steuern real an Wert verlieren.
Rechtliche Absicherung: Das Depot sollte auf den Namen der Eltern laufen, um volle Kontrolle zu behalten. Die Schenkung von Eltern an Kinder ist steuerfrei.
Auswahl der richtigen ETFs: Fokus auf breite Streuung, niedrige Gesamtkosten unter 0,4% p.a. und langfristige Aktieninvestments. Besonders wichtig ist die Gewichtung.
Langfristige Perspektive: Der ideale Anlagehorizont beträgt 10+ Jahre. Bei einer monatlichen Investition von 200 CHF über 35 Jahre können rund 362'312 CHF erreicht werden.
Die Details erhältst du wenn du 5 Minuten Lesezeit investierst.
Warum mit ETF investieren statt Sparbuch 💭 ?
Das Sparbuch bringt kaum mehr Zinsen. Das Ersparte wird durch die Inflation an Wert verlieren, dazu kommen Gebühren und Steuern hinzu. Am Ende gut gemeint, doch trotzdem ein Verlust. Darum ist ein ETF nahezu Ideal zum investieren. Achtung, dein Anlagehorizont wäre idealerweise 10 und mehr Jahre. Je länger, desto besser. Der ZinsesZins wird es dir Danken.
Was ist ein ETF? Einfach erklärt: Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist wie eine grosse Schatzkiste, in der du viele verschiedene Firmenaktien auf einmal kaufen kannst, statt einzelne Aktien zu kaufen. Gut gestreut und ein Computer kümmert sich automatisch darum, dass die richtigen Firmen in deiner Schatzkiste sind.
Kleiner Schritt für dich, grosser Schritt für die finanzielle Zukunft deines Kindes
Inspirationen 🎨
Was könnte deine Motivation sein? Hier einige Gedanken: Vielleicht möchtest du für die Ausbildung deiner Kinder vorsorgen, für ihre Hochzeit, eine Wohneigentums-Mitfinanzierung oder einfach für ihre Pensionierung. An Ideen mangelt es nicht. Am Ende entscheidest du. Mein Tipp: Schreib dir das auf. Ich mache mit dir eine Wette – irgendwann auf diesem Weg wirst du dich nicht mehr an die ursprüngliche Motivation erinnern. Wer schreibt, der bleibt.
Rechenbeispiele: Annahme 6.5% (Netto) pro Jahr, Monatliche Investition, gerundet. Pensionierung Finanzierung bis Alter 35. Einmalig ohne zusätzliche Investition
Jahre
Beitrag 75.-
Beitrag 200.-
Einmalig 20K bei Geburt
Hochzeit
30
92’000
245’400
132’300
Wohneigentum
35
83’400
362’312
181’2400
Pensionierung
(Invest bis 35, dann 0.-)
65
551’722
2’758’000
1’199’000
Vorbereitung 🔍 für den ETF Kindersparplan
Bevor Du loslegst, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:
Wer sind deine Sponsoren💰?
Überlege dir, wer neben dir noch zur Finanzierung beitragen könnte. Sprich mit Grosseltern, Götti, Gotti und Geschwistern. Wer möchte regelmässig einen monatlichen Beitrag leisten? Auch kleine Beträge machen einen Unterschied – schon 5 CHF pro Monat wachsen in 20 Jahren auf 1'200 CHF an.
Rechtliche Aspekte ⚖️ für deine ETF Investition
Eröffne das Depot auf Deinen Namen. So behältst Du die volle Kontrolle über die Investments und kannst flexibel reagieren. Falls dein Kind, mal durch falschen Einfluss auf die schiefe Laufbahn kommen würde. Was wir natürlich niemals hoffen.
Zudem ein Depot für U18, ist mir nicht bekannt. Es steht oft der Namen deines Kindes drauf, doch rechtlich lauft es auf die Erwachsene Person. Die Schenkung von Eltern zu Kinder ist steuerfrei.
1 ETF Depot pro Kind oder 1 für alle Kinder 👨👩👧👦 ?
Ein gemeinsames Depot für alle Kinder ist zwar am einfachsten zu verwalten, die Herausforderung entsteht jedoch, wenn die Kinder unterschiedlich alt sind und die Anlagen unterschiedliche Renditen erzielen – wie willst du dann nach einigen Jahren das Vermögen gerecht aufteilen? Kläre das für dich im voraus.
Die richtige Bank oder der passende Broker 🏦 für dein Kinder ETF
Achte besonders auf:
Niedrige Gebühren – am besten ohne oder mit sehr niedrigen Depotgebühren. Lies sonst mein Beitrag über Gebühren und ihre Auswirkungen.
Zuverlässiger Kundenservice: Prüfe die Google-Bewertungen und vergleiche sie mit den Erfahrungen in Foren.
Sicherheit: Ein Konkursrisiko besteht nur für dein Barguthaben auf dem Konto, das meist bis 100'000 CHF (gilt für 🇨🇭Banken) geschützt ist. Für ein Kinderkonto ist dies jedoch kaum relevant. Das investierte Geld ist davon nicht betroffen, da es in Unternehmen investiert und nicht bei der Bank hinterlegt ist.
ETF Auswahl 📊
Die Zauberformel für Deinen Erfolg basiert auf drei Säulen:
Breite Streuung (Diversifikation) in Länder, Währungen und Branchen
Günstige Gesamtkosten unter 0.4% pro Jahr inkl. Depotkosten.
Fokus auf Aktien für langfristigen Erfolg. Beimischung von Bitcoin ETP erlaubt, übertreibe jedoch nicht.
Welche ETF’s?
Dies ist keine Anlageberatung, sondern lediglich eine Übersicht der verfügbaren Möglichkeiten. Siehe beim nächsten Punkt, praktische Umsetzung. Auf der Webseite Just ETF findest du tausende andere Möglichkeiten.
Praktische Umsetzung ⚙️
Welche ETFs würde ich nehmen?
Dies ist wie ich es investieren würde aktuell und meine persönliche Meinung. Die Gewichtung würde ich vor allem auf World und USA legen. Die anderen sind Beimischungen. Je nach Geopolitischen und Wirtschaftlichen Entwicklung würde ich allenfalls mit den Jahren anpassen. Das bedeutet, wenn USA irgendwann nicht mehr Wirtschaftlich so stark ist, wie heute, dann würde ich entsprechend umschichten.
Über die 10 häufigsten Fehler habe ich einen ausführlicheren Beitrag geschrieben, hierkannst du mehr darüber lesen.
Verwaltung und Monitoring von ETFs 📋
Ein guter Plan braucht auch gute Pflege:
Regelmässige Überprüfung der Strategie
Steuererklärung angeben gemäss Auszug.
Jährliches Rebalancing
Rebalancing ⚖️
Stell dir dein ETF-Portfolio wie einen Garten vor: Rebalancing bedeutet, dass du regelmässig deinen Garten "ordnest" – also die schnell gewachsenen Pflanzen etwas zurückschneidest und die Anderen stärkst. So stellst du sicher, dass dein Garten immer so aussieht, wie du ihn ursprünglich geplant hast und nicht eine Pflanze zu dominant wird. Das würde ich wie beim Garten 1x im Jahr machen, sofern du mehr als ein ETF in deinem Depot hast.
Kriegskasse 💰 (Optional)
Plane klug: 80% in ETFs, 20% als Reserve in sicheren Anlagen, wie Cash, Gold oder Obligationen. So kannst Du Marktkorrekturen sogar als Chance nutzen.
Bereit für den nächsten Schritt 🎯 ?
Setze oben beschriebene Punkte um. Wenn du dich nicht sicher fühlst oder einfach mehr Rendite machen möchtest, dann schreibe mir eine Mail mit dem Betreff “Warteliste Börsenkurs ETF”. Du wirst erfahren und lernen auf welche Details du genau achten musst, damit es noch erfolgreicher wird.
PS: Lies meine weiteren Blogs rund um das Thema ETF (Geldanlagen & Vermögensaufbau)
Checkliste für den Autokauf, was ist wirklich wichtig, was weniger.
Finanzierung: Welche Finanzierung ist für dich am besten.
Wahre Nachhaltigkeit und Wertstabilität: Lies welches Auto rund 5 Millionen km gemacht hat.
Wertverlust sind real bei Autos: Daher wie kannst du dies für dich optimieren.
Ein neues Auto ist was schönes und manchmal auch verführerisch. Herr und Frau Schweizer geben durchschnittlich über 10% ihres Einkommens für ihre Autos aus. Hier einige Facts:
Die meisten Autos stehen 90% der Zeit ungenutzt herum.
Der durchschnittliche Wertverlust eines Neuwagens in der Schweiz, im ersten Jahr etwa 15-20%, nach drei Jahren 30-40% und nach fünf Jahren rund 50-60% des ursprünglichen Kaufpreises. Daher Neuwagen, sind teure Ausgaben und keine Investition.
Die 20/4/10 Regel ist eine Faustregel für eine gesunde Autofinanzierung und bedeutet: Mindestens 20% Anzahlung leisten, die Finanzierung auf maximal 4 Jahre begrenzen und nicht mehr als 10% des monatlichen Nettoeinkommens für alle Autokosten (Kredit, Versicherung, Benzin, etc.) ausgeben. Diese Regel hilft, eine finanzielle Überlastung durch den Autokauf zu vermeiden.
Meine Regel, nicht mehr als 3 Monatslöhne für ein Auto ausgeben. Bedenke: Das neue Auto macht das gleiche wie das Alte: Es transportiert dich von A nach B, in der gleichen Geschwindigkeit (Tempolimit & Staus ;-). Darum fahre ich meine Auto gerne zu „Tode".
Bei einem Autokredit fallen je nach Zins rund 25% vom Kaufpreis an Zinsen an! (Siehe unter Finanzierung)
Opportunitätskosten werden seltenst mit einberechnet. Eingesparter Betrag für ein Auto, in einem ETF investieren ist nach 10 Jahren das nächste Auto "gratis". (Siehe unter Finanzierung)
Schlussfolgerung: "Ein Auto ist kein Gebrauchsgegenstand, sondern ein Finanzprodukt mit erheblichen Kosten"
Autokauf, wie clever vorgehen?
Überlege dir, was du wirklichbrauchst. Benötigst du tatsächlich den elektrisch einstellbaren Sitz, den du einmal einstellst und dann kaum mehr verstellst? Solche Extras sind meist einfach verbaut, machen das Auto aber schwerer und teurer. Du verstehst, worauf ich hinaus will.
Checkliste vor dem Autokauf
Tägliche Nutzung analysieren: Für was brauche ich zu 90% ein Fahrzeug? Pendeln, Einkaufen, Familientransport oder Freizeit?
Echte Alternativen prüfen: Könnte ein Carsharing-Abo, E-Bike oder ÖV-Abo meine Mobilitätsbedürfnisse günstiger decken?
Konkrete Eigenschaften definieren:
Motorisierung: Brauche ich wirklich 200 PS und mehr oder reichen auch weniger für meinen Alltag (Gesamtgewicht beachten)?
Assistenzsysteme: Parksensoren sparen teure Blechschäden, Rückfahrkamera vereinfacht das Einparken. Je mehr Technik du hast, desto mehr kann auch defekt gehen.
Kofferraumvolumen: Für Grosseinkäufe oder Transport von Sportgeräten wichtig. Wie oft?
Sitzkonfiguration: Umklappbare Sitze für flexible Nutzung
Antrieb: 4×4 nur wenn regelmässig im Gelände oder Schnee unterwegs. Kann ich bei Schnee sonst auch mal das Auto einfach stehen lassen?
Bewertungssystem erstellen: Priorisiere diese Eigenschaften mit einem klaren System:
A: Absolut notwendig (z.B. 5 Sitze für eine Familie, praktischer und grosser Kofferraum)
B: Wichtig (z.B. niedriger Verbrauch, Parksensoren, Anbindung an mein Smartphone)
C: Wünschenswert, aber verzichtbar (z.B. Sitzheizung, Soundsystem)
Tipp: Falls du doch einen Neuwagen kaufen willst, beachte dies beim Kauf. Beim Zubehör tappst du leicht in die Falle. Fr. 1000 für elektrische Seitenspiegel, Fr. 5000 für ein Sonnendach – im Vergleich zur Anschaffung erscheint das als kleiner Betrag, doch viele kleine Extras summieren sich schneller als dir lieb ist. Frage dich daher: Was brauchst du wirklich und warum?
Nutzungsfrequenz kalkulieren: Steht das Auto 90% der Zeit nur in der Garage? Bei unter 10'000 km/Jahr lohnt sich oft Carsharing oder Miete.
Alle Nutzer berücksichtigen: Wer fährt das Auto regelmässig? Beachte die Bedürfnisse aller Familienmitglieder (Grösse, Sicherheit).
Kosten-Nutzen-Analyse: Berechne konkret, wie sich dein Leben verbessert:
Zeitersparnis: 20 Min. pro Tag × 220 Arbeitstage = 73 Std. pro Jahr.
Mein Stundenlohn ist … ? In dieser eingesparten Zeit, werde ich sinnvoll nutzen für…. ?
Flexibilität: Quantifiziere den Wert unabhängiger Mobilität
Komfort: Ist der Mehrpreis für Luxusausstattung den täglichen Nutzen wert?
TCO berechnen: Total Cost of Ownership über 5 Jahre vergleichen (Kaufpreis + Wertverlust + Versicherung + Steuern + Wartung + Reparaturen + Treibstoff)
Finanzierung deines Autos
Du träumst vom neuen Auto? Halt! Bevor du dein Konto plünderst, lies das hier.
Kennst du das? Du stehst vor dem glänzenden Neuwagen, der Verkäufer lächelt und du unterschreibst. Doch dein Bankkonto weint im Stillen.
Fakt: Die meisten Schweizer geben zu viel für ihr Auto aus. Über 10% des Einkommens fliessen in die Blechkiste.
Die Finanzierung deines Auto
Die Finanzierung des Autos ist ein Dauerthema am Stammtisch. Am ende muss es jeder selber für sich errechnen, was Ihm genau das Wert ist. Die meisten rechnen jedoch leider nicht nach und wundern sich, das am Ende des Geldes noch viel Monat übrig bleibt.
Ich empfehle nicht mehr als 3 Monatslöhne für ein Auto auszugeben. Überlege dir mal, wie lange du arbeiten musst, bis du dein schönes neues Blech erspart hast – netto! Wieviel Stunden musst du zusätzlich arbeiten? Ist es das wirklich Wert?
Hier verschiedene Finanzierungsmodelle aufgelistet.
Barzahlung: Der König der Finanzierung. Keine Zinsen, oft Rabatte und dir gehört das Auto sofort. Du musst auch keine Vollkasko haben. Daher der günstigste und clevere Weg.
Carsharing: Die moderne Alternative. Zahle nur, wenn du fährst. Ideal für Stadtbewohner, die selten ein Auto brauchen und meist mit ÖV kombinieren.
Miete: Automiete für 3-48 Monate wird immer populärer, denn du hast einen Nettopreis und kannst besser kalkulieren. Dein Vorteil: Die Anbieter kaufen im Grosshandel ein und können dir die Autos günstiger anbieten.
Tipp: Sie verkaufen auch Occasionen – schau mal z.B. bei Carvolution rein.
Fremdfinanzierung: Wenn fremdfinanziert, dann folge der 20/4/10 Regel – 20% Anzahlung, maximal 4 Jahre Laufzeit, höchstens 10% deines Monatseinkommens für alle Autokosten.
Leasing: Eine beliebte Option mit monatlichen Fixkosten. Du zahlst nur für die Nutzung, nicht für den Besitz. Beachte jedoch die Kilometergrenze (meist 10'000-20'000 km/Jahr) und Mehrkilometerkosten (10-50 Rappen/km). Am Ende gibt's oft eine Kaufoption, aber durch Zinsen und Gebühren zahlst du langfristig mehr. Du zahlst am Ende auch für alle Beulen und Kratzer, bzw. deine Versicherung. Bei dieser wird dein Bonus dann wiederum steigen.
Kredit: Schneller Weg zum Auto, aber teuer durch die Zinsen (aktuell 4.9%-9.9% je nach Anbieter und Bonität). Bei einem Kredit von 30'000 CHF über 5 Jahre zahlst du bis zu 8'000 CHF an Zinsen. Vorteil: Du bist sofort Eigentümer und hast keine Nutzungsbeschränkungen.
Ratenzahlung: Direkt beim Händler oft als "zinsfreie Finanzierung" beworben. Achtung: Der Zins ist meist im höheren Kaufpreis versteckt. Fordere immer einen Vergleich zwischen Bar- und Ratenzahlungspreis. Eine gute Option für kleine Beträge und kurze Laufzeiten (12-24 Monate).
Opportunitätskosten beachten: Das ist ein Punkt, der oft übersehen wird, weil sich nicht viele mit dem Investieren auseinandersetzen. Was sie jedoch früher oder später meiner Meinung nach tun sollten. Ich sehe keine Alternative – doch sich zu Tode arbeiten, ist das wirklich eine Alternative?
Statt 50'000 CHF in ein Auto zu stecken, könntest du 30'000 CHF für einen guten Gebrauchtwagen ausgeben und 20'000 CHF in ETFs investieren. Bei einer angenommen jährlicher Rendite von 7% wären das nach 10 Jahren etwa 39'000 CHF – genug für den nächsten Wagen ohne Kredit!
Die häufigsten Gründe für einen Neuwagenkauf
Ich habe recherchiert, was die häufigsten Gründe für einen Neuwagenkauf sind. Die fünf meistgenannten Gründe sind in Wahrheit oft das Ergebnis geschickten Marketings. Die Werbung redet uns ein, dass das, was wir haben, nicht gut genug ist – obwohl das Neue meist nur marginal besser ist. Da Marketing gezielt mit unseren Emotionen spielt, neigen wir zu irrationalen Entscheidungen. Schau dir diese Gründe daher genau an – ich würde deine Meinung dazu gerne erfahren.
🔒 Sicherheit: Neue Fahrzeuge bieten die modernsten Sicherheitssysteme und Assistenten. Vielleicht bin ich da ein bisschen „Old-School“ doch durch das Anpassen an Verkehr und vorausschauenden Fahrstil, kannst du die meisten Unfälle meiden. Manchmal nervt mehr gepiepse mehr als es hilft. Dazu ein Bauteil das mehr Gewicht (mehr Verbrauch) und ein Teil das wiederum auch Defekt gehen kann. Einfache Bauweise, bewährt sich immer.
✨ Prestige und Status: Ein Neuwagen wird oft als Statussymbol und berufliches Aushängeschild gesehen. Jeder soll das machen was er will, doch die Frage die ich mir stelle, welcher Mensch bin ich ohne dieses Auto?
🛠️ Garantie und Wartung: Keine unerwarteten Reparaturkosten in den ersten Jahren. Wenn du gut recherchiert hast, weisst du dass mit deinem Modell zu 95% keine Vorfälle in den nächsten X tausend KM kommt. Daher wo soll hier genau das Problem sein?
🌱 Umweltaspekte: Neue Autos haben oft bessere Umweltwerte und niedrigeren Verbrauch. Mein Garagist hat mich mal angeprochen und meinte, „Tommaso, das neue Modell verbraucht 1 Liter weniger auf 100 Km wie deiner“. Ich habe Ihm folgende Rechnung gemacht:
Ich fahre 20’000 KM das wäre eine Einsparung von 200 Liter pro Jahr (20'000 KM ÷ 100 KM × 1 Liter). Bei 2 Franken pro Liter ergibt das eine jährliche Ersparnis von 400 Franken. Bei einem Mehrpreis von 10'000 Franken für das neue Auto bräuchte es 25 Jahre, bis sich die Investition durch den geringeren Verbrauch amortisiert.
Die Herstellung eines Neuwagens verbraucht etwa 4.500 bis 6.500 Liter Benzinäquivalent an Energie. Dies entspricht dem Energieverbrauch von 3-4 Jahren Autofahren. Von sämtlichen Verbrauch an Rohstoffen wollen wir nicht reden.
Alle reden von Ökologie und Nachhaltigkeit, doch mir wäre lieber, dass ich das was ich gekauft habe, Qualitativ gut ist. Wenn das Ende des einen oder andern Teiles gekommen ist, dass man dies „leicht“ finden und ersetzen kann. Ich habe immer Mitleid mit meinem Auto-Mechaniker der in diesen kleinen Zwischenräumen fummeln muss.
🎯 Individuelle Konfiguration: Das Auto kann nach eigenen Wünschen ausgestattet werden. Ich gebe mich schnell mit dem besten zufrieden. Daher suche ich die beste Ausstattung und entsprechenden Farben. Braucht etwas Geduld.
Trotz dieser Gründe sollten die hohen Anfangskosten und der schnelle Wertverlust kritisch hinterfragt werden. Oft können diese Vorteile auch mit einem gut erhaltenen Jahreswagen erreicht werden.
Tipp für eAuto Besitzer
Eine innovative Entwicklung im Bereich der Elektrofahrzeuge ist die selektive Reparatur von Batteriezellen. Statt den kompletten Batteriesatz auszutauschen, werden nur die defekten Zellen ersetzt. Dies ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch deutlich kostengünstiger für Fahrzeugbesitzer.
In Deutschland bietet die Firma "EVC" diesen Service bereits erfolgreich an. In der Schweiz habe ich (noch) nichts gefunden das so etwas ähnliches macht. Wäre in meinen Augen eine absolute Marktlücke.
💡 Tipp: Vor einer Kompletterneuerung der Batterie lohnt es sich, eine Diagnose bei einem dieser Spezialisten durchführen zu lassen. Die Reparatur einzelner Zellen kann bis zu 70% günstiger sein als ein kompletter Batterietausch.
Wichtig ist jedoch zu beachten, dass nicht alle Batterietypen für eine Einzelzellenreparatur geeignet sind. Dies hängt vom Batteriedesign und der Zugänglichkeit der einzelnen Zellen ab.
Die Zukunft der Automobilantriebe wird aktuell in Laboren weltweit intensiv erforscht, wobei drei Hauptrichtungen besonders vielversprechend sind nach meinen Kenntnissen als interessierter Laie: Biogas aus organischen Abfällen, synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) und neue Batterietechnologien. Während Biogas eine nachhaltige Lösung für die Verwertung von Bio-Abfällen darstellt, ermöglichen E-Fuels die klimaneutrale Nutzung bestehender Verbrennungsmotoren. Die Entwicklung von Feststoffbatterien verspricht Reichweiten von über 700 km und sehr kurzer Ladezeiten, wobei diese Technologien voraussichtlich in den nächsten 5-10 Jahren marktreif sein werden (hoffentlich).
Die Kosten, die harte Realität des Wertverlusts
Ein Neuwagen verliert in den ersten drei Jahren durchschnittlich 30-40% seines ursprünglichen Wertes. Diese "Luxussteuer" wird in der Verkaufsberatung oft heruntergespielt. Übrigens, Luxussteuer kennen nach wie vor einige Länder, z.B in Dänemark sind „Luxus“ Karossen extra teurer.
Wertverlust nach Fahrzeugklassen
Fahrzeugklasse
Wertverlust nach 3 Jahren
Beispiel (von 50.000 CHF)
Luxusfahrzeuge
45-50%
25.000 CHF Verlust
Mittelklasse
35-40%
20.000 CHF Verlust
Kleinwagen
30-35%
17.500 CHF Verlust
SUVs
40-45%
22.500 CHF Verlust
Tipp: Überlege dir, wie hoch muss deine Sparrate pro Jahr sein, damit du dir ein Verlust von Fr. 25.000 gut wegstecken kannst? Und hoffentlich sparst du nicht nur für das schöne Blech.
Fahrzeuge mit den häufigsten Problemen und durchschnittliche Reparaturkosten
Marke/Modell
Häufige Probleme
Durchschnittliche Reparaturkosten
Range Rover
Elektronik, Getriebe
3.000-7.000 CHF
Alfa Romeo
Motor, Elektronik
2.500-5.000 CHF
BMW 5er Serie
Fahrwerk, Elektronik
2.000-4.500 CHF
Mercedes C-Klasse
Elektronik, Sensoren
1.800-4.000 CHF
Schaut auch, was genau kaputt gegangen ist. Eine Batterie, ist irgendwann mal kaputt. Das liegt dann nicht am Auto, kommt jedoch trotzdem in die Statistik. Ich frage auch immer Leute die mein Wunschauto schon fahren, ob Sie es wieder kaufen würden.
Tipps für kluge Autokäufer um Kosten zu vermindern
🚗 Gebrauchtwagen mit 2-3 Jahren sind oft die wirtschaftlichste Wahl
📊 Vor dem Kauf auf Qualität prüfen. Studie die Pannenstatistiken, lese Tests durch, Frage Besitzer und Garagisten nach Ihrer Erfahrung. Achte auf Wertverluststabellen oder vergleiche im Autoscout die Preise.
(für Mutige) Sprich auf der Strasse Leute an, die dein Wunschauto bereits fahren, und frag nach ihrer Meinung. Jeder fühlt sich geschmeichelt, wenn man ihn nach seinen Erfahrungen fragt.
Versicherungspreise und -leistungen gründlich vergleichen. Vollkasko ist nicht gleich Vollkasko – die entscheidenden Unterschiede verstecken sich oft im Kleingedruckten, was sich entsprechend im Preis widerspiegelt.
Nimm beim Kauf einen Experten mit, der das Wunschauto für dich überprüft — das ist gut investiertes Geld.
Denke voraus, wie sich dein Umfeld und deine Familie entwickeln werden. Kaufe also kein schönes Zweisitzer-Cabrio, wenn deine Freundin in drei Monaten ein Baby erwartet.
Welches Auto hat den Nachhaltigkeitsrekord?
Der absolute Rekordhalter ist ein Volvo P1800S aus dem Jahr 1966, der über 5,2 Millionen Kilometer auf dem Tacho hat. Nein, ich fahre selbst keinen Volvo. Sein Besitzer, Irv Gordon aus Long Island, New York, kaufte das Auto neu und fuhr es bis zu seinem Tod im Jahr 2018. Dieser Rekord ist im Guinness-Buch der Rekorde verewigt.
Damit ein Kilometerstand als offizieller Rekord anerkannt wird, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:
Der Motorblock muss original sein oder durch einen baugleichen Originalmotor ersetzt worden sein
Das Fahrgestell und die Fahrgestellnummer müssen original sein
Die Wartungshistorie muss lückenlos dokumentiert sein
Der Kilometerzähler darf nicht manipuliert worden sein
Irv Gordon erreichte diesen erstaunlichen Rekord durch sorgfältige Wartung und regelmässige Pflege. Er hielt sich strikt an die Wartungsintervalle und verwendete ausschliesslich Originalteile. Dies zeigt eindrücklich, dass ein Auto bei richtiger Pflege deutlich länger hält als viele denken.
💡 Interessant: Irv Gordon war Lehrer und pendelte täglich 200 KM zu seiner Arbeit. Im Jahr legte er durchschnittlich 100.000 Kilometer zurück – das entspricht etwa 2,5-mal dem Erdumfang!
Der wahre Preis und der Wert eines Autos zeigt sich erst über die Jahre. Neben dem Kaufpreis sind Wertverlust und Reparaturanfälligkeit entscheidende Faktoren für die Gesamtkosten. Ein vermeintliches Schnäppchen kann sich langfristig als teurer Fehler erweisen.
💡 Tipp: Lassen Sie sich von glänzender Werbung nicht blenden. Recherchieren Sie gründlich und beziehen Sie den Wertverlust in Ihre Kaufentscheidung mit ein.
Switzerland is a dream destination for many expats, with its stunning alpine views, high salaries, and excellent quality of life. But let’s be franc (pun intended): Switzerland is also one of the most expensive countries in the world. Managing your money here isn’t as simple as enjoying cheese and chocolate. If you’re coming to work in Switzerland, you’ll need to navigate a unique financial landscape. Don’t worry – we’ll guide you through the key aspects of Swiss finances step by step, with clear tips.
High Salary, High Cost of Living
It’s true that Swiss salaries are high. However, the cost of living will quickly remind you where that money goes. Housing, groceries, eating out, transportation – pretty much everything comes with a hefty price tag. In cities like Zurich or Geneva, a one-bedroom apartment can easily cost CHF 2,000 or more per month.
High salaries (often with a 13th-month bonus) help offset these costs, but budgeting is still essential. Plan for your big expenses first – rent, insurance, taxes – then see what’s left for leisure and savings. It’s a good idea to track your spending in the first few months; you might be surprised how quickly Swiss francs can disappear. With a solid budget and some smart choices, you can enjoy the Swiss lifestyle without your wallet yodeling in pain.
Opening a Swiss Bank Account
One of the first things to do as a new expat is open a local bank account. Most employers will require a Swiss account to pay your salary. Opening one is usually straightforward.
Choosing a bank: You’ll find traditional banks (like UBS or a cantonal bank) and modern digital-only banks. Traditional banks offer full services and branches, but often charge monthly fees and higher fees for things like international transfers. Digital-only banks often have no monthly fees and offer great exchange rates for card payments or transfers, but they have no physical branches. The best choice depends on your preferences – convenience and lower fees versus in-person service.
Setting up: To open an account, you typically need your passport, a Swiss address, and proof of residence (your residence permit). Many banks let you do this online with a video ID check. After approval, you’ll get your account details (IBAN) and debit card in a few days.
Everyday banking: Switzerland runs on Swiss francs (CHF). Cash is still used for small transactions, though cards are widely accepted. You’ll also encounter TWINT, a popular mobile payment app linked to your bank for easy payments. Credit cards are common too, but they often have annual fees. It’s best to use a Swiss account and card for day-to-day spending – you’ll avoid foreign card fees and get fairer exchange rates.
Taxes in Switzerland
Swiss taxes can be a bit complicated, but here are the essentials: Taxes are levied at three levels – federal, cantonal, and municipal (local). This means your tax rate depends heavily on which canton (and even which town) you live in. Some cantons have very low income taxes (for example, Zug or Schwyz), while others are higher (like Geneva). In some cases, your total tax in one canton can be almost double what it would be in another for the same income.
If you’re working in Switzerland on a residence permit (usually a B permit), your employer will typically deduct income tax from your salary each month. This is called withholding tax (“Quellensteuer”). It simplifies things – you get your salary net of tax, and often you don’t need to file a tax return. If your annual income is below about CHF 120,000 (and you have no significant outside income), the withholding tax usually covers your liability. Above that, you will file a tax return to settle the exact amount. The return lets you account for deductions (like if you pay for additional insurance or commute costs) and ensures you’re taxed correctly for your situation.
Switzerland even has a small wealth tax on net assets above certain thresholds (with low rates, usually under 1%). And there are also tax breaks to take advantage of – for instance, contributions to a Pillar 3a retirement account are deductible. Capital gains (profits from selling investments) are generally tax-free for private individuals. Also, thanks to Switzerland’s double taxation treaties with many countries, you shouldn’t pay tax twice on the same income. If you have income abroad, Switzerland will usually exempt it or give a credit so you don’t get taxed twice.
Social Security and Pensions (Three Pillars)
Switzerland’s pension system is divided into three parts, known as the “three pillars”:
Pillar 1 – State Pension (AHV/AVS): This is a basic state pension providing a foundation in retirement (it also covers disability and survivors’ benefits). It’s funded by payroll contributions from you and your employer. Pillar 1 alone won’t fund a luxurious retirement, but it ensures a baseline income in old age.
Pillar 2 – Occupational Pension (BVG/LPP): This is a workplace pension plan. If you’re employed above a certain income level, your employer enrolls you in a pension fund, and both you and your employer contribute to it. When you retire, you can take this money as a pension or a lump sum. Importantly, if you leave Switzerland before retirement, you can take your accumulated Pillar 2 savings with you (cash out or transfer, subject to certain rules).
Pillar 3 – Private Savings: This voluntary pillar lets you save for retirement with tax benefits. The main option is Pillar 3a: you can contribute around CHF 7,000 per year and deduct this amount from your taxable income. The money is generally locked until retirement age (except a few special cases like leaving Switzerland early or buying a home). You can keep Pillar 3a funds in a bank savings account or invest them in a fund for growth. The big plus is the tax break and the chance to build extra retirement savings on top of the first two pillars.
For expats, you will be paying into Pillar 1 and 2 via your salary. Even if you only stay a few years, those contributions aren’t lost – you’ll be entitled to a small Swiss pension from Pillar 1 eventually, and your Pillar 2 money can be withdrawn or preserved when you leave. Pillar 3a is optional but highly beneficial if you have the income to contribute, since it saves on taxes and builds your nest egg. Just remember to choose a sensible Pillar 3a (many expats go with a bank or investment fund account rather than an insurance-tied plan, which can be inflexible).
Insurance: Health and Beyond
Switzerland requires you to have certain insurances, and others are just a good idea. Here’s the rundown:
Health Insurance (mandatory): Every resident must have basic health insurance, and you’re expected to get it within 3 months of arriving. The basic plan is the same across all insurers by law – it covers most medical needs. You choose an insurance provider and a deductible (how much you pay out-of-pocket before coverage kicks in). Prices vary, but on average an adult pays around CHF 300–500 per month for the basic package. This will be one of your larger expenses, so include it in your budget. Compare providers and premiums – coverage is identical by law, so price and customer service are the main differences. (Note: basic insurance doesn’t include dental care, so dental is usually paid separately or via optional policies.)
Personal Liability Insurance (recommended): This covers damage or injury you accidentally cause to other people or their property. While not required legally, many landlords insist you have it (in case you, say, flood your apartment or break something structural). It costs roughly CHF 100 per year for high coverage (millions of francs). Considering the protection it offers, it’s a no-brainer for peace of mind.
Household Contents Insurance (optional): This protects your personal belongings (furniture, electronics, etc.) against things like theft, fire, or water damage. It’s often bundled with liability insurance and is also inexpensive. If you have valuable items or just want extra security, you can get this coverage for a modest premium.
Other insurance: If you have a car, third-party car insurance is mandatory (and you’ll likely get collision coverage if your car is new or valuable). Beyond that, you’ll hear about legal insurance, travel insurance, pet insurance, and more. These are entirely optional – get them only if they make sense for your situation. Insurance agents might push every policy under the sun – don’t let them pressure you. Cover the major risks (health, liability, and maybe household/car), and use your judgment on the rest. You can always add additional coverage later if you feel you need it.
Saving, Investing, and Moving Money
Even with high living costs, you might be able to save and invest money as an expat in Switzerland – especially if you’re earning a good salary. If possible, contribute to a Pillar 3a account each year – this gives you a tax break and builds up savings you can use in retirement or when you leave Switzerland.
Investing is key to growing wealth, but be mindful of fees. Swiss banks offer investment services, but they can be pricey. You might look into low-cost index funds or an online brokerage to invest in stocks or ETFs. Switzerland won’t tax your capital gains from private investments, which is a nice perk for investors. Avoid overly complex, high-fee financial products – often, simpler and low-cost investments yield better results in the long run.
If you need to send money to your home country, avoid doing it through your Swiss bank due to high fees and poor exchange rates. Instead, use low-cost international transfer services or fintech options. Providers like Wise or Revolut offer much better exchange rates and lower fees, which can save you a lot. Also, consider the timing and frequency of your transfers – some people send money monthly, while others wait for a favorable exchange rate or send larger amounts less often. By being strategic, you keep more of your money when moving it across borders.
Leaving Switzerland
When you leave Switzerland permanently, you can generally take your pension savings with you. If you move to an EU/EFTA country, you might have to leave the compulsory part of your Pillar 2 in a Swiss account until retirement age, but you can withdraw the rest. Moving outside the EU generally allows you to withdraw the entire amount. These pension withdrawals will be taxed by Switzerland at a special rate – however, the tax is lower in some cantons than others. Many expats take advantage of this by moving their Pillar 2 funds to a vested benefits account in a low-tax canton (like Schwyz or Zug) before cashing out, so less of their money goes to taxes.
Also, remember to cancel your health insurance (and any other contracts like your apartment lease, mobile phone, internet, gym membership) effective from your departure date, giving the required notice. Be sure to deregister with the local authorities to officially record your departure – this is needed to stop certain automatic obligations. If you’ve been filing regular tax returns, you’ll likely need to file one more for the year of departure covering your time in Switzerland. Plan ahead and tie up these loose ends, and your exit will be smooth – you’ll take all your hard-earned Swiss savings with you.
Managing your money as an expat made easy
Managing your finances as an expat in Switzerland may seem complicated at first, but with a bit of knowledge and planning, you can master it. Remember to budget for the big-ticket items, take advantage of Swiss tax deductions and pension opportunities, and avoid common pitfalls (like expensive banking fees or unnecessary insurance). Switzerland is an amazing place to live and work – yes, you pay a premium to be here, but for many it’s worth every franc.
Most importantly, you don’t have to figure it all out alone. If you ever feel unsure about the best financial moves or want an expert to review your plan, consider reaching out: Finanzberatung Rubino is always there for your personalized advice. I am here to help expats like you navigate the Swiss financial landscape – from setting up a budget and choosing the right investments to planning for retirement or an eventual move. With the right approach, you can enjoy your Swiss adventure to the fullest, knowing that your money matters are under control and your financial future is secure.
Wie auch du investieren kannst, wenn es wirklich etwas für dich ist
Private Equity klingt erstmal nach etwas, das nur grosse Player anpacken. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Es geht um privates Beteiligungskapital – also Geld, das in nicht-börsenkotierte Unternehmen investiert wird. In diesem Beitrag erkläre ich dir alles Wichtige rund um Private Equity in der Schweiz.
Was ist Private Equity?
Stell dir vor, du könntest dich an einem vielversprechenden Unternehmen beteiligen, bevor es an die Börse geht. Genau das bedeutet Private Equity: privates Eigenkapital. Man investiert also direkt in Firmen, die (noch) nicht an der Börse gehandelt werden. Anders als beim Kauf von Aktien auf dem öffentlichen Markt läuft hier alles hinter verschlossenen Türen ab. Oft schliessen sich Investoren in speziellen Private-Equity-Fonds zusammen, um gemeinsam in mehrere Unternehmen zu investieren.
Wichtig: Private Equity bedeutet nicht nur Geld geben und abwarten. Die Investoren – oder besser gesagt die Fondsmanager – haben ein Wörtchen mitzureden. Sie steigen oft mit einem bedeutenden Anteil ins Unternehmen ein und wollen mitreden, um den Laden auf Vordermann zu bringen. 🛠️ Das Ziel dahinter? Wertsteigerung! Wenn alles nach Plan läuft, ist das Unternehmen nach ein paar Jahren deutlich mehr wert. Später verkauft man den Anteil wieder (Exit genannt) – idealerweise mit sattem Gewinn. Kurzum: Private Equity ist ein bisschen wie Hausflipping, nur dass man statt Häusern Unternehmen aufmöbelt und später teuer weiterverkauft.
Wie funktioniert eine Private-Equity-Investition?
Private-Equity-Deals laufen typischerweise in vier Phasen ab:
Fundraising: Zunächst sammeln spezialisierte Private-Equity-Gesellschaften Geld von Investoren ein. Viele Köche, äh Investoren, füllen also gemeinsam den Topf.
Investition: Mit diesem Kapital kauft der Fonds Anteile an vielversprechenden Unternehmen – häufig handelt es sich um etablierte Firmen mit Wachstumspotenzial oder manchmal auch um Start-ups (dann spricht man oft von Venture Capital, einer Unterform von Private Equity).
Beteiligungsmanagement: Jetzt wird angepackt. Die Private-Equity-Profis arbeiten eng mit dem Unternehmen zusammen, bringen frisches Kapital, Know-how und oft ein straffes Fitnessprogramm fürs Business. 🎯 Ziel: Umsatz steigern, Prozesse verbessern, Unternehmen fit machen für die grosse Bühne.
Exit: Hat das Unternehmen an Wert gewonnen, kommt der grosse Moment des Verkaufs. Der Anteil wird veräussert – sei es an einen strategischen Käufer, an einen anderen Investor oder durch einen Börsengang (IPO). Die Erlöse aus dem Verkauf gehen zurück an die Investoren (natürlich abzüglich der „Erfolgsprämie“ für die Fondsmanager).
Kurz gesagt: Private Equity holt Unternehmen ins Boot, peppt sie auf und verkauft sie später gewinnbringend weiter. Durch diese aktive Rolle unterscheiden sich Private-Equity-Investoren von normalen Aktionären: Als Aktionär einer börsenkotierten Firma bist du eher passiver Teilhaber und kannst nur hoffen, dass das Management alles richtig macht. Bei Private Equity sitzt du (indirekt über den Fonds) mit am Steuer und trägst dazu bei, den Unternehmenswert zu steigern.
Finanzielle Aspekte: Warum investieren Leute in Private Equity?
Jetzt zur spannenden Frage: Was springt finanziell dabei heraus? Private Equity wird von vielen grossen Investoren geschätzt, weil es überdurchschnittliche Renditechancen bietet. Historisch gesehen haben Private-Equity-Fonds oft höhere Renditen erzielt als breite Aktienindices. Warum? Zum einen, weil Private-Equity-Manager sehr gezielt Unternehmen auswählen und aktiv verbessern. Zum anderen, weil sie Risiken eingehen, die an der Börse so nicht möglich wären – und Risiko und Rendite hängen bekanntlich meist zusammen.
Hier ein paar finanzielle Vorteile von Private Equity auf einen Blick:
Hohe Renditechancen: Durch das aktive Eingreifen und die langfristige Strategie können erfolgreiche Private-Equity-Investments deutlich höhere Gewinne abwerfen als klassische Aktien oder Obligationen. Beispielsweise erzielen Pensionskassen in der Schweiz dank Private Equity im Schnitt bessere Renditen – sie lassen ihr Geld sozusagen extra hart für sich arbeiten.
Diversifikation: Private Equity ermöglicht Zugang zu Investments, die an der normalen Börse nicht verfügbar sind. Durch die Beimischung von Private Equity in ein Portfolio kann man sein Anlageuniversum erweitern. Das kann helfen, das Gesamtrisiko zu streuen. Anders gesagt: Du verteilst deine Eier nicht nur auf die Körbe „Aktien“ und „Bankkonto“, sondern packst ein paar auch in den Korb „Private Unternehmen“. Wenn Aktienmärkte schwächeln, laufen manche Privatunternehmen umso besser – das glättet Schwankungen im Portfolio.
Exklusive Chancen: Viele der spannendsten Firmen sind (noch) nicht börsenkotiert. Denk an innovative Tech-Firmen, spezialisierte Familienunternehmen oder aufstrebende Mittelständler. Mit Private Equity kannst du bei den Cool Kids mitspielen, bevor alle anderen überhaupt wissen, wie heiss diese Firma ist. Wer früh investiert, kann vom Wachstum profitieren, bevor der grosse Hype beginnt.
Natürlich gibt’s nicht nur Sonnenseiten. Kein Investment ohne Risiko, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Deshalb direkt im Anschluss:
Risiken von Private Equity
Bei all den Chancen muss man fairerweise sagen: Private Equity ist kein Selbstläufer und nicht für jeden geeignet. Hier die wichtigsten Punkte, warum man nicht einfach sein ganzes Geld kopfüber in Private-Equity-Fonds stecken sollte:
Hohes Risiko: Ja, wir haben von hohen Renditen gesprochen. Aber die kommen nicht ohne höheres Risiko. Private Unternehmen können auch floppen. Wenn ein Fonds in ein Unternehmen investiert, das trotz aller Mühen nicht in Schwung kommt oder gar bankrottgeht, ist ein Teil des investierten Kapitals futsch. 💸 Zudem können wirtschaftliche Flauten oder Marktänderungen den geplanten Exit erschweren. Du brauchst also manchmal Nerven aus Stahl und einen langen Atem.
Illiquidität (geringe Liquidität): Stell dir vor, du gibst dein Geld heute und bekommst es erst in 5–10 Jahren zurück – so ungefähr läuft das. Private-Equity-Fonds haben meist lange Laufzeiten, während derer du nicht einfach aussteigen kannst. Es gibt keinen öffentlichen Marktplatz, wo du deinen Anteil jederzeit verkaufen könntest (im Gegensatz zu Aktien, die du börsentäglich veräussern kannst). Das bedeutet: Dein Geld ist über Jahre gebunden. Wer plötzlich Bares braucht, schaut bei Private Equity in die Röhre. Deshalb gilt: Nur Geld investieren, auf das du längere Zeit verzichten kannst.
Hohe Einstiegshürden: Lange Zeit war Private Equity ein elitärer Club. Um überhaupt mitmachen zu dürfen, brauchtest du sehr viel Kapital. Institutionelle Investoren wie Pensionskassen oder superreiche Privatpersonen kamen rein, Otto Normalanleger eher nicht. Auch heute noch verlangen viele traditionelle Angebote Mindestbeträge von mehreren hunderttausend Franken – und obendrauf musst du oft offiziell als „qualifizierter Anleger“ gelten (also genügend Erfahrung oder Vermögen mitbringen). Sprich: Der Zugang ist reguliert, um Kleinanleger vor den grossen Risiken zu schützen. Das ist zwar gut gemeint, kann aber frustrierend sein, wenn man eigentlich gerne mit einem kleineren Betrag investieren würde.
Komplexität und Kosten: Private-Equity-Investments sind komplizierter als z.B. ein ETF auf den SMI. Die Vertragswerke sind umfangreich, es gibt verschiedene Fondsstrategien, Gebührenmodelle (Management Fee, Performance Fee etc.) und rechtliche Konstrukte. Zudem verlangen einige Anbieter saftige Gebühren für die Vermittlung oder Verwaltung solcher Fonds. Insgesamt muss man schon wissen, was man tut – oder jemanden an der Seite haben, der sich damit auskennt.
Private Equity bietet tolle finanzielle Chancen, kommt aber mit gewissen Schmerzen. Es ist wie ein hochprozentiger Espresso – kann dich wach machen und Energie geben, ist aber nichts für schwache Nerven oder für Leute, die abends um 8 noch friedlich schlafen wollen. 😉 Hier ist gutes Abwägen gefragt.
Private Equity in der Schweiz: Besonderheiten und aktuelle Trends
Schauen wir uns an, wie die Lage speziell bei uns in der Schweiz aussieht. Unser schönes Land ist ja für seine Finanzbranche bekannt – und auch im Private Equity mischen wir kräftig mit:
Stabiles Umfeld: Die Schweiz bietet politische Stabilität, einen verlässlichen Rechtsrahmen und gut ausgebildete Fachleute. Klingt trocken, ist aber Gold wert für Investoren. Ein stabiles Umfeld schafft Vertrauen, gerade wenn es um langfristige Engagements wie Private Equity geht. Hier kann man sich darauf verlassen, dass nicht plötzlich über Nacht die Regeln geändert werden.
Viele interessante Firmen: Wusstest du, dass an der Schweizer Börse nur ein Bruchteil aller Unternehmen des Landes gelistet sind? Der grosse Rest sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), oft familiengeführt, die nicht an der Börse sind. Diese Firmen brauchen trotzdem Kapital für Wachstum – und hier kommt Private Equity ins Spiel. In der Schweiz gibt es also jede Menge Gelegenheiten für Beteiligungen abseits der Börse. Von innovativen Start-ups in Zürich und Zug bis zu den versteckten Champions in den Alpen: Private Equity findet überall spannende Ziele.
Wachsender Markt: In den letzten Jahren hat der Private-Equity-Markt in der Schweiz ordentlich zugelegt. Immer mehr Private-Equity-Gesellschaften sind hier aktiv, und das investierte Volumen steigt. International renommierte PE-Firmen (einige mit Schweizer Wurzeln) verwalten von der Schweiz aus Milliardenbeträge. Kurz: Private Equity ist längst angekommen in der Schweizer Finanzwelt und kein Nischen-Thema mehr.
Pensionskassen als Vorreiter: Schweizer Pensionskassen gelten als ziemlich clevere Füchse, wenn es um Investments geht. Sie haben erkannt, dass sich mit Private Equity extra Rendite holen lässt. Unsere Pensionskassen investieren seit Jahren erfolgreich einen Teil ihres Vermögens in Private-Equity-Fonds. Das hilft ihnen, die Rentenkassen zu füllen. Für uns Privatanleger ist das ein gutes Zeichen: Wenn sogar die sonst so sicheren und bedachten Pensionskassen auf Private Equity setzen, dann hat diese Anlageklasse wohl ihre Daseinsberechtigung – natürlich im richtigen Umfang und mit Augenmass.
Kann man als Privatanleger in Private Equity investieren?
Nach all den Infos fragst du dich vielleicht: Klingt spannend, aber kann ich da überhaupt mitmachen? Die Antwort lautet: Jein. 😅
Bisher war es in der Tat so, dass Private Equity hauptsächlich den Grossen vorbehalten war. In der Schweiz (und weltweit) galten strenge Regeln, wer in solche nicht-börslichen Anlagen investieren darf. Typischerweise musst du sehr vermögend sein oder über spezifisches Finanzwissen verfügen, um als qualifizierter Investor zugelassen zu werden. Das hat, wie erwähnt, den Zweck, unerfahrene Kleinanleger vor grossen Verlusten zu bewahren.
Die gute Nachricht: Die Türen öffnen sich langsam. 🎉 Dank neuer Angebote und Fintech-Lösungen gibt es inzwischen Wege, mit kleineren Beträgen in Private Equity reinzukommen. Einige Möglichkeiten, die es heute gibt:
Fonds mit tieferem Minimum: Es wurden Publikumsfonds aufgelegt, die in Private Equity investieren und schon mit fünfstelligen Beträgen (manchmal ca. 10’000 Franken) zugänglich sind. Das ist immer noch Geld, klar – aber weit weniger als die Millionen, die früher nötig waren. Solche Fonds bündeln das Geld vieler kleiner Anleger und stecken es in Private-Equity-Projekte.
Dachfonds und Secondaries: Für semi-professionelle Anleger gibt es Dachfonds, die gleich in mehrere Private-Equity-Fonds investieren. Hier sind die Einstiegssummen zwar oft noch hoch (sechsstelliger Bereich), aber sie bieten breitere Streuung. Auch der Handel mit Secondary-Anteilen (also gebrauchten Fondsanteilen) ermöglicht manchmal etwas niedrigere Beträge und kürzere Restlaufzeiten – allerdings ist das Terrain kompliziert.
Digitale Plattformen und neue Anbieter: In den letzten Jahren sind in der Schweiz und Europa Plattformen entstanden, über die private Investoren sich schon mit relativ kleinen Summen (teils vierstellig, manchmal sogar noch weniger) an Private-Equity-Investments beteiligen können. Diese Anbieter arbeiten oft mit einem Trick: Sie bündeln viele kleine Beträge und investieren sie über einen Vehikel gesammelt in einen grossen Fonds. So kannst du mit kleinem Geldbeutel indirekt beim grossen Deal dabei sein. Wichtig zu wissen: Oft musst du dafür dein Geld von einem Vermögensverwalter verwalten lassen oder gewisse Bedingungen erfüllen, damit du formal als qualifizierter Investor zählst. Aber der bürokratische Teil wird in der Regel von den Anbietern vereinfacht dargestellt – man muss nur die Checkbox setzen, dass man sich der Risiken bewusst ist (und natürlich sollte man das wirklich sein!).
Es ist absolut nicht mehr ausgeschlossen, als normaler Privatanleger in Private Equity zu investieren. Die Produkte und Zugangswege entwickeln sich. Allerdings bleibt Private Equity kein Sparschwein auf der Theke – man sollte wirklich verstehen, worauf man sich einlässt, die Finanzmärkte ein wnig verstehen und idealerweise nur einen überschaubaren Teil seines Vermögens dort engagieren.
Experten empfehlen häufig, nicht mehr als etwa 5–10% des Portfolios in solch illiquide Anlagen wie Private Equity zu stecken. So bleibt dein Risiko im Rahmen und dein Geld ist nicht komplett für Jahre weggesperrt.
Lohnt sich Private Equity für dich, und wie geht man es an?
Private Equity ist zweifellos eine spannende Sache. Die Aussicht, abseits der Börse in dynamische Unternehmen zu investieren, lockt mit hohen Renditen und exklusiven Möglichkeiten. Gerade in der Schweiz, mit ihrer stabilen Wirtschaft und innovativen Firmen, kann Private Equity eine lohnende Beimischung für mutige Anleger sein. Du kannst vom Wachstum vielversprechender Unternehmen profitieren und dein Portfolio breiter aufstellen.
Doch man muss ehrlich bleiben: Private Equity ist kein Must-Have für jeden. Es erfordert Geduld, Risikobereitschaft und Verständnis. Wenn du nachts ruhig schlafen willst, weil du jederzeit an dein Geld kommst, dann sind Sparkonto oder ETF wohl die stressfreiere Wahl. 😉 Private Equity kann sich lohnen, wenn es zu dir passt – sprich, wenn du einen langen Atem hast, dich in das Thema einarbeiten willst (oder einen Experten an deiner Seite hast) und finanziell so aufgestellt bist, dass du einen Ausflug in diese exklusive Anlageklasse wagen kannst, ohne deine ganze Existenz dran zu hängen.
Wie geht man also am besten vor, wenn man interessiert ist? Mein Tipp: Hol dir unabhängige Beratung ins Boot. Warum? Private-Equity-Investments können komplex sein, und es gibt zig Fonds, Strategien und Anbieter. Ein unabhängiger Finanzberater – einer, der nicht von einer Bank gesponsert wird und dir nichts aufzwingen muss – kann gemeinsam mit dir schauen, ob und wie Private Equity in deine persönliche Strategie passt. Wichtig ist, dass dabei deine Ziele und deine Situation im Vordergrund stehen, nicht der Verkaufsprospekt irgendeines Fonds.
Dein nächster Schritt: Unabhängig beraten lassen und Chancen nutzen
Wenn dich Private Equity neugierig gemacht hat, stehst du am Anfang einer spannenden Reise. Aber du musst sie nicht alleine antreten! Warum nicht mal mit einem unabhängigen Profi darüber sprechen? Bei Finanzberatung Rubino bin ich für dich da, um genau solche Fragen in Ruhe anzuschauen und gemeinsam massgeschneiderte Lösungen zu finden.
Unser Vorteil für dich: Als unabhängige Finanzberatung können wir aus der ganzen Palette des Marktes schöpfen. Wir zeigen dir objektiv die Vor- und Nachteile von Private Equity für deine Situation auf. Vielleicht ist es eine tolle Chance für dich – vielleicht passt es aber auch (noch) nicht, und eine andere Anlage macht mehr Sinn. In jedem Fall bekommst du ehrliche, transparente Beratung, damit du die bestmögliche Entscheidung für deine Finanzen triffst.
Lust bekommen, mehr zu erfahren? 🤗 Dann zögere nicht und melde dich bei mir für ein unverbindliches Gespräch. Gemeinsam finden wir heraus, wie du von Private Equity und anderen spannenden Anlagen profitieren kannst – und zwar genau so, wie es zu dir passt. Jetzt liegt es an dir: Pack die Gelegenheit beim Schopf und lass dein Geld für dich arbeiten!
Die häufigsten Fragen rund um Private Equity Anlagen in der Schweiz
Warum ist Private Equity so interessant?
Weil’s abseits der Börse oft mehr Rendite bringt. Du investierst in Firmen mit Wachstumspotenzial und profitierst, wenn sie später für viel Geld verkauft werden.
Was ist Venture Capital einfach erklärt?
Das ist quasi die wilde Schwester von Private Equity. Dabei investiert man in junge Start-ups, die noch ganz am Anfang stehen – mit viel Risiko, aber auch viel Fantasie.
Kann man als Privatperson in Private Equity investieren?
Ja, aber nicht ganz so einfach. Es gibt mittlerweile Wege, auch mit kleinerem Budget reinzukommen – zum Beispiel über spezialisierte Fonds oder digitale Plattformen.
Wie viel Rendite gibt es bei Private Equity?
Je nach Fonds und Marktumfeld kann’s deutlich mehr geben als mit Aktien – 8 bis 15 % pro Jahr sind möglich. Aber: Keine Garantie, und das Geld ist lange gebunden.
Hat Private Equity Zukunft?
Und wie! Immer mehr Firmen bleiben privat, immer mehr Investoren steigen ein. Gerade in der Schweiz wächst der Markt – solide, smart und mit viel Potenzial.
Welche Nachteile hat Private Equity?
Dein Geld ist oft jahrelang blockiert und du brauchst starke Nerven. Ausserdem ist der Einstieg komplex – darum lohnt sich eine gute Beratung besonders.
👉 Dieser Blog wurde länger als gedacht, daher habe ich ihn in 2 Teile unterteilt.
Teil 1 – US Quellensteuern;Teil 2 – US Erbschaftsteuern.
👁️🗨️ Auf einen Blick
Als Schweizer Anleger mit Wohnsitz in der Schweiz investierst du in ETFs und Aktien von Weltkonzernen, meist mit Unternehmenssitz USA. Dies zieht einige Konsequenzen mit sich. Hier erfährst du einiges darüber.
ETF-Domizil ist entscheidend: Irische ETFs bieten für Schweizer Anleger in US Titeln optimale Steuervorteile
Erfahre bei welchen ETFs du keine US Quellensteuer zahlst
Thesaurierende ETFs bevorzugen: Steueraufschub durch automatische Wiederanlage der Dividenden
Wie du je nach Kanton zusätzliche Abzüge von deinem ETF in deiner Steuererklärung machen kannst.
Wie du die Quellensteuer minimieren oder vermeiden kannst
Säule 3a-Einzahlungen maximieren: Steuervorteile nutzen mit ETF
Auch als Schweizer mit Wohnsitz in der Schweiz kannst du unter Umständen von der US-Nachlasssteuer betroffen sein (bis zu 40%!)
Steuern sind wie hungrige Piranhas – sie knabbern still und leise an deiner Rendite. Doch keine Sorge, es gibt einen Ausweg! Dieser Blog ist in zwei Teile gegliedert: zum einen die Quellensteuer und zum anderen die US-Erbschaftssteuer, die auch für dich in der Schweiz (happig) relevant sein könnte.
Hier sind die harten Fakten: Steuern und Kosten können deine 7% Rendite auf 4-5% schrumpfen lassen. Bei 100.000 Franken über 20 Jahre? Das macht satte 170.000 Franken Unterschied (Steuern- und Abgabefrei )! Zeit, clever zu werden.
Mit den richtigen Wissen holst du 1-2% mehr raus. Da liegen über die Jahre einige tausend Franken für dich bereit. Klingt besser als Überstunden, oder?
Der Schlüssel zum Erfolg? An einigen Ecken und Kanten kannst du optimieren. In diesem Beitrag erkläre ich wo und wie. Denn am Ende zählt nur, was netto übrig bleibt – oder wie ich sagen würde: „meh Cäsh in de Täsch"!
Das Beste kommt zum Schluss: Du kannst deine Steuersituation optimieren! Die schlechte Nachricht? Es wird etwas kompliziert. Aber hey, für mehr Geld lohnt sich das bisschen Kopfarbeit, nicht wahr? 😉
Steuergrundlagen für den ETF & Aktien Anleger im Überblick
Hier sind die wichtigsten Unterschiede zwischen den genannten Steuerarten:
Verrechnungssteuer: Eine Schweizer Steuer von 35%, die auf inländische Ausschüttungen von Schweizer Firmen und Aktien erhoben wird. Du kannst sie in der Steuererklärung zurückfordern. Wenn du die Verrechnungssteuer in deiner Steuererklärung angibst, erhältst du diese 35% zurück – allerdings erhöht sich dadurch dein steuerpflichtiges Einkommen. Keine Angst, es lohnt sich trotzdem, ehrlich zu sein!
Quellensteuer: Wird direkt bei der Ausschüttung von Dividenden aus ausländischen Aktien im Ursprungsland erhoben. Bei US-Aktien beträgt sie grundsätzlich 30%, kann aber durch Doppelbesteuerungsabkommen auf 15% reduziert werden. Solche Abkommen bestehen zwischen den USA und Irland sowie zwischen den USA und der Schweiz.
Vermögenssteuer: Wird jährlich auf den Gesamtwert, eben das Vermögen deines investierenden Portfolios erhoben und liegt im Promillebereich. In den meisten Kantonen gibt es ausserdem einen Freibetrag. Ich zahle lieber Vermögenssteuer als Einkommenssteuern.
Einkommenssteuer: Fällig auf alle Einkommen, wozu auch Dividenden und Ausschüttungen in der Schweiz gehören.
US-Nachlasssteuer: Diese kann auch Schweizer mit Wohnsitz in der Schweiz betreffen und bis zu 40% des Nachlasswerts ausmachen. Während wir in der Schweiz die Erbschaftssteuer kennen, verwenden die USA dieses andere Steuersystem.
Der Sitz deines Brokers respektive deiner Bank – also wo deine Aktien hinterlegt sind – ist in dieser Thematik ebenfalls wichtig, wie wir später noch sehen werden. Wenn du mehr über Broker vs. Bank erfahren möchtest, lies den Blogbeitrag.
Was ist ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)?
Ein Doppelbesteuerungsabkommen ist ein Vertrag zwischen zwei Ländern, der verhindert, dass Einkünfte oder Vermögen in beiden Staaten besteuert werden. Dies ist besonders wichtig für:
Internationale Investoren, die sonst zweimal Steuern zahlen müssten
Unternehmen, die in mehreren Ländern tätig sind
Arbeitnehmer, die im Ausland arbeiten
Warum ist ein DBA für beide Länder interessant?
Wirtschaftsförderung: DBAs fördern internationalen Handel und Investitionen, da sie Steuerklarheit schaffen und doppelte Belastungen vermeiden
Steuergerechtigkeit: Sie verhindern sowohl Doppelbesteuerung als auch Steuervermeidung durch klare Regelungen
Standortattraktivität: Länder mit vielen DBAs sind attraktiver für internationale Investoren
Rechtssicherheit: Klare Regeln für beide Seiten reduzieren Streitigkeiten und Verwaltungsaufwand
ETF oder Aktien mit inländischen Domizil 🇨🇭
Schweizer ETFs und Schweizer Anleger: Verrechnungssteuer
Nehmen wir zuerst einen einfachen Fall: Du hast in deinem Depot einen ETF oder Schweizer Aktien. Als Beispiel nehmen wir Nestlé, Novartis und Swiss Re – als Rechenbeispiel schüttet jede dieser drei Aktien 100 Franken als Dividenden aus. Erhalten tust du jedoch nur 65 Franken, denn 35 Franken (35% Verrechnungssteuer) gehen an den Bund.
Nachdem du deine Steuererklärung eingereicht hast und diese vom Steueramt definitiv akzeptiert worden ist, erhältst du die 35 Franken zurück. Weil du die Dividende in der Steuererklärung angegeben hast, versteuerst du sie als Einkommen. Am Ende bleiben dir irgendwo zwischen 80-85 Franken netto. Dein Nettobetrag hängt von deinem Steuerbaren Einkommen, Wohnkanton, Ortschaft und Konfession ab.
Phase
Betrag pro Aktie
Erklärung
Total 3 Aktien
Brutto Dividende
100 CHF
Ursprüngliche Ausschüttung
300 CHF
Verrechnungssteuer
-35 CHF
35% gehen an den Bund
-105 CHF
Netto erhalten
65 CHF
Direkter Eingang auf Konto
195 CHF
Rückerstattung
+35 CHF
Nach Steuererklärung
+105 CHF
Einkommenssteuer
-15 bis -20 CHF
Je nach Wohnort/Konfession
-45 bis -60 CHF
Netto Final
80-85 CHF
Endgültiger Dividenden Ertrag
240-255 CHF
ETF & US-Quellensteuer für Schweizer: Clevere Tipps für dich 🇺🇸
Welche Möglichkeiten gibt es, um Steuern auf das notwendige Minimum zu reduzieren? Hier einige allgemeine Tipps, die trotz kantonaler Unterschiede für dich nützlich sein können.
ETFs mit Domizil in Irland für internationale und US-Aktien wählen
Wachstumswerte schütten meist keine Dividenden aus – stattdessen profitierst du vom steuerfreien Kursanstieg
Schweizer ETFs für Schweizer Aktien nutzen. Die Stempelsteuer ist für inländische ETFs um die Hälfte niedriger bei 0,075%.
Bei anderen ETF-Domizilen liegt sie bei 0,15%. Diese Steuer kannst du umgehen, wenn du ausländische Broker nutzt.
Synthetische ETFs für steuereffiziente US-Investments in Betracht ziehen. Diese sind von der US-Quellensteuer befreit
Vermögensverwaltungskosten (Depotgebühren, Verwaltungskosten) von der Steuer absetzen
Bevorzuge UCITS ETFs, da diese die Quellensteuer effizienter abwickeln, durch standardisierte Berichterstattung.
Quellensteuer auf Ausländische ETF und Aktien
Hier wird's langsam knackig. Je mehr ich nachgefragt habe, desto mehr Fragen als Antworten habe ich erhalten. Ich stelle dir die folgenden verschiedenen Szenarien so einfach wie nur möglich dar.
Der Ablauf einer Dividendenausschüttung: Die Firma Apple erzielt Gewinn und zahlt dir als Aktionär eine Dividende aus. Du hast ein ETF Fonds (wie den MSCI World) der wiederum Apple-Aktie enthält. Apple überweist diese Dividende zunächst an den Fonds. Der Amerikanische Staat (wo die Firma zu Hause ist), zieht sofort eine Quellensteuer ein. Anschliessend leitet der Fonds diese Ausschüttung an deine Depotbank und schliesslich an dich als Besitzer weiter.
Die besten Domizile für US-Aktien in ETFs
Wenn dein ETF einen grossen Anteil an US-Firmen enthält, wie zum Beispiel der MSCI World ETF, sind folgende Domizile für deine ETFs optimal.
Irland: Top-Wahl für US-Aktien! Dank Doppelbesteuerungsabkommen nur 15% statt 30% Quellensteuer
Luxemburg: Ähnliche Vorteile wie Irland, beliebter Standort für viele ETF-Anbieter
Europäische ETFs: Die optimale Standortwahl
Europa-ETFs sollten in Irland oder Luxemburg domiziliert sein für optimale Quellensteuervorteile.
Irland/Luxemburg: Beste Wahl wegen EU-Steuervorteilen
Schweiz: Für SMI/SPI-Indizes ideal
ETFs in deiner 3. Säule & 2. Säule
Mit deiner 3. Säule erhält deine Vorsorgestiftung die Ausschüttungen. Als institutionelle Investoren kümmern sich diese um die Rückforderung ausländischer Quellensteuern und reinvestieren diese automatisch. Die USA anerkennen unsere Schweizer Vorsorgestiftungen, weshalb keine US-Quellensteuer abgezogen wird. Dies kommt letztendlich deinem Vorsorgeguthaben als Anteilseigner zugute. Einige Stiftungen weisen diese Rückforderungen explizit aus. In der 3. Säule musst du weder Dividendenerträge noch Vermögenssteuer darauf zahlen.
Tipp für ausländische Arbeitnehmer – die Quellenbesteuert werden
Arbeitnehmer mit Aufenthaltsbewilligung B können in die Säule 3a einzahlen und zahlen bis zum Erhalt der Niederlassungsbewilligung C Quellensteuer, die der Arbeitgeber monatlich abzieht.
Die Einzahlungen in die Säule 3a sind vom steuerbaren Einkommen abziehbar, was zu einer nachträglichen Korrektur der Quellensteuer führt.
Das kantonale Steueramt erstattet die Differenz nach Einreichung eines schriftlichen Gesuchs bis Ende März des Folgejahres. Basis ist die jährliche Einzahlungsbescheinigung der Bank. Die Steuerämter stellen Vorlagen für Rückerstattungsgesuche online bereit.
Der Steuervorteil von SWAP basierten ETFs
SWAP ETFs verwenden anstelle von direkten Aktieninvestments:
Dank der sogenannten "871(m)-Regulierung" können synthetische ETFs die US-Quellensteuer komplett umgehen
Ergebnis: Bis zu 30% mehr Netto-Dividendenertrag bei US-Aktien!
Besonders interessant für thesaurierende ETFs, da der Steuervorteil reinvestiert wird
Beispiel: Ein physischer S&P 500 ETF mit 2% Dividendenrendite verliert 0,6% durch US-Quellensteuern. Der synthetische ETF behält die vollen 2%, sprich rund 43% mehr für dich!
Der Haken: Kontrahentenrisiko. Du bekommst nichts geschenkt. SWAP ETFs haben ein Gegenparteirisiko, falls die Swap-Partner in Schwierigkeiten geraten. Die grossen Anbieter sichern das jedoch gut ab.
Vermögensverwaltungskosten absetzen
Du kannst die Depotgebühren (Wertschriftenkosten) deiner Bank von der Steuer absetzen. Nicht abzugsfähig sind hingegen Transaktionskosten für den Kauf und Verkauf von ETFs sowie Beratungshonorare im Zusammenhang mit deinen Investments.
Die Pauschalabzüge fallen meist höher aus als die tatsächlichen Kosten. Hier eine Zusammenstellung von verschiedenen Kantone.
Was genau ist ein UCITS ETF? UCITS (Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities) sind ETFs, die sich in mehreren wichtigen Aspekten von anderen Fonds unterscheiden:
Strenge Regulierung: UCITS ETFs unterliegen den strengsten Anlagevorschriften in Europa und bieten dadurch ein hohes Mass an Anlegerschutz
Risikostreuung: Maximal 10% des Fondsvermögens dürfen in Wertpapiere eines einzelnen Emittenten investiert werden. Bei Indexfonds sind unter bestimmten Bedingungen bis zu 20% möglich
Liquiditätsanforderungen: UCITS ETFs müssen mindestens 90% in börsennotierte und liquide Wertpapiere investieren
Transparenzpflicht: Regelmässige Berichterstattung über Zusammensetzung, Risiken und Kosten ist vorgeschrieben
Europäischer Pass: UCITS ETFs können in allen EU-Ländern und der Schweiz ohne zusätzliche Zulassung vertrieben werden
Diese strengen Vorschriften machen UCITS ETFs besonders attraktiv für Privatanleger, da sie ein hohes Mass an Sicherheit und Transparenz bieten.
Tipp: US-ETFs trumpfen oft mit extrem günstigen Gebühren auf. US-ETFs unterliegen anderen regulatorischen Rahmenbedingungen und können zusätzliche Steuern oder Risiken mit sich bringen. Mit Domizil Schweiz, Irland und Luxemburg liegst du im grünen Bereich.
Tipp: US-ETFs trumpfen oft mit extrem günstigen Gebühren auf. US-ETFs unterliegen anderen regulatorischen Rahmenbedingungen und können zusätzliche Steuern oder Risiken mit sich bringen. Mit Domizil Schweiz, Irland und Luxemburg liegst du im grünen Bereich.
Der Broker-Sitz: Warum er für Schweizer entscheidend ist
Der Sitz deines Brokers spielt eine entscheidende Rolle für deine steuerliche Situation als Schweizer Anleger. Hier die wichtigsten Unterschiede:
1. US-Erbschaftssteuer – Das grösste Risiko
Schweizer Broker ✅
Keine US-Erbschaftssteuer auf US-Wertpapiere
Deine Aktien/ETFs gelten nicht als "US situs assets"
Völlig sicher, unabhängig von der Depothöhe
US-Broker ⚠️
Bis zu 40% US-Erbschaftssteuer auf US-Wertpapiere
Greift bereits ab 60'000 USD US-Investments
Gilt auch für Schweizer ohne US-Staatsbürgerschaft
Beispiel: 500'000 CHF in US-ETFs → bis zu 200'000 CHF Steuern im Todesfall!
2. Quellensteuer-Rückforderung
Schweizer Broker ✅
Einfache Rückforderung via Steuererklärung
DA-1 Formular ausfüllen → 15% zurück
Weitere 15% nach definitiver Steuerveranlagung
Bank erledigt vieles automatisch
Ausländischer Broker 🟡
Komplizierter Prozess
DA-1 Formular für erste 15%
Weitere 15% beim Broker nachfragen
Mehr Aufwand, aber machbar
Broker mit QI-Status ✅
Qualified Intermediary (z.B. Interactive Brokers)
Automatisch nur 15% Quellensteuer (statt 30%)
W-8BEN Formular wird verwendet
Steht auf offizieller IRS-Liste
3. Praktische Empfehlung
Für die meisten Schweizer Anleger:
✅ Schweizer Broker/Bank (Swissquote, Cornèrtrader, PostFinance, etc.)
Maximale Sicherheit vor US-Erbschaftssteuer
Einfache Steuerhandhabung
Keine zusätzlichen Risiken
Alternative mit Vorsicht:
🟡 EU-Broker mit niedrigen Gebühren
Nur wenn US-Investments unter 60'000 USD bleiben
Oder nur UCITS ETFs (keine US-domizilierten ETFs)
Nicht empfohlen:
❌ US-Broker
Risiko der 40% Erbschaftssteuer zu hoch
Nur für sehr erfahrene Anleger mit kleinen US-Positionen
Wichtig für Pensionsplaner: Die US-Erbschaftssteuer ist für Kunden mit grösseren Depots besonders relevant. Bei Vermögen über 60'000 USD in US-Wertpapieren und einem US-Broker kann die Familie bis zu 40% des Wertes verlieren – zusätzlich zur normalen Schweizer Erbschaftssteuer!
US Quellensteuer und die “spezial” Fälle für dich als Schweizer
Als Schweizer gibt es einige Spezialfälle zu beachten: Es macht einen Unterschied, ob deine Bank in der Schweiz ist oder nicht. Auch welche Bank spielt eine Rolle. Wenn du einen grossen Teil deines Vermögens in den USA investiert hast, musst du möglicherweise sogar die hohe US-Erbschaftssteuer berücksichtigen. So, ein nach dem anderen.
ETF Quellensteuer – der häufigste Fall
Ganz ähnlich wie die Verrechnungssteuer in der Schweiz. Auch hier erhältst du deine Quellensteuer zurück, sobald du die definitive Steuerbescheid hast.
Schritt
Beispiel
Steuerbelastung
1. US-Unternehmen
Apple, Microsoft
30 % Quellensteuer in den USA
2. ETF-Domizil (Irland)
Vanguard World ETF
15% der US Quellensteuer in Irland
(zwischen Irland und CH keine Steuern)
3. Anleger-Heimatland
Schweizer Anleger
Einkommenssteuer je nach Einkommen, Wohnort, Konfession.
Wichtig zu wissen: Die Quellensteuer kann laut kantonaler Steuerbehörde nur zurückverlangt werden, wenn sie über 100 Franken beträgt. Mein Tipp: Falls deine Quellensteuer Beispielsweise um die 90 Franken liegt, kannst du versuchen, diesen Betrag als Spende an das jeweilige Land in deiner Steuererklärung abzuziehen. Nach dem Motto: Probieren geht über Studieren.
US Einzeltitel im Depot – wie ist die Quellensteuer dann?
Neben dass du in der Schweiz steuerpflichtig bist, ist die erste Frage , wo ist der Sitz deines Brokers?
Broker in der Schweiz
Wenn du eine Schweizer Bank oder Broker hast (der Unterschied erkläre ich dir in diesem Blog), kannst du dich entspannen. Mit dem Ausfüllen der Steuererklärung und dem Formular DA-1 erhältst du die ersten 15% rückerstattet. Die anderen 15% erhältst du erst, wenn die Steuerveranlagung definitiv ist.
Broker im Ausland
Hast du einen Ausländischen Broker, dann wird es komplizierter. Je nach Land sind auch andere Regeln. Als Faustformel kann ich dir sagen, mit dem Formular DA-1 erhältst du mal die ersten 15%, die weiteren musst du dich bei deinem Broker informieren. Dann haben wir noch die Ausnahme.
Bank ist im Ausland und ist Qualified Intermediary
Ein Qualified Intermediary (QI) ist ein IRS (das ist die US Steuerbehörde)-zertifizierter Finanzintermediär für reduzierte Quellensteuersätze. Die wichtigsten Vorteile:
Direkte Steuerreduktion: Sofortige Anwendung des reduzierten Satzes (15% statt 30%)
Einfache Dokumentation: Einmaliges Ausfüllen des W-8BEN Formulars genügt
Obligationen oder Aktien? Diese Frage stellt sich den meisten Anlegern in der Schweiz irgendwann. Ich erkläre dir, was diese Anlageklassen genau sind, wie sie funktionieren, und welche Chancen und Risiken sie mit sich bringen. Ausserdem erhältst du konkrete Empfehlungen (inklusive Empfehlungsliste Obligationen 2025 und Aktien-Tipps) sowie praxisnahe Beispiele. Mein Ziel ist es, dir fundiertes Wissen zu vermitteln und zu zeigen, wie eine professionelle Anlageberatung mit ganzheitlichen Beratungsansatz dich bei deiner Anlagestrategie unterstützen kann.
Was sind Obligationen und Aktien?
Obligationen (auch Anleihen oder Bonds – wie James Bond – genannt) sind festverzinsliche Wertpapiere, mit denen sich beispielsweise Staaten, Kantone oder Unternehmen Geld am Kapitalmarkt leihen. Als Käufer einer Obligation gibst du dem Herausgeber (auch Emittenten genannt) einen Kredit: Du erhältst regelmässige Zinszahlungen (Coupons) und am Ende der Laufzeit den Nominalbetrag, sprich dein Geld, zurück. Eine Obligation ist damit eine Schuldverschreibung – im Gegensatz zur Aktie, die einen Eigentumsanteil an einem Unternehmen darstellt.
Aktien dagegen verbriefen einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft. Als Aktionär wirst du Miteigentümer des Unternehmens, mit Rechten (z.B. Stimmrecht in der Generalversammlung) und dem Anspruch auf Gewinnbeteiligung (Dividenden), sofern diese ausgeschüttet werden. Der Wert deiner Aktie hängt vom Erfolg des Unternehmens und der Stimmung am Markt ab – er kann steigen (Kursgewinne) oder fallen, und im Extremfall (bei Konkurs) sogar auf null sinken.
Unterschiede im Überblick: Obligationen bedeuten Forderungen (du bist Gläubiger) und bieten fixierte Zinsen; Aktien bedeuten Beteiligung (du bist Eigentümer) und bieten variable Gewinnchancen. Obligationäre haben kein Stimmrecht und erhalten ihr Geld bei Fälligkeit zurück (ausser bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners), während Aktionäre Stimmrechte besitzen und auf eine unbegrenzte Wertsteigerung hoffen, aber auch Verlustrisiken tragen. Dafür werden Aktionäre im Konkursfall zuletzt bedient, Obligationäre dagegen vorrangig. Kurz gesagt: Obligationen = Fremdkapital, Aktien = Eigenkapital.
🤔 Wortabstammung von Obligation
Das Wort „Obligation" stammt aus dem Lateinischen obligatio, was wörtlich „eine Bindung" oder „Verpflichtung" bedeutet. Es leitet sich vom Verb obligare ab, das „anbinden" oder „verpflichten" bedeutet (ob = „zu" + ligare = „binden"). Ursprünglich wurde der Begriff im Römischen Recht verwendet, um ein Schuldverhältnis zwischen zwei Parteien zu beschreiben. Im modernen Kontext bezeichnet eine Obligation ein Wertpapier, das eine Forderung oder Schuld repräsentiert. – Wikipedia –
🤔 Wortabstammung von Aktie
Das Wort "Aktie" stammt vom mittelniederdeutschen axie ("Anspruch") und dem lateinischen actio (Klageanspruch/Handlung). Der Begriff erschien erstmals 1472 in Bremen, wurde durch die Niederländische Ostindien-Kompanie (1603) geprägt und setzte sich im 17. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum durch. – Wikipedia –
Chancen und Risiken von Obligationen
Obligationen gelten traditionell als sichere und berechenbare Anlageform. Hier die wichtigsten Chancen und Risiken im Überblick:
Stabile Erträge: Hochwertige Obligationen bieten verlässliche Zinszahlungen und bei Fälligkeit die Rückzahlung des Nominalwerts. Das macht sie planbar und geeignet für Anleger, die regelmässige Erträge wünschen. Bei Emittenten mit erstklassiger Bonität (z.B. der Schweizer Staat) ist das Ausfallsrisiko minimal, allerdings sind dann auch die Zinsen niedrig. Kein bis kleines Risiko entspricht auch keinen Zinsen.
Wenig Volatilität: Obligationenkurse schwanken in der Regel weniger stark als Aktienkurse. In vielen Marktphasen tragen Anleihen zur Portfoliostabilität bei. In den letzten 20 Jahren halfen Obligationen fast immer, Verluste aus Aktien abzufedern, wenn die Börse stark einbrach. (Eine Ausnahme war die jüngste Inflationskrise 2021/22, in der sowohl Aktien als auch Anleihen temporär litten.)
Zinsänderungsrisiko: Steigende Marktzinsen können zu Kursverlusten bei bestehenden Obligationen führen – neue Anleihen werden dann mit höheren Zinsen ausgegeben und machen ältere weniger attraktiv. Umgekehrt steigen die Kurse vorhandener Bonds, wenn das Zinsniveau fällt. Dieses Risiko wird durch die Duration gemessen (Faustregel: je länger die Laufzeit, desto stärker reagiert der Kurs auf Zinsänderungen). Was eine Duration ist, erkläre ich weiter unten.
Kreditrisiko: Bei Unternehmensanleihen besteht das Bonitätsrisiko – verschlechtert sich die Finanzlage oder das Rating des Unternehmens, können die Bond-Kurse fallen oder im schlimmsten Fall zahlt der Schuldner Zins und Tilgung nicht mehr (Ausfallrisiko). Deshalb sollte bei Einzelobligationen auf solide Schuldner (mindestens Investment Grade Rating – AAA bis BBB) geachtet werden. Hochzinsanleihen (High Yield Bonds) locken zwar mit höheren Zinsen, haben aber ein deutlich höheres Ausfallrisiko und eignen sich nur für risikobewusste Anleger in kleiner Beimischung.
Inflationsrisiko: Fixe Zinscoupons können durch Inflation an Kaufkraft verlieren. Wenn die Teuerung hoch ist, sinkt der reale Ertrag von Obligationen – ein Nachteil gegenüber Aktien, die langfristig eher mit der Inflation steigen können. Inflationsindexierte Anleihen bieten hier einen Schutz, sind aber im Schweizer Markt rar.
Zusatz-Tipp: Wer Obligationen bis zur Fälligkeit hält, für den sind zwischenzeitliche Kursschwankungen eigentlich nebensächlich – man bekommt am Ende den Nennwert zurück (sofern es die Firma noch gibt ). Das wirkliche Risiko bei qualitativ hochwertigen Anleihen liegt daher primär in der Inflation und weniger in Kursverlusten, solange man nicht vorzeitig verkaufen muss.
Chancen und Risiken von Aktien
Aktien sind chancenreiche Anlagen, bergen aber auch erhebliche Risiken. Im Folgenden die wichtigsten Chancen und Risiken von Aktien:
Wachstumspotenzial: Aktien bieten langfristig die höchsten Renditechancen. Sie partizipieren am Unternehmensgewinn und -wachstum. Erfolgreiche Firmen steigern ihren Aktienkurs und schütten Dividenden aus. So konnten breit gestreute Aktienportfolios historisch jährliche Renditen im hohen einstelligen Prozentbereich erzielen – durchschnittlich 2-3x soviel wie Anleihen. Bei längerem Anlagehorizont besteht die Chance, dass Kursgewinne Schwächephasen mehr als ausgleichen.
Dividenden: Viele Schweizer Aktien zahlen regelmässige Dividenden. Beispielsweise bieten etablierte SMI-Konzerne wie Nestlé oder Novartis Dividendenrenditen um 3% jährlich, Versicherungsaktien wie Zurich Insurance Group oder Swiss Re sogar um 4–5%. Diese Ausschüttungen wirken wie ein „Zins“ auf die Aktienanlage und federn Kursschwankungen etwas ab.
Volatilität: Aktienkurse können stark schwanken. Kurzfristig sind auch Verluste von 20–50% (oder mehr) möglich, etwa in Finanzkrisen oder bei unternehmensspezifischen Problemen. Diese hohe Volatilität erfordert Nervenstärke und einen genügend langen Atem, um Abschwünge auszusitzen. Wer etwa 2020 im Corona-Crash oder 2022 bei geopolitischen Krisen investiert war, erlebte drastische Kursrückgänge – allerdings konnten sich die Märkte danach wieder erholen.
Unternehmensrisiko: Als Aktionär trägst du das volle Geschäftsrisiko eines Unternehmens mit. Schlechte Gewinne, Managementfehler, Skandale oder neue Konkurrenten können den Aktienkurs einbrechen lassen. Im Extremfall (Insolvenz) droht der Totalverlust, da Aktionäre im Gegensatz zu Obligationären im Konkursfall zuletzt bedient werden. Eine breite Diversifikation über viele Aktien minimiert das einzelnes Unternehmensrisiko.
Bewertungsrisiko: Aktien können zeitweise überbewertet sein. Ein hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV – ø ca. > 19 je nach Branche) oder andere Kennzahlen können darauf hindeuten, dass viel Zukunftsfantasie im Kurs steckt. Sollten die Erwartungen enttäuscht werden, korrigiert der Kurs nach unten. Umgekehrt können unterbewertete Aktien bei Trendwende plötzlich kräftig steigen. Die richtige Bewertung zu finden, erfordert Erfahrung.
Chancen/Risiken zusammengefasst:Obligationen bieten Stabilität und planbare Zinsen, sind aber langfristig renditeschwächer und durch Zinsänderungen sowie Inflation bedroht. Aktien bieten Wachstum und Inflationsschutz, gehen aber mit hoher Volatilität und Verlustrisiken einher. Eine ausgewogene Anlagestrategie kombiniert idealerweise beide, um Chancen zu nutzen und Risiken zu streuen – dazu später mehr unter Diversifikation.
Für wen eignen sich Obligationen vs. Aktien? (Anlegerprofile)
Je nach Anlegertyp und finanzieller Situation eignet sich ein unterschiedlicher Mix von Aktien und Obligationen. Hier einige typische Profile und Überlegungen:
Konservativer Anleger (sicherheitsorientiert): Du willst vor allem Kapital erhalten und stabile Zinseinnahmen erzielen. Dein Anlagehorizont ist eher kurz- bis mittelfristig, grosse Kursschwankungen möchtest du vermeiden. Für dich sind Obligationen Schweiz in hoher Gewichtung sinnvoll – etwa Schweizer Bundesobligationen (geben aktuell kaum Zins – 0.3-0.5%!) oder erstklassige Unternehmensanleihen (da wird es schon interessanter ;-). Diese bieten planbare Renditen bei minimalem Ausfallrisiko. Ein kleiner Aktienanteil (vielleicht 20–30%) kann beigemischt werden, um etwas Wachstumspotenzial zu haben, aber der Grossteil des Portfolios bleibt in festverzinslichen Anlagen.
Ausgewogener Anleger (mittleres Risiko): Du verfolgst einen Mix aus Sicherheit und Wachstum. Dein Zeithorizont ist mittel- bis langfristig. Eine oft empfohlene Aufteilung für ausgewogene Profile ist ungefähr 50% Aktien und 50% Obligationen, um von beiden Welten zu profitieren. Die Obligationen-Komponente stabilisiert in der Regel das Portfolio und liefert Einkommen, während die Aktien-Komponente für Wachstum sorgt. Dieses Profil passt z.B. zu Anlegern mittleren Alters oder solchen, die für die Pension vorsorgen, aber noch einige Jahre Zeit haben. Auch andere Kombinationen sind sehr interessant und bringen zu einem ausgewogene Anlage, mit geringeren Schwankungen und Risiken. Mehr Infos erhältst du bei meinen Beratungen.
Dynamischer Anleger (risikofreudig): Du hast einen langen Anlagehorizont (10+ Jahre), verfügst über finanzielle Rücklagen und kannst auch grössere Schwankungen aushalten. Dein Fokus liegt klar auf Wertzuwachs. Für dich bietet sich ein hoher Aktienanteil an (z.B. 70–100% Aktien) und nur ein kleiner Teil in Obligationen zur Stabilisierung oder Opportunitätenwahrnehmung. Insbesondere jüngere Anleger oder gut informierte Investoren mit hoher Risikofähigkeit setzen verstärkt auf Aktien, da diese über lange Zeiträume die höheren Renditen abwerfen. Obligationen dienen hier nur als Liquiditätsreserve oder zur Beimischung, etwa in turbulenten Zeiten etwas aufzustocken, um bei Bedarf Aktien nachkaufen zu können.
Natürlich sind dies nur grobe Richtwerte. In der Praxis hängt die ideale Aufteilung von Risikofähigkeit, Risikobereitschaft und Anlagehorizont ab. Ein Finanzberater ermittelt dein persönliches Anlegerprofil und erstellt eine individuelle Vermögensaufteilung (z.B. 80/20, 60/40, 30/70 etc.), die genau zu deinen Zielen passt. Wichtig ist, dass du dich mit der Mischung wohlfühlen kannst und auch in schwierigen Börsenphasen an deiner Strategie festhalten kannst.
Obligationen und Anleihen Schweiz: Marktüberblick
Wie sieht der Schweizer Obligationenmarkt konkret aus? In diesem Abschnitt betrachten wir die wichtigsten Segmente: Staatsanleihen des Bundes (“Eidgenossen”), Unternehmensanleihen und die praktische Seite des Handels (kotierte Anleihen).
Schweizer Staatsobligationen (Eidgenossen): Die Anleihen des Bundes (auch liebevoll „Eidgenossen“ genannt) sind das Sicherste vom Sichersten. Die Schweiz hat AAA-Ratings von allen grossen Ratingagenturen, weshalb Schweizer Staatsanleihen sehr niedrige Coupons aufweisen. In der Vergangenheit lagen die Renditen 10-jähriger Eidgenossen zeitweise sogar im negativen Bereich (Investoren waren bereit, dem Bund Geld zu zahlen, nur um Sicherheit zu haben!). Aktuell, im Jahr 2025, rentieren eidgenössische 10-Jahres-Anleihen wieder leicht positiv – dazu gleich mehr. Bundesobligationen werden hauptsächlich von institutionellen Anlegern gehalten, aber auch Privatanleger können sie kaufen (über Banken oder Börse). Die Zinsen sind zwar gering, aber Ausfallrisiko und Schwankungen praktisch null, was diese Obligationen in der Schweiz zum Grundbaustein für konservative Portfolios macht. Typischerweise werden neue Bundesanleihen vom Bund via Auktion emittiert und anschliessend an der Börse gehandelt.
Unternehmensanleihen (Corporate Bonds): Neben dem Staat begeben auch viele Firmen Obligationen in Schweizer Franken. Darunter finden sich sowohl Schweizer Unternehmen (z.B. Grosskonzerne, Banken, Versicherer) als auch ausländische Unternehmen, die in CHF denominierte Anleihen begeben. Solche CHF-Unternehmensanleihen bieten meist etwas höhere Zinsen als Eidgenossen, entsprechend dem höheren Risiko gegenüber dem Staat. Beispiel: Eine CHF-Anleihe der BAT International Finance plc (BBB+ Rating) mit Laufzeit bis 2026 bietet etwa 0,7% Rendite – deutlich höher als gleichlaufende Staatsanleihen (~0,5%), aber eben mit Unternehmensrisiko. Erstklassige Schweizer Firmen mit AA-Rating liegen mit ihren Anleihen oft nur wenig über Staatsniveau (z.B. 0,5–1% Rendite). Für höhere Renditen müssen Anleger zu niedrigeren Ratings greifen (BBB oder tiefer) – hier steigen Zinsen auf 1–2%, jedoch mit dem Risiko eines Bonitätsverlusts. Insgesamt ist der Anleihenmarkt Schweiz durch die stabile Wirtschaft und Währung geprägt: Ausfälle sind selten, aber die Kehrseite sind eben recht tiefe Renditen. Anleihen von Top-Adressen wie Nestlé, Novartis oder der Zürich Versicherung sind begehrt und daher nicht hoch verzinst. Wer mehr Ertrag will, kann auf Nachranganleihen oder Hybridanleihen von Banken/Versicherern schauen, die etwas höhere Coupons bieten – aber Vorsicht: im Ernstfall können diese ausfallen oder zumindest Couponzahlungen aussetzen.
Kotierte Anleihen & Handel: Die meisten gängigen Obligationen sind an der Schweizer Börse (SIX) kotiert und können über jede Bank oder jeden Online-Broker gehandelt werden. Die Kursstellung erfolgt in Prozent des Nominals (100% = Pari). Bei Kauf/Verkauf über die Börse ist zu beachten, dass Stückzinsen anfallen: Der Marchzins (in der Schweiz gebräuchlicher Begriff für Stückzinsen) wird dem Verkäufer bezahlt und vom Käufer zusätzlich zum Kurswert entrichtet. Mehr dazu gleich im nächsten Abschnitt. Für Privatanleger, die nur kleine Beträge investieren wollen, sind zudem Fonds oder ETFs auf Schweizer Obligationen interessant – damit erhält man mit einem einzigen Investment gleich ein ganzes Bündel an Anleihen und reduziert das Klumpenrisiko. Alternativ gibt es Kassenobligationen (von Schweizer Banken herausgegebene festverzinsliche Anlagen), die jedoch oft längere Laufzeiten und weniger Handelbarkeit aufweisen. In jedem Falle gilt: Der Schweizer Obligationenmarkt bietet vom ultrakonservativen Eidgenossen bis zur Nachranganleihe alles – die Auswahl der richtigen Papiere erfordert aber Sorgfalt und Marktkenntnis. Eine Empfehlungsliste Obligationen von Experten kann hier sehr hilfreich sein.
Alternative Obligationen – Spezialformen mit eigenen Chancen und Risiken
Neben klassischen Anleihen gibt es noch einige Spezialformen von Obligationen, die besondere Merkmale und Renditechancen bieten. Diese sollten aber unbedingt mit einem spezialisierten Anlageberater besprochen werden:
Zerobonds (Nullkuponanleihen): Diese Anleihen zahlen keine jährlichen Zinsen. Stattdessen wird die Obligation unter pari (unter 100%) emittiert und bei Fälligkeit zu 100% zurückbezahlt. Der Ertrag entsteht durch die Differenz zwischen Kauf- und Rückzahlungskurs. Vorteil: keine Wiederanlageproblematik. Steuerlich in der Schweiz interessant, da der Gewinn als steuerfreier Kapitalgewinn gilt.
Pfandbriefe: Eine Schweizer Besonderheit mit erstklassiger Sicherheit. Diese werden von den Pfandbriefzentralen der Kantonalbanken und anderen Banken ausgegeben und sind durch Hypotheken besichert. Die Renditen liegen meist knapp über Staatsanleihen, bei sehr hoher Sicherheit.
Kantonsobligationen: Von den Schweizer Kantonen ausgegebene Anleihen. Sie bieten meist etwas höhere Renditen als Bundesobligationen bei immer noch sehr guter Bonität. Die genauen Konditionen variieren je nach Finanzkraft des Kantons.
Catastrophe Bonds (Cat Bonds): Eine spezielle Form von Anleihen, bei denen die Rückzahlung von Naturkatastrophen abhängt. Bieten oft höhere Renditen, aber mit dem Risiko des Totalverlusts bei Eintritt bestimmter Ereignisse. Nur für sehr erfahrene Anleger und mit professioneller Beratung geeignet!
Wandelanleihen (Convertible Bonds): Diese Anleihen können unter bestimmten Bedingungen in Aktien des emittierenden Unternehmens umgewandelt werden. Sie bieten die Sicherheit einer Anleihe plus die Chance auf Kursgewinne bei steigenden Aktienkursen.
Nachranganleihen (Subordinated Bonds): Diese Anleihen sind im Insolvenzfall anderen Verbindlichkeiten nachgeordnet. Sie bieten höhere Zinsen, tragen aber auch ein höheres Risiko. Besonders bei Banken und Versicherungen häufig.
Inflationsgeschützte Anleihen (Inflation-linked Bonds): Die Zinszahlungen und der Rückzahlungsbetrag werden an die Inflation angepasst. Bieten Schutz vor Kaufkraftverlust, aber meist mit niedrigeren Basiszinsen.
Green Bonds: Anleihen, deren Erlöse ausschliesslich in umweltfreundliche Projekte fliessen. Werden von Unternehmen, Staaten oder supranationalen Organisationen ausgegeben und gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Diese Spezialformen erfordern besonderes Know-how und eine genaue Analyse der individuellen Risiken. Empfehlung: Lass dichvon einem spezialisierten Anlageberater zu diesen Instrumenten beraten. Er kann die Eignung für dein Portfolio prüfen und die steuerlichen Aspekte berücksichtigen.
Marchzins – was ist das und warum ist er wichtig?
Der Marchzins (auch Stückzins genannt) ist ein wichtiger Begriff beim Handel mit Obligationen. Er bezeichnet den aufgelaufenen Zins zwischen zwei Zinsterminen, den der Käufer einer Anleihe dem Verkäufer zahlen muss. Hintergrund: Anleihen zahlen Zinsen meist jährlich (manchmal halbjährlich). Wenn Sie eine Anleihe zwischen diesen Zinszahlungsterminen kaufen, hat der Verkäufer für die seit dem letzten Termin verstrichene Zeit Anspruch auf die anteiligen Zinsen – diese stecken im Kurs drin. Praktisch läuft es so ab: Der Käufer zahlt den Börsenkursplus den aufgelaufenen Marchzins; am nächsten Kupontermin erhält der Käufer dann die volle Zinszahlung vom Emittenten. Unterm Strich bekommt so jeder den Zins für die Zeit, in der er die Anleihe gehalten hat.
Warum ist das nun wichtig? Zwei Gründe: Liquidität und Steuern. Erstens muss man wissen, dass beim Kauf einer Obligation unterjährig zusätzliche Kosten durch den Marchzins entstehen – dieser Betrag fliesst aber nicht an den Broker, sondern an den Vorbesitzer. Beim Verkauf erhält man den Marchzins entsprechend gutgeschrieben. Zweitens (und vor allem) gibt es in der Schweiz einen Steuereffekt: Zinsen aus Obligationen sind beim Privatkunden einkommenssteuerpflichtig, Kapitalgewinne dagegen steuerfrei. Der Marchzins wird steuerlich wie ein Teil des Kurswerts behandelt. Verkaufst du eine Anleihe kurz vor dem Zinstermin, bleibt der Marchzins (der im Verkaufskurs enthalten ist) für dich steuerfrei. Umgekehrt sollte man aus Steuergründen vermeiden, kurz vor dem Kupontermin eine Obligation zu kaufen – man würde dem Verkäufer den steuerfreien Marchzins zahlen und kurz danach selbst eine voll steuerpflichtige Zinsgutschrift erhalten. Dieses Phänomen nennt man auch die Marchzinsfalle: Der Käufer zahlt quasi dem Verkäufer einen steuerfreien Gewinn und bekommt selbst einen steuerpflichtigen Ertrag. Daher unser Tipp: Wenn möglich, achte beim Timing deines Obligationenkaufs darauf, ob demnächst ein Zinstermin ansteht. Ist es sehr kurz vorher, kann es vorteilhaft sein, bis nach dem Coupontermin zu warten (der Kurs der Anleihe wird nach dem Zinstermin nämlich um etwa den Kupon fallen – “ex Coupon” handeln – und man spart sich den Marchzins).
In Kurz: Marchzins ist der zwischenzeitlich aufgelaufene Zins. Für die Rendite macht es langfristig keinen Unterschied, da sich Kurs und Zinszahlung ausgleichen. Aber steuerlich lässt sich durch geschicktes Nutzen oder Meiden des Marchzinses ein kleiner Vorteil erzielen. Bei grösseren Beträgen oder vielen Anleihen im Depot lohnt es sich, diese Effekte mit deinem Finanzberater zu besprechen und gegebenenfalls in der Strategie zu berücksichtigen.
Rendite auf Verfall vs. aktuelle Zinszahlungen
Beim Vergleich von Obligationen stösst du häufig auf den Begriff Rendite auf Verfall (auch Verfallrendite oder Yield to Maturity, YTM genannt). Was bedeutet das und wie unterscheidet es sich vom aktuellen Zinscoupon?
Die Rendite auf Verfall gibt an, wie hoch die jährliche Gesamtrendite einer Obligation ist, wenn sie bis zur Fälligkeit gehalten wird. Einfach gesagt beinhaltet die Verfallrendite alle Erträge: die laufenden Zinszahlungen und den Effekt, dass die Anleihe am Ende zu 100% zurückgezahlt wird. Liegt der aktuelle Kurs unter 100%, erzielt man zusätzlich einen Kapitalgewinn bis zur Fälligkeit (der die Rendite erhöht). Liegt der Kurs über 100%, ergibt sich bis Fälligkeit ein Kapitalverlust (der die Rendite vermindert). Die Rendite auf Verfall ist also ein umfassenderer Massstab als der blosse Coupon.
Beispiel: Eine Obligation hat einen Coupon von 1% und läuft noch 5 Jahre. Wenn ihr Kurs genau 100% beträgt, ist die Rendite auf Verfall = 1% (man bekommt ja genau den Coupon als Ertrag). Steht die Anleihe aber z.B. bei 95%, dann ist die effektive Rendite höher: Man erhält 1% Zins pro Jahr plus am Ende 5% Kursgewinn (von 95 auf 100). Die Rendite auf Verfall läge in diesem Fall etwa bei ~2% p.a. umgerechnet. Umgekehrt, stünde der Kurs bei 105%, wäre die Verfallrendite unter 1%, da man zwar 1% Zins bekommt, aber bis Laufzeitende 5% an Kursverlust hinnehmen muss.
Aktuelle Zinszahlungen (Couponrendite): Damit ist meist die laufende Verzinsung gemeint, also Coupon geteilt durch aktuellen Kurs. Im obigen Beispiel wäre das bei Kurs 95%: 1%/95% ≈ 1,05% laufende Zinsrendite. Diese Kennzahl berücksichtigt aber nicht den Effekt der Rückzahlung zu pari und eignet sich daher nur für einen groben Vergleich der Einkommenskomponente. Wirklich entscheidend für Anleger ist die Rendite auf Verfall, denn sie zeigt den Gesamtertrag an, den man erwarten kann.
Warum ist das wichtig? Gerade bei unterschiedlichen Kupons und Kursen ermöglicht erst die Verfallrendite einen fairen Vergleich. Eine Anleihe mit hohem Coupon, die aber weit über Pari notiert, kann am Ende weniger Rendite bringen als eine niedrig verzinste Anleihe unter Pari. Anleihen mit gleicher Verfallrendite werfen (sofern kein Ausfall) für den Haltedauern-Investor den gleichen Ertrag ab, egal ob der Coupon hoch oder niedrig ist. Die Verfallrendite berücksichtigt auch den Marchzins und Wiederanlageeffekte (unter der Annahme, man könne die Kupons zum gleichen Zinssatz reinvestieren). Beachte: Die ausgewiesene Rendite auf Verfall geht von einer Hold-to-Maturity-Strategie aus. Verkaufst du vorher, kann deine tatsächliche Rendite abweichen, je nach dann geltendem Kurs.
Für Investoren heisst das: Achten bei Obligationen weniger auf den Coupon und mehr auf die Rendite auf Verfall. Letztere spiegelt den effektiven Ertrag wider. In den Kurslisten und Empfehlungstabellen (z.B. von Banken) wird daher i.d.R. die Verfallrendite angegeben. Natürlich solltest du auch Bonität und Laufzeit im Blick haben – eine höhere YTM geht meist mit höherem Risiko oder längerer Bindung einher.
Schweizer Staatsanleihen 10 Jahre – aktuelle Zinsen, Trends und Kaufmöglichkeiten
Aktuelle Zinsen: Werfen wir einen gezielten Blick auf die 10-jährigen Schweizer Staatsanleihen (den vielbeachteten Richtwert im Obligationenmarkt). Anfang 2025 liegen die Zinsen (Renditen) dieser Schweizer Staatsanleihen etwa bei 0,3–0,5% pro Jahr. Konkret betrug die Rendite der 10-jährigen Eidgenossenschaft am 1. April 2025 rund 0,458%. Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung, wenn man bedenkt, dass vor einigen Jahren die Rendite noch im negativen Bereich lag. Zum Vergleich: In der Eurozone rentiert eine 10-jährige deutsche Bundesanleihe aktuell um ca. 2,7%, in den USA eine gleichlange Treasury sogar um ~3,8–4,0%. Die Schweiz bleibt also ein Niedrigzinsland – ein Spiegelbild der stabilen Schweizer Wirtschaft, niedrigen Inflation und starken Währung.
Trend: Im Verlauf der letzten Jahre sahen wir bei Schweizer Staatsanleihen einen Zinsanstieg von deutlich unter 0% zurück in den positiven Bereich. 2022 stiegen im Zuge globaler Inflation die Renditen rasch an und überschritten die Nulllinie. Anfang 2023/2024 lag die 10J-Rendite zeitweise um 0,6%, ging dann aber im Laufe von 2024 auf ca. 0,3% zurück. Nun, 2025, pendeln die Renditen um ~0,5%. Die Markterwartung laut Prognosen ist, dass die Rendite vorerst in diesem niedrigen positiven Korridor verbleibt. Gründe: Die Inflation in der Schweiz ist moderat (Verbraucherpreise +0,3% Feb. 2025), und die SNB hat nach ihren Zinserhöhungen den Leitzins auf derzeit 0,25% gesenkt. Einige Marktbeobachter rechnen bei weiteren Konjunkturabschwächungen sogar mit der Rückkehr zu Null- oder Negativzinsen bis Ende des Jahrzehnts – sicher ist das aber nicht. Für Anleger bedeuten diese Trends: Schweizer Staatsanleihen werden wohl weiterhin sehr niedrige Renditen bieten. Sie dienen primär der Sicherheit, weniger der Rendite-Maximierung. Sollten globale Zinsen wieder fallen (etwa bei Rezessionsgefahr), könnten Eidgenossen-Kurse steigen (Renditen sinken Richtung 0%). Umgekehrt ist bei überraschend starker Inflation auch ein Anstieg auf 1%+ denkbar, was Kursverluste bedeuten würde. Insgesamt erscheint das Potenzial aber begrenzt – „Eidgenossen“ bleiben ein Stabilitätsanker mit bescheidenem Zins.
Kaufmöglichkeiten: Wie kann man als Privatanleger Schweizer Staatsanleihen kaufen? Direkt vom Bund erwerben meistens nur Banken/Grossanleger bei Neuemissionen (Auktionen). Als Privatanleger kauft man am Sekundärmarkt, sprich über die Börse oder die Hausbank. Jede Schweizer Staatsanleihe hat eine Valorennummer/ISIN und kann ähnlich wie eine Aktie gehandelt werden. Die Stückelungen sind oft 5’000 CHF oder 1’000 CHF, sodass der Mindestbetrag überschaubar ist. Die Kurse der gängigen Laufzeiten werden täglich veröffentlicht (z.B. in Wirtschaftszeitungen oder Online-Finanzportalen). Wenn du konkret z.B. eine 10-jährige Bundesobligation erwerben möchtest, kannst du deiner Bank einen entsprechenden Auftrag geben (Kauf z.B. von Swiss Gov 0.5% 2032 etc.). Zu beachten sind neben dem Preis auch hier Marchzinsen (bei Kauf zwischen Couponterminen). Eine alternative Möglichkeit für Privatanleger sind ETF oder Fonds auf Schweizer Staatsanleihen. Diese kaufen einen Korb verschiedener Laufzeiten; Beispiele sind Fonds von iShares, UBS etc., die einen Schweizer Staatsanleihenindex nachbilden. Damit erhältst du mit einem Trade ein ganzes Bündel Eidgenossen. Der Nachteil sind kleine Verwaltungsgebühren und die Tatsache, dass der Fonds ständig rolliert (also kein definiertes Laufzeitende hat). Wer gezielt eine bestimmte Laufzeit halten will, nimmt eher die Einzelanleihe; wer bequem und breit gestreut investieren will, greift zum Fonds. Für Neukunden einer Finanzberatung kann es sinnvoll sein, erst einmal über Fonds eine Position in Staatsanleihen aufzubauen. Dein Berater kann dann immer noch im passenden Moment auf Einzelanleihen umschichten, wenn es Opportunitäten Gelegenheiten gibt (z.B. Neuemissionen mit etwas höherem Kupon) und das Depot genug diversifiziert ist. Generell gilt: Schweizer Staatsanleihen kauft man nicht für die Rendite, sondern für die Sicherheit.
Wichtige Kennzahlen für Obligationen und Aktien verstehen
Sowohl bei Obligationen als auch bei Aktien gibt es einige Kennzahlen, die dir helfen, die Attraktivität einer Anlage einzuschätzen. Hier ein Überblick der wichtigsten Kennziffern und wie man sie interpretiert:
Kennzahlen bei Obligationen
Coupon (Nominalzins): Dies ist der feste Zinssatz, den die Anleihe pro Jahr auf den Nominalwert zahlt (z.B. 1.5% p.a.). Der Coupon bestimmt die Höhe der Zinszahlung, sagt aber alleine wenig über die Güte der Anlage aus – wichtig ist der Coupon v.a. in Relation zum aktuellen Kurs (siehe „laufende Rendite“).
Rendite auf Verfall (YTM): Wie oben ausführlich erläutert, die effektive jährliche Rendite, falls man die Obligation bis zur Fälligkeit hält. Sie berücksichtigt Couponzahlungen und den Kursgewinn/-verlust bis zur Rückzahlung. Diese Kennzahl ist zentral, um Anleihen miteinander zu vergleichen. Sie wird in Prozent p.a. angegeben. Ein Blick auf die YTM zeigt z.B., dass eine 10-jährige Unternehmensanleihe A 1.2% Rendite bringt, während eine 5-jährige Staatsanleihe B 0.4% bringt – trotz eventuell höherem Coupon von B.
Rating: Die grossen Ratingagenturen (S&P, Moody’s, Fitch) vergeben Ratings zur Bonität des Emittenten. Von AAA (höchste Qualität) über AA, A, BBB (noch Investment Grade) bis hin zu BB und darunter (High Yield/Junk). Das Rating beeinflusst direkt die verlangte Rendite: Je schlechter das Rating, desto höher der Zins als Risikoprämie. Achte auf das Rating einer Obligation – alles im Investment Grade (AAA bis BBB-) gilt als relativ sicher, darunter wird es spekulativ.
Duration: Die Duration misst die Zinsempfindlichkeit einer Anleihe. Sie gibt näherungsweise an, um wieviel Prozent der Kurs fällt, wenn das Zinsniveau um 1% steigt (und umgekehrt). Lange Laufzeiten = hohe Duration = starkes Reagieren auf Zinsänderungen. Kurze Laufzeiten = niedrige Duration = relativ stabile Kurse selbst bei Zinsänderungen. Für Anleger bedeutet das: Wenn du steigende Zinsen erwartest, solltest du Anleihen mit kurzer Duration halten (z.B. via kurzlaufende Bonds oder Flexibilisierung). Bei fallenden Zinsen hingegen bringen langfristige Bonds Kursgewinne.
Stückzinsen/Marchzins: Wie zuvor beschrieben, der aufgelaufene Zins seit letztem Kupontermin, den der Käufer zusätzlich zahlt bzw. der Verkäufer erhält. Diese Grösse ist wichtig bei der Abrechnung, fliesst aber nicht in die Berechnung der Rendite auf Verfall ein (sie wird dort bereits berücksichtigt). Für die Steuer und Cashflow-Planung ist sie dennoch relevant (siehe Abschnitt Marchzins oben).
Konvexität: Für sehr fortgeschrittene Anleger – dies misst die Nicht-Linearität der Kursreaktion auf Zinsänderungen (eine Ergänzung zur Duration). Konvexität spielt im normalen Anlagealltag selten eine Rolle, es sei denn, man handelt grosse Anleihebestände oder exotische Bonds.
Kennzahlen bei Aktien
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Das KGV ist die wohl bekannteste Aktienkennzahl. Es berechnet sich als Aktienkurs geteilt durch den jährlichen Gewinn pro Aktie. Beispiel: Firma X hat 5 CHF Gewinn/Aktie, und die Aktie kostet 100 CHF, dann ist KGV = 20. Das KGV sagt aus, das das Unternehmen mit dem 20-fachen seines Jahresgewinns bewertet ist. Ein hohes KGV (z.B. > 25) kann bedeuten, dass Anleger hohe Wachstumserwartungen haben (oder die Aktie überteuert ist). Ein niedriges KGV (< 10) kann auf Unterbewertung hindeuten (oder auf Probleme, die den Gewinn schmälern könnten). In der Schweiz schwankte das KGV des Gesamtmarkts (SMI) in den letzten Jahren meist zwischen ca. 15 und 20. Man vergleicht KGVs gern innerhalb derselben Branche. Achtung: KGV bezieht sich oft auf erwartete zukünftige Gewinne (Forward-KGV). Als Anleger solltest du KGVs also nicht isoliert betrachten, aber sie geben einen guten ersten Eindruck zur Bewertung einer Aktie.
Dividendenrendite: Dies ist die jährliche Dividende pro Aktie geteilt durch den Aktienkurs, in %. Beispiel: Aktie Y schüttet 3 CHF Dividende aus, aktueller Kurs 100 CHF, ergibt 3% Dividendenrendite. Für viele Schweizer Aktien (v.a. Blue Chips) ist die Dividendenrendite eine wichtige Kennzahl, da etliche Unternehmen traditionell hohe Dividenden zahlen. Renditen von 2–4% sind bei Grosskonzernen nicht ungewöhnlich, manche Titel (v.a. Versicherungen, Telekom) liegen auch bei 5%+. Eine hohe Dividendenrendite kann attraktiv sein als „Zusatzertrag“, allerdings sollte man prüfen, ob die Dividende nachhaltig erwirtschaftet wird (Stichwort Payout Ratio: Verhältnis Dividende zu Gewinn). Sehr hohe Dividendenrenditen können auch ein Warnsignal sein, wenn der Kurs stark gefallen ist (Markt erwartet evtl. Kürzung der Dividende).
Volatilität / Beta: Die Volatilität misst die Schwankungsintensität eines Aktienkurses. Oft wird das Beta angegeben – es zeigt, wie stark die Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt schwankt. Beta 1 bedeutet gleiche Schwankung wie der Markt, Beta 1.2 heisst 20% volatilier als der Markt, Beta 0.8 heisst weniger volatil. Defensive Schweizer Aktien (z.B. Nestlé) haben oft Beta < 1, zyklische Werte oder Finanzwerte eher > 1. Für Anleger, die nicht so viel Risiko mögen, können niedrige Beta-Werte interessant sein. Allerdings gehen niedrig volatile Aktien nicht unbedingt immer hoch – Beta sagt nur etwas über die Historie, nicht die Zukunft. Dennoch: Ein Portfolio mit z.B. lauter hochvolatilen Nebenwerten wird nervenaufreibender sein als eines mit soliden Standardwerten.
Marktkapitalisierung: Das ist der Börsenwert eines Unternehmens (Aktienkurs * Anzahl Aktien). Swiss Market Index (SMI) umfasst z.B. die grössten 20 Schweizer Firmen, angeführt von Nestlé (~CHF 300 Mrd. Marktkap.). Marktkapitalisierung ist weniger eine Kennzahl zur Bewertung, aber wichtig für die Einordnung: Large Caps (grosse Konzerne) sind meist stabiler, Small Caps können stärker wachsen, sind aber oft riskanter und weniger liquide.
Eigenkapitalrendite, Gewinnwachstum, Margen: Dies sind fundamentalere Kennzahlen. Für einen detaillierten Aktienvergleich schaut man auch auf die Eigenkapitalrendite (Gewinn/Eigenkapital), erwartetes Gewinnwachstum (% p.a.), Gewinnmargen etc. Diese liegen jedoch schon im Bereich tieferer Analyse. Für die meisten Anleger reichen zunächst KGV und Dividendenrendite, ergänzt um qualitative Einschätzung, um ein Gefühl für eine Aktie zu bekommen.
Lerne die zentralen Kennzahlen zu lesen – bei Obligationen vor allem Rendite auf Verfall, Rating und Duration; bei Aktien insbesondere KGV und Dividendenrendite. Diese Zahlen helfen, informierte Entscheidungen zu treffen. Ein Finanzberater kann dich schulen, diese Indikatoren richtig zu interpretieren, oder dir Übersichten zur Verfügung stellen, in denen die wichtigsten Kennzahlen deiner Anlagen aufgelistet sind. So behältst du stets den Überblick.
Im Jahr 2025 ist das Zinsumfeld im Schweizer Franken zwar immer noch tief, aber deutlich attraktiver als noch vor einigen Jahren. Hier eine Empfehlungsliste von Obligationen (bzw. Anleihe-Kategorien), die für Schweizer Anleger aktuell interessant sein könnten. Diese Liste soll als Anregung dienen – für eine persönlich zugeschnittene Empfehlung solltest du jedoch eine individuelle Beratung in Anspruch nehmen, da die Eignung je nach Portfolio und Zielen variiert.
Schweizer Staatsanleihen (Eidgenossen): Für maximale Sicherheit empfehlen wir nach wie vor, einen Teil des Portfolios in eidgenössische Bundesobligationen zu halten. Beispielsweise ist die Schweizer Staatsanleihe 2033 (10-jährige Laufzeit) mit rund 0,5% Rendite auf Verfall eine Option. Auch wenn 0,5% p.a. niedrig erscheinen – als risikoloser Baustein sind Eidgenossen unschlagbar. Sie bieten Liquidität und Stabilität, was gerade in turbulenten Börsenzeiten Gold wert ist. Unsere Empfehlung: Beimischen je nach Risikoprofil 10–30% in Eidgenossen. Kaufen kann man diese entweder direkt (Einzeltitel) oder bequem über einen Staatsanleihen-ETF Schweiz. Beispiel für Einzeltitel: 0.5% Anleihe Schweiz 2025–2035 (fiktives Beispiel) oder tatsächliche ausstehende Anleihen wie die 0.25% Bundesobligation bis 2031. Für konkrete Emissionen beraten ich dich gern.
Erstklassige Unternehmensanleihen (CHF Investment Grade): Wer etwas mehr Rendite möchte, kann auf Schweizer-Franken-Unternehmensanleihen mit hoher Bonität setzen. 2025 finden sich z.B. Anleihen von Swisscom, Nestlé, Roche, UBS etc. mit Restlaufzeiten von 3–8 Jahren, die Verfallrenditen um 0,7–1,0% bieten. Ein Beispiel: 1.0% Novartis-Anleihe 2020–2027 könnte knapp 0,8% YTM bringen, oder 0,3% UBS-Anleihe 2021–2026 ähnlich um 0,6–0,7%. Diese Papiere sind sehr solide (Rating A oder höher) und eignen sich, um das Portfolio zu diversifizieren. Empfehlung: Stell eine kleine Auswahl solcher Corporate Bonds zusammen – z.B. je einen aus verschiedenen Sektoren (Bank, Pharma, Konsum, Versicherung), um Klumpenrisiken zu reduzieren. Alternativ gibt es CHF-Obligationenfonds, die das bereits erledigen. Vorteil eines eigenen kleinen Bond-Portfolios: Sie können gezielt Laufzeiten staffeln (Stichwort Laddering: z.B. ein Bond 2025, einer 2027, einer 2030 etc., um Zinsänderungsrisiko zu verteilen). Lass dich unbedingt beraten, wenn du dir nicht 100% genau weisst, was du machst. Es ist keine konkrete Empfehlung, eher Inspirationen für dich.
Inflationsgeschützte Anleihen (Linker): In CHF gibt es leider keine eigenen inflationsindexierten Staatsanleihen. Wer aber Sorge vor steigender Inflation hat, könnte über inflationsgeschützte Anleihen in EUR oder USD nachdenken, währungsgesichert auf CHF. Es gibt Fonds, die z.B. in inflationsindexierte deutsche/US-Anleihen investieren und das Währungsrisiko auf CHF hedgen. Diese liefern in einem echten Inflationsszenario deutlich bessere Realrenditen. Nachteil: Aktuell bei niedriger Inflation rentieren sie mager (teilweise sogar negative Realrendite). Als kleine Beimischung (max. 5–10%) können sie aber als Versicherung gegen plötzliche Teuerung dienen.
High-Yield- und Schwellenländer-Anleihen: Für risikofreudige Anleger kommen auch Hochzinsanleihen in Frage – sei es von niedriger gerateten Unternehmen oder Schwellenländer-Staatsanleihen (EM-Bonds). Diese können Renditen von 5–7% und mehr abwerfen. Allerdings raten wir zu Vorsicht: Diese Papiere haben deutlich höhere Ausfallsrisiken und reagieren stark auf Konjunkturumschwünge. Falls man solche Anleihen halten will, dann nur breit gestreut über einen Fonds/ETF und in kleiner Beimischung (z.B. 5% des Portfolios). Ein globaler High-Yield-Bond-ETF (möglichst währungsgesichert) könnte hier die beste Wahl sein – so verteilt sich das Emittentenrisiko. Für Anleger mit reinem CHF-Fokus gibt es auch ein paar CHF-Hochzinsanleihen, oft von kleineren Schweizer Firmen oder Fremdwährungsanleihen, die in CHF begeben wurden (sog. CHF-Global Bonds). Deren Renditen liegen vielleicht bei 2–3% für BB-Ratings. Diese können interessant sein, wenn man keine Fremdwährungsrisiken will, aber etwas mehr Ertrag als mit AAA-Bonds. Auch hier gilt: Know-How ist nötig. Unsere Empfehlung: High Yield nur mit kompetenter Beratung beimischen, wenn es zu deiner Risikostrategie passt.
Kassenobligationen / Pfandbriefe: Nicht zu vergessen sind Kassenobligationen (festverzinsliche Bankanlagen) und Pfandbriefanleihen (besichert durch Hypothekenportfolios). Kassenobligationen grosser Kantonalbanken bieten 2025 je nach Laufzeit (2–10 Jahre) etwa 1–2% Zins p.a. Dein Geld ist dabei bei der Bank fest angelegt (kein Börsenhandel, aber Einlegerschutz bis 100k CHF greift). Pfandbriefe, die von zwei Pfandbriefinstituten in der Schweiz emittiert werden, finanzieren Hypotheken und gelten ebenfalls als extrem sicher. Sie rentieren oft minimal über Bundesanleihen. Für Privatanleger sind diese Instrumente weniger bekannt, aber ein Baustein für absolute Sicherheit. Allerdings sind die Liquidität und Flexibilität geringer (Kassenobli kann man nur schwer vorzeitig auflösen). Diese kommen eher infrage, wenn man genau weiss, dass man einen Betrag X für Y Jahre nicht braucht und sicher anlegen will. In einem Beratungsgespräch lassen sich solche Optionen durchspielen – manchmal kann eine Kassenobligation einer Obligation mit ähnlicher Laufzeit durchaus vorgezogen werden, wenn der Zins passt und man die Einfachheit schätzt.
Hinweis: Die genannten Beispiele dienen der Illustration des Marktangebots in 2025. Vor einem Kauf sollte stets die aktuelle Marktlage und die individuelle Situation geprüft werden. Lass dich von einem professionellen Anlagespezialisten beraten. Dieser stellt die ein entsprechende Portfolio zusammen, dass nach eigenen Wünschen ein optimales Risko-Rendite Profil aufweist und zu deiner Gesamtsituation passt.
Aktien: Empfehlungen für 2025 in der Schweiz
Auch im Aktienbereich möchten wir einige Empfehlungen und Beispiele geben, die 2025 für Schweizer Anleger interessant sind. Hierbei geht es nicht um spekulative Tipps, sondern um eine strategische Auswahl, die zu einem soliden, diversifizierten Aktienportfolio beitragen kann.
Schweizer Blue-Chip-Aktien (SMI-Titel): Die 20 SMI-Aktien sind das Rückgrat des hiesigen Aktienmarktes. Wir empfehlen, dass Schweizer Anleger diese Schlüsselunternehmen im Blick haben. Besonders attraktiv sind die defensiven Qualitätstitel mit kontinuierlichen Dividenden. Nestlé (Nahrungsmittel), Roche oder Novartis (Pharma) sind etwa Weltmarktführer in ihren Branchen und haben sich über Jahrzehnte bewährt. Sie liefern stabile Erträge und Dividenden um 2–3%.Diese 3 Firmen machen bereits etwa 25% des Schweizer BIP aus. Diese Titel eignen sich als Basis-Investments, da sie auch in schwierigeren Zeiten relativ robust bleiben (Beta < 1, also geringere Schwankungen). Unsere Empfehlung: Core-Positionen in 5–10 grossen Schweizer Blue Chips (SMI Titel) aufbauen, insbesondere wenn man als Schweizer Anleger geringere Währungensschwankungen möchte. Die Gewichtung kann nach Marktkapitalisierung oder eigenen Präferenzen erfolgen. Beachte aber, dass der SMI stark konzentriert ist (Nestlé, Roche, Novartis machen zusammen ~50% des Index). Diversifiziere also innerhalb der Schweiz auch in andere Sektoren: ABB, Holcim, Swisscom, UBS, Zürich etc. decken Industriegüter, Bau, Telekom, Bank, Versicherung ab – damit hast du einen guten Branchenmix.
Dividendenstarke Titel: Viele Schweizer Anleger schätzen Aktien auch als Einkommensquelle. Neben den Blue Chips mit solider Dividende (siehe oben) gibt es ein paar Unternehmen, die besonders hohe Ausschüttungen bieten. Versicherungsgesellschaften wie Zurich Insurance oder Swiss Re locken oft mit Dividendenrenditen von 5% oder mehr. Auch Telekom (Swisscom) oder teilweise Banken (bei guter Lage) zahlen ordentlich. Wir empfehlen 2025 einen Blick auf Zurich Insurance – das Unternehmen ist finanziell sehr stark und hat angekündigt, die Dividende weiter zu steigern. Aber Achtung: Jage nicht blind der höchsten Dividendenrendite hinterher. Prüfe, ob das Geschäftsmodell zukunftsfähig ist und die Ausschüttung gedeckt ist. Als Dividendenstrategie bietet sich an, 3–5 Titel mit überdurchschnittlicher Dividende ins Portfolio zu nehmen. So generierst du einen Cashflow, den du entweder wieder anlegen oder als Einkünfte nutzen kannst. Dividendenausschüttungen sind in der Schweiz für Privatanleger zwar steuerlich nicht begünstigt (volle Einkommenssteuer darauf), aber bei vernünftiger Höhe wiegen die Vorteile diese kleine Kröte oft auf.
Schweizer Nebenwerte und Wachstumsaktien: Neben den grossen Namen gibt es auch mittelgrosse und kleinere Schweizer Unternehmen, die spannend sein können – gerade für fortgeschrittene Anleger. Beispiele: Straumann (Zahnimplantate), Siegfried (Pharma-Zulieferer), Geberit (Sanitärtechnik), Lindt & Sprüngli (Premium-Schokolade) etc. Diese sogenannten SPI-Titel können stärker wachsen als die etablierten Giganten. Allerdings sind sie oft höher bewertet (hohe KGVs) und schwanken teils stärker. Unsere Empfehlung: Wenn du bereits ein Fundament aus Blue Chips hast, kann eine gezielte Beimischung von 10–20% in ausgewählte Nebenwerte Sinn machen. Idealerweise solche, die in ihrem Nischenmarkt global führend sind – etwas, wofür die Schweiz bekannt ist. Achte aber auf ausreichend Diversifikation und setze nicht alles auf eine Karte. Auch Tech-nahe Werte (z.B. Logitech für Peripheriegeräte) können interessant sein. In 2025 sehen wir z.B. im Gesundheitssektor (Medtech/Pharma) und im Finanzsektor Erholungspotenzial, während zyklische Industrie wegen globaler Abschwungsängste etwas vorsichtiger gewichtet werden könnte. Hier kommt es aber immer sehr auf das Weltmarktgeschehen an.
Internationale Diversifikation via Fonds/ETFs: Obwohl der Fokus dieses Artikels auf Schweiz liegt, wollen wir betonen: Eine globale Diversifikation ist entscheidend, um Chancen voll auszuschöpfen. Der Schweizer Markt macht weniger als 1% der weltweiten Marktkapitalisierung aus – wer nur in der Schweiz investiert, verpasst viele Chancen (Tech-Giganten aus USA, Wachstumsfirmen aus Asien, etc.) und trägt ein Klumpenrisiko Heimatmarkt. Daher unsere klare Empfehlung: Nutze ETFs oder Fonds auf ausländische Märkte. Ein MSCI World ETF oder S&P 500 ETF beispielsweise kann perfekt deine Schweizer Titel ergänzen. In 2025 sind die USA immer noch der Innovationsmotor, Europa bietet Value-Aktien mit Nachholpotenzial, und die Emerging Markets könnten von einer Erholung Chinas profitieren. Sprich mit deinem Berater, welche Allokation sinnvoll ist – etwa 50% Schweiz / 50% Ausland im Aktienanteil, je nach Präferenz. Ich habe hier viel Erfahrung, wie man trotz Heimvorteil Schweiz die Welt im Depot hat (z.B. mittels Fonds, die währungsgesichert sind, falls man kein Währungsrisiko will).
Thematische Anlagen 2025: Wer gezielt Trends spielen will, kann 2025 z.B. auf Themen wie Nachhaltigkeit/ESG oder Technologie/Automation setzen. Es gibt einige Schweizer Aktien, die in solche Themen fallen (z.B. ABB im Bereich Automation/Robotik oder Partners Group im Bereich alternative Anlagen inkl. ESG). Oder man nutzt Themenfonds. Aber Vorsicht: thematisches Investieren kann höhere Volatilität mit sich bringen. Wir empfehlen, solche Themen nur in Massen beizumischen, etwa 5-10% des Portfolios, und immer mit langer Perspektive, da Trends sich oft langsamer durchsetzen als erhofft.
Aktien Fazit: Ein gutes Aktienportfolio für Schweizer Anleger im Jahr 2025 könnte z.B. so aussehen: 50% Schweizer Blue Chips (stabil, defensiv, Dividenden), 20% internationale ETFs (globale Streuung), 20% verschiedene substanzstarke Nebenwerte und ausl. Einzelwerte (für Extra-Wachstum) und 10% thematische Chancen. Die konkrete Ausgestaltung sollte aber individuell erfolgen. Wichtig ist regelmässiges Überprüfen und Rebalancieren – z.B. einmal im Jahr Gewinne mitnehmen und die ursprüngliche Aufteilung wiederherstellen. Ich unterstütze gern dabei, deine Aktieninvestments up-to-date zu halten.
Strategien zur Portfolio-Diversifikation mit Aktien und Anleihen
Wie kombiniert man nun Aktien und Obligationen optimal? Die Kunst der Portfolio-Diversifikation besteht darin, einen Mix zu finden, der deiner persönlichen Situation entspricht und gleichzeitig Risiken streut, ohne Rendite einzubüssen. Einige bewährte Strategien und Prinzipien:
60/40-Regel als Ausgangspunkt: Ein oft genannter Klassiker ist das 60% Aktien / 40% Anleihen Portfolio. Diese Aufteilung galt lange als ausgewogene Standardstrategie für viele Anleger. Die Idee dahinter: 60% Aktien sorgen für Wachstum, 40% Anleihen stabilisieren und generieren Einkommen. Tatsächlich hat ein globales 60/40-Portfolio über Jahrzehnte sehr ordentlich funktioniert. Allerdings war die Phase 2015–2020 mit Negativzinsen eine Herausforderung, da die 40% kaum Ertrag brachten. Jetzt, 2025, da Anleihen wieder positive Renditen abwerfen, feiert das Konzept ein Comeback – Anleihen sind wieder eine gute Ergänzung zu Aktien. Natürlich muss 60/40 nicht strikt sein; je nach Risikoprofil können es auch 50/50 oder 70/30 etc. sein (siehe Anlegerprofile oben). Wichtig ist die Abstimmung auf dich persönlich.
Rebalancing und diszipliniertes Vorgehen: Diversifikation funktioniert nur, wenn man konsequent bleibt. Angenommen, du startest mit 50% Aktien / 50% Obligationen. Läuft die Börse extrem gut, kannst du nach einiger Zeit 60/40 oder 70/30 im Depot haben. Dann sollte ein Rebalancing stattfinden: Gewinne von den Aktien teilweise in Obligationen umschichten, um wieder 50/50 herzustellen. Umgekehrt in Börsentiefs: Da hilft die Anleihenkomponente, Geld frei zu haben, um günstig Aktien aufzustocken. So folgt man dem Prinzip „Billig kaufen, teuer verkaufen“ automatisch. Viele erfolgreiche Investoren oder Robo-Advisors nutzen dieses systematische Rebalancing. Ein Finanzberater kann das für dich überwachen und umsetzen,wenn du das möchtest.
Risikostreuung über verschiedene Dimensionen: Kombiniere unterschiedliche Anlageklassen (Aktien, Anleihen, evtl. Immobilien, Rohstoffe) und innerhalb dieser Klassen wieder breit streuen. Bei Aktien z.B. über Regionen und Branchen, bei Anleihen über Emittenten und Laufzeiten. In einem diversifizierten Portfolio sollen nicht alle Eier im selben Korb liegen. Die Mischung aus Aktien und Obligationen ist dabei fundamental: Aktienrisiken (Kurssturz bei Crash) werden durch Anleihen abgemildert, während Anleiherisiken (Inflation, Zinsänderung) durch Aktien abgefedert werden können. Oft bewegen sich Kurse von Anleihen und Aktien gegenläufig – wenn Aktien fallen, flüchten Anleger in sichere Anleihen, deren Kurse dann steigen. Das hat in der Vergangenheit meistens gut funktioniert. Manchmal können zwar auch beide Teile gleichzeitig verlieren (wie 2022, als steigende Zinsen sowohl Aktien als auch Anleihen drückten), aber solche Phasen sind zum Glück selten. Insgesamt glättet die Kombination die Wertentwicklung.
Dynamische Anpassung bei Lebenssituations-Änderung: Diversifikation ist keine starre Sache. Mit fortschreitendem Lebensalter oder sich ändernden Zielen sollte die Aktien/Anleihen-Mischung angepasst werden. Jung investieren – mehr Aktien; je näher am Ruhestand – mehr Obligationen, so die grobe Faustregel. Manche verfolgen eine „Lebenszyklus“-Strategie, wo man z.B. alle 5–10 Jahre den Aktienanteil etwas reduziert. Andere bleiben flexibel: etwa „CPPI“-Strategien, bei denen man einen Kapitalerhalt-Boden definiert und je nach Marktphase die Aktienquote dynamisch steuert (das geht aber sehr in die Trickkiste der Profis). Für die meisten Anleger reicht: Regelmässig prüfen, ob die aktuelle Mischung noch passt. Haben sich etwa Zinsen stark geändert, könnte es Sinn machen, nun wieder mehr in Obligationen zu geben als vor ein paar Jahren. Oder falls die Aktienmärkte extrem heiss gelaufen sind, vielleicht Gewinne mitzunehmen. Hier kann eine regelmässige Beratung helfen, um keinen blinden Fleck zu haben.
Diversifikation innerhalb der Anleihen und Aktien: Erwähnenswert ist, dass auch innerhalb der beiden Kategorien diversifiziert werden sollte. Bei Aktien hatten wir das schon – global streuen. Bei Obligationen bedeutet es: Nicht nur eine Art von Bond halten. Zum Beispiel sowohl Staatsanleihen als auch erstklassige Unternehmensanleihen, eventuell etwas Fremdwährungsanleihen (wenn man das Risiko managen kann) usw. Ausserdem über Laufzeiten staffeln (eine sogenannte Zinsstrukturkurven-Diversifikation). So reduzierst du das Risiko, zu einem ungünstigen Zeitpunkt alles neu anlegen zu müssen. Eine Anleihen-Leiter (Bond Ladder) – also gestaffelte Fälligkeiten – stellt sicher, dass regelmässig Geld frei wird, das dann zu aktuellen Zinsen reinvestiert werden kann.
Kurz gesagt: Die Strategie für ein gut diversifiziertes Portfolio lautet meist „Mix it, don’t max it“ – setze nicht einseitig auf nur Aktien oder nur Bonds, sondern finde die Mischung, die Rendite und Risiko ins gewünschte Verhältnis bringt. Die Schweizer Erfahrung zeigt: Ein Portfolio, das z.B. in den letzten Jahrzehnten 50/50 in SMI-Aktien und Eidgenossen investiert war, hat ordentliche Renditen bei erträglichen Schwankungen geliefert. Mit den aktuellen Zinsen können Anleihen wieder ihren Part erfüllen und liefern sogar wieder laufenden Ertrag. Nutze das aus, und scheue dich nicht, professionelle Unterstützung zu holen – denn die optimale Diversifikation zu finden und umzusetzen, ist eine Kernkompetenz guter Finanzberater.
Die richtige Balance von Aktien und Obligationen finden – Ich unterstütze dich dabei!
Obligationen oder Aktien? In der Schweiz muss das kein „Entweder-oder“ sein, sondern idealerweise ein Sowohl-als-auch im richtigen Verhältnis. Wir haben gesehen, dass Obligationen eine wichtige Rolle für Stabilität und planbares Einkommen spielen, während Aktien für Wachstum und Inflationausgleich unverzichtbar sind. Beide Anlageklassen haben ihre speziellen Begriffe (von Marchzins bis Rendite auf Verfall bei Bonds, oder KGV und Dividendenrendite bei Aktien) und ihre eigenen Chancen/Risiken. Als Anleger solltest du nun ein solides Grundverständnis haben, was Obligationen und Aktien in der Schweiz ausmacht und wie man sie im Jahr 2025 geschickt einsetzt.
Wichtig ist, dieses Wissen in eine konkrete Anlagestrategie umzusetzen. Genau dabei helfe Ich dir mit meiner Expertise. Ob du nun eine Empfehlungsliste Obligationen benötigst, die aktuell attraktivsten Schweizer Anleihen (Staatsanleihen Schweiz Zinsen, Unternehmensbonds etc.) enthält, oder ob du deine Aktienauswahl für 2025 optimieren möchtest. Gemeinsam erarbeiten wir ein massgeschneidertes Portfolio, abgestimmt auf dein persönliches Risikoprofil und deine Ziele.
Beispiel zum Abschluss:Stell dir vor, du hast 200’000 CHF anzulegen. Nach unserem Gespräch entscheiden wir uns beispielsweise für 40% in verschiedene Obligationen (u.a. Bundesobligationen, zwei erstklassige Unternehmensanleihen, ein Fonds für globale Anleihen zur Diversifikation) und 60% in Aktien (ein Kern aus 5 Schweizer Blue Chips, plus ein World-ETF und zwei Themenfonds für Wachstum). Durch diese breite Streuung bist du für verschiedenste Marktlagen gewappnet. Steigen die Zinsen unerwartet stark, federn Ihre Aktien (insb. Substanzwerte mit Pricing-Power) einen Teil der Bondkursverluste ab; laufen umgekehrt die Aktien mal schlecht, springen oft die Anleihen als Stabilitätsanker ein. Und währenddessen generiert dein Portfolio kontinuierlich Coupons und Dividenden – dein Geld arbeitet für dich.
Am Ende zählt: Die Mischung muss zu dir passen. Genau diese richtige Mischung zu finden, ist meine Leidenschaft. Wenn du nun das Gefühl hast, tiefer in das Thema einsteigen zu wollen oder professionelle Unterstützung bei Ihren Finanzentscheiden zu benötigen, dann kontaktiere mich gerne!
Vereinbare noch heute ein unverbindliches Erstgespräch. Lass uns gemeinsam deine Fragen klären – seien es Details zum Schweizer Obligationenmarkt, konkrete Renditeberechnungen oder die Überprüfung deiner aktuellen Anlagen. Ich erkläre dir verständlich die Vor- und Nachteile jeder Anlage und stellen dir auf Wunsch eine individuell abgestimmte Empfehlungsliste zusammen. Jetzt anfragen und von langjähriger Fachexpertise profitieren – für deinen finanziellen Erfolg mit Aktien und Obligationen in der Schweiz!
FAQ – Rund um Aktien und Obligationen
Wie viel Geld sollte man als Anfänger in Aktien investieren?
Als Anfänger sollte man nur so viel in Aktien investieren, wie man langfristig nicht benötigt. Ideal ist es wenn deine Anlagen auf deine Lebenspläne abgestimmt sind. Gute Planung ist die halbe Rendite. Wichtig ist ein langer Anlagehorizont (mind. 5–10 Jahre) und eine breite Streuung, z. B. über ETFs oder mehrere Einzeltitel.
Welche Schweizer Aktien sollte man jetzt kaufen?
2025 gelten defensive Blue Chips wie Nestlé, Novartis, Zurich Insurance oder Swisscom als solide Basis. Wer Wachstum sucht, kann Nebenwerte wie Straumann oder Geberit beimischen – ideal ist meist ein Mix aus Substanz- und Dividendentiteln.
Wo kann man am besten Aktienkurse sehen?
Aktuelle Aktienkurse findet man zuverlässig auf Finanzportalen wie finanzen.ch, cash.ch, bei Banken, in Börsen-Apps (z. B. Swissquote, Yuh) oder direkt auf der Website der Schweizer Börse (six-group.com).
Welche drei Obligationen gibt es?
Typische Obligationen in der Schweiz sind: 1) Staatsanleihen (z. B. Bundesobligationen), 2) Unternehmensanleihen (Corporate Bonds), 3) Kassenobligationen von Banken. Sie unterscheiden sich in Bonität, Laufzeit und Rendite.
Wie hoch sind die Zinsen bei Obligationen?
2025 liegen die Zinsen bei Schweizer Staatsanleihen mit 10 Jahren Laufzeit bei rund 0,5–0,6 % p.a.. Unternehmensanleihen guter Bonität bringen etwa 0,7–1,2 %, bei höherem Risiko sind auch 2–3 % möglich.
Kann man mit Obligationen Geld verlieren?
Ja – vor allem durch steigende Zinsen (was zu Kursverlusten führt), Bonitätsprobleme beim Emittenten oder vorzeitige Verkäufe unter dem Kaufkurs. Wer Anleihen bis zur Fälligkeit hält und auf gute Bonität achtet, minimiert dieses Risiko jedoch deutlich.
Disclaimer und Klarstellung
Dieser Blogbeitrag wurde von niemandem bezahlt und spiegelt ausschliesslich meine persönliche Meinung wider.
Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden und können im schlimmsten Fall zum kompletten Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Es ist dein Geld – nimm dir die Zeit, dich gründlich zu informieren. Dies ist keine Anlageberatung. Anlageberatungen erfolgen ausschliesslich persönlich und individuell. Auch nicht digital, denn ein falscher Klick ist schnell gemacht, aber die Konsequenzen werden oft erst im Nachhinein schmerzhaft klar.
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👁️🗨️ Auf einen Blick
US-Erbschaftssteuer betrifft auch Schweizer! Selbst wenn du in der Schweiz wohnst, könntest du von dieser Steuer betroffen sein – mit bis zu 40% auf deine US-Investments! Aber keine Sorge: Wenn dein Depot außerhalb der USA liegt oder dein Vermögen unter 12 Millionen beträgt, bist du wahrscheinlich sicher.
"US situs assets" sind steuerrelevante Vermögenswerte, unabhängig von deinem Wohnort. Darunter fallen US-Aktien, Immobilien und sogar Schmuck. Private US-Bankkonten und ausländische Aktien sind hingegen nicht betroffen.
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Lesedauer: 3 Minuten
Die versteckte Gefahr: US-Erbschaftssteuer bei ETFs und Aktien
Ein oft übersehenes Risiko: Die US-Erbschaftssteuer betrifft nicht nur US-Bürger, sondern auch Schweizer Investoren und in der Schweiz wohnhafte Personen, die über einen US-amerikanischen Broker ETFs oder andere US-Wertpapiere halten.
Die gute Nachricht: Du kannst das Ganze vergessen, wenn dein Depot ausserhalb der USA liegt oder du aktuell weniger als 12 Millionen besitzt. Wenn du mehr hast, dann würde ich mich gut informieren ob eine Juristische Firma oder andere Wege für dich vorteilhafter sind.
Die schlechte Nachricht: Die US-Broker sind richtig gut und günstig. Die Freigrenze ist nicht in Stein gemeisselt. Selbst wenn sie halbiert wird, werden die meisten Anleger trotzdem noch im grünen Bereich sein.
Was sind “US situs assets”
US Situs Assets sind nach US-Steuerrecht "in den USA befindliche" Vermögenswerte, die für Nicht-US-Bürger der US-Erbschaftssteuer unterliegen können – unabhängig vom Wohnort.
Der Aufbewahrungsort spielt keine Rolle: Eine US-Aktie bleibt ein US Situs Asset, auch in einem Schweizer Depot.
(US situs assets – Freibetrag) × 40% (aktueller Erbschaftssteuersatz) = Steuerbetrag, wobei steuerfrei, wenn US situs assets kleiner als der Freibetrag ist
Nachlass: Amerikanische Aktien, was bedeutet das konkret?
Du hast weniger als 60'000 USD an amerikanischen Aktien? Glückwunsch! Deine Erben müssen nur ein Briefchen an die Amis schreiben: "Nein, wir haben nicht so viel Geld. Ehrlich!" Unterschreiben nicht vergessen – fertig!
Du hast mehr als 60'000 USD? Dann musst du das berüchtigte Formular 706-NA und und 8833 an die IRS schicken, die Kopie davon an deine Depotbank. Nach gefühlten halben Eiszeiten (ca. 3-8 Monate) kommt eine Überweisungsbescheinigung zurück. Erst dann dürfen deine Erben bei deiner Depot Bank anklopfen und sagen: "Geld her, bitte!"
Besitzt du mehr als 12,92 Millionen USD (der aktuelle Grenzwert des US-Schweizer Erbschaftssteuerabkommens)? Keine Sorge, das betrifft nur dich und deine 5 besten Freunde aus deinem Umfeld! Du darfst das berüchtigte Formular 706-NA an die IRS schicken. Dann heisst es warten. Und warten bis "der ganze Schnee von den Bergen geschmolzen ist" (ca. 1+ Jahr) trudelt eine Überweisungsbescheinigung ein. Erst dann kannst du bei deiner Depotbank anklopfen und sagen: "Cash, bitte!"
Muss ich jetzt die Aktien im Depot verkaufen um die US Erbsteuer zu umgehen?
Nein. Du hast drei Optionen: Wechsle zu ETFs, gründe eine Aktiengesellschaft für steuerfreie Investments, oder – wenn du ein US-Vermögen über 13 Millionen besitzt und in fortgeschrittenem Alter bist – verkaufe US-Aktien zugunsten von Schweizer Aktien oder gehe zu einer Schweizer Bank. Bei so hohen Vermögen ist die 40% Nachlasssteuer kaum durch bessere Performance wettzumachen. Im Alter liegt der Fokus ohnehin meist auf dem Vermögensschutz.
Beispiel: Du hast ein Nachlassvermögen von etwa 4 Millionen, davon 2,5 Millionen in amerikanischen Aktien (63% des Vermögens), 0,5 Millionen in einer Immobilie (netto) und 1 Million in Schweizer Aktien, US-Treasury Bills (US-Obligationen) und Bargeld.
Berechnung:
2.5 Millionen / 4 Millionen × 13.61 Millionen = 8.50625 Millionen USD Freibetrag
Da der Wert der US situs assets (2.5 Millionen) kleiner ist als der berechnete Freibetrag (8.50625 Millionen), fällt keine US-Erbschaftssteuer an.
Wie ist der Ablauf, wenn dich US Nachlasssteuer betrifft?
Du füllst ganz normal deine Steuern aus. Auf DB-1 Formular sollte diese Fragen stehen. Sonst frage einen spezialisierten Treuhänder oder beim Steueramt nach, bevor du etwas falsches machst.
ETFs, US-Aktien und Steuern: Die Zusammenfassung
Fassen wir zusammen, wie du deinen Rendite auf deine Aktien und ETFs optimieren kannst:
Wähle ETFs mit Domizil in Irland für internationale und US-Aktien (auch MSCI World)
Nutze Schweizer ETFs für Schweizer Aktien
Erwäge synthetische ETFs (SWAP, nicht Sampling) für steuereffiziente US-Investments
Thesaurierende ETFs für langfristigen Vermögensaufbau verwenden
Maximiere deine Säule 3a-Einzahlungen ( ETF-Art spielt keine Rolle, Dividende ist steuerfrei)
Steuerabzug: Effektive Vermögensverwaltungskosten oder Pauschale (je nach Kanton)
US-Erbschaftssteuer, erst für grössere Depots zu beachten und wenn dein Broker in den USA ist.
Neugierig geworden? Entdecke in einem kostenfreien 15-minütigen Strategiegespräch, wie dein Portfolio noch mehr Potenzial entfalten kann. Gemeinsam finden wir heraus, ob deine Anlagestrategie optimal auf deine Ziele ausgerichtet ist und wo sich verborgene Chancen verstecken!
In diesem Blog zeige ich dir, wie du von Dividenden profitierst und ein passives Einkommen aufbaust.
Du erfährst alles Wichtige über Dividendenrendite, Steuervorteile und bewährte Strategien für regelmässige Ausschüttungen auf dein Konto.
Ich erkläre dir, wie du dir mit ETFs ein monatliches Einkommen aufbauen kannst.
Du kannst das wichtigste in Videoform anschauen (7 Min)
Stell dir vor, dein Geld arbeitet für dich, während du entspannt deinen Kaffee schlürfst. Genau das ermöglichen Dividenden! In diesem Artikel erfährst du alles über diese passive, regelmässige Einkommensquelle, und wie du als Schweizer davon profitieren kannst. In nur 7 Minuten Lesezeit zeige ich dir, wie du mit der richtigen Dividendenstrategie dein Vermögen aufbauen kannst.
Dividenden sind wie ein gut geölter Motor für dein Vermögen. Sie arbeiten konstant und zuverlässig für dich. Aber wie bei jedem Motor brauchst du die richtige Wartung und Pflege – sprich: eine durchdachte Strategie.
Was ist eine Dividende?
Eine Dividende ist wie ein Taschengeld, dass dir eine Firma zahlt, weil du ihr Geld geliehen hast. Als Aktionär bist du quasi Mini-Chef und profitierst vom Erfolg der Firma. Dein Taschengeld wird somit aufgeschoben und verzinst.
Wenn's der Firma gut geht, lässt sie dich am Gewinn teilhaben. Sie kann entweder das Geld direkt an dich auszahlen (Dividende), oder es wieder in die Firma stecken – dann steigt meist der Aktienkurs.
Das Beste daran? Du musst dafür keinen Finger rühren! Das Geld trudelt automatisch auf deinem Konto ein – wie ein braver Mitbewohner, der pünktlich seine Miete zahlt, ohne dass du ihm ein Zimmer gibst.
Was du bei Dividenden beachten musst
Nicht alles, was glänzt, ist Gold – das gilt auch bei Dividenden. Hier sind die wichtigsten Punkte, die du beachten solltest:
Qualität vor Quantität: Konzentriere dich auf solide Unternehmen mit stabiler Dividendenpolitik statt auf kurzfristig hohe Renditen.
Dividendenrendite: Je höher, desto besser? Nicht unbedingt! Eine zu hohe Rendite kann ein Warnsignal sein. Ein gesunder Wert liegt meist zwischen 2% und 6%.
Ausschüttungsquote: Ein Unternehmen sollte nicht seinen gesamten Gewinn ausschütten. Ideal ist eine Quote von 40-60%, damit noch Geld für Investitionen und Weiterentwicklung bleibt.
Kontinuität: Achte auf Unternehmen, die ihre Dividenden regelmässig zahlen, und im besten Fall sogar steigern. Das zeigt Stabilität.
Diversifikation: Setze nicht alles auf eine Karte, sondern streue dein Investment über verschiedene Branchen und Länder.
Wie berechne ich eine Dividendenrendite?
Die Dividendenrendite ist eigentlich ganz einfach zu berechnen. Sie zeigt dir in Prozent, wie viel Dividende du im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs bekommst:
Dividendenrendite = (Dividende pro Aktie ÷ Aktienkurs) × 100
Ein Beispiel: Eine Aktie kostet 100 CHF und zahlt 4 CHF Dividende pro Jahr. Die Dividendenrendite beträgt dann: (4 CHF ÷ 100 CHF) × 100 = 4%
Wichtig: Die Dividendenrendite ändert sich täglich mit dem Aktienkurs. Steigt der Kurs, sinkt die Rendite – und umgekehrt.
💡 Fun Facts über Dividenden
Die älteste noch existierende Dividendenzahlung stammt von der Bank of New York Mellon, die seit 1784 ununterbrochen Dividenden ausschüttet!
Nestlé und Roche gehören zu den ältesten Schweizer Firmen, die seit 1959 konstant ihre hohen Dividenden zahlen.
Coca-Cola hat seine Dividende seit 1920 nicht nur gezahlt, sondern sogar 61 Jahre in Folge erhöht.
Der "Dividenden-Aristokraten-Club" besteht aus Unternehmen, die mindestens 25 Jahre in Folge ihre Dividenden erhöht haben – ein sehr exklusiver Kreis!
Das "Dividenden-Schneeballsystem": Wer vor 30 Jahren 10'000 CHF in dividendenstarke Aktien investiert und alle Dividenden reinvestiert hat, konnte sein Vermögen im Durchschnitt mehr als verzehnfachen.
Steuerfreie und steuerpflichtige Dividenden
Jetzt wird's spannend für uns Schweizer! Denn bei der Besteuerung von Dividenden gibt es einige Besonderheiten:
Steuerfreie Kapitalgewinne: Wenn du als Privatanleger Aktien verkaufst und dabei Gewinn machst, ist dieser in der Schweiz steuerfrei!
Verrechnungssteuer: Bei Schweizer Aktien werden 35% Verrechnungssteuer abgezogen, die du aber zurückfordern kannst.
Teilbesteuerung: Bei qualifizierten Beteiligungen (ab 10% Anteil) werden Dividenden nur teilweise besteuert.
Nennwert-Rückzahlungen: Die Rückzahlung des Nennwerts von Aktien ist in der Schweiz steuerfrei, solange sie aus der Kapitaleinlagereserve (KER) erfolgt. Diese sind keine eigentlichen Dividenden, fühlen sich jedoch so an.
Pro-Tipp: Informiere dich über Doppelbesteuerungsabkommen, wenn du in ausländische Aktien investierst. Das kann dir bares Geld sparen!
Thesaurierende und Ausschüttende Fonds
Ob ein Fonds thesaurierend ist (wiederinvestierend) oder ausschüttend ist, bei beiden Fondsarten zahlst du Steuern. Hier ist es wichtig, in welchem Land das Domizil des Fonds liegt. Mit Irland und Luxemburg fährst du in der Regel gut für ausländische Aktien, Schweizer Domizil für Schweizer Aktien ist perfekt.
Durch Dividenden ein monatliches Einkommen generieren
Dividenden von Aktien werden in der Regel nicht monatlich ausgeschüttet, sondern 1/4 Jährlich oder Jährlich. Doch ein monatliches Einkommen wäre doch ganz angenehm. Wie könnte das funktionieren?
Ein Rechenbeispiel: Mit einem Investment von 100'000 CHF und einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 3% erhältst du jährlich 3'000 CHF – das sind 250 CHF monatlich, bei 5% sind es 415 CHF monatlich. Und das völlig passiv!
Ich zeige dir wie du vorgehen kannst, doch ich empfehle dir einen spezialisierten Anlageberater zu nehmen der deine Lebens- und Finanzielle Situation ganzheitlich anschaut. Das sind Ideen und keine Anlageempfehlungen. Da ich deine Situation, dein Risikoprofil usw. nicht kenne. Am Ende ist es dein Geld.
Schweizer Aktien mit hoher Dividende
Bitte prüfe es immer selbst, denn alles ist ständig in Bewegung und Veränderung. Überprüfe immer wieder dein Depot, ob sich etwas an deiner Entscheidung verändert hat.
Hier sind einige Schweizer Aktien, die für ihre stabilen Dividendenzahlungen bekannt sind:
Novartis AG: Zahlt seit über 20 Jahren kontinuierlich Dividenden und erhöht diese regelmässig
Roche Holding: Eine der längsten Dividendenhistorien in der Schweiz mit stetigen Erhöhungen
Nestlé: Zahlt seit über 60 Jahren ununterbrochen Dividenden
Zurich Insurance Group: Bekannt für ihre attraktive und stabile Dividendenpolitik
Swiss Re: Bietet traditionell eine hohe Dividendenrendite
Swisscom: Zahlt seit der Privatisierung regelmässig attraktive Dividenden
Wichtig: Die Dividendenrendite allein sollte nicht das einzige Kriterium für deine Investitionsentscheidung sein. Beachte auch die Geschäftsentwicklung, Marktposition und Zukunftsaussichten der Unternehmen.
Kritische Betrachtung der Schweizer Dividendenstrategie: Vor- und Nachteile
Die Dividendenstrategie, bei der Anleger gezielt in Aktien investieren, die regelmässig einen Teil ihres Gewinns an Aktionäre ausschütten, bietet sowohl Vorteile als auch Nachteile.
Vorteile:
Regelmässiges Einkommen: Dividenden bieten eine kontinuierliche Einnahmequelle, die besonders für Anleger attraktiv ist, die ein passives Einkommen anstreben.
Stabilität und Vertrauen: Unternehmen, die regelmässig Dividenden zahlen, signalisieren oft finanzielle Gesundheit und Stabilität.
Nachteile:
Steuerliche Aspekte: Dividenden können steuerpflichtig sein, was die Nettorendite mindert. In der Schweiz unterliegen Dividenden der Verrechnungssteuer, die jedoch unter bestimmten Voraussetzungen zurückgefordert werden kann.
Kursabschläge: Am Ex-Dividenden-Tag sinkt der Aktienkurs typischerweise um den Betrag der Dividende, was kurzfristig zu Wertverlusten führen kann.
Wachstumspotential: Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten, investieren möglicherweise weniger in ihr Wachstum, was langfristig das Kurssteigerungspotential begrenzen kann.
Es ist daher entscheidend, eine Dividendenstrategie sorgfältig zu planen und individuell abzuwägen, ob sie den persönlichen Anlagezielen entspricht.
Monatlichen Zahltag mit ETF Dividendenstrategie
Mit der Kombination dieser 3 ETFs erhältst du monatliche Ausschüttungen.
IE00BYXVGZ48Fidelity Global Quality Income UCITS ETF
DE000A0F5UH1iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE)
Ein Schweizer ETF kann ebenfalls ins Portfolio aufgenommen werden, schüttet aber weniger regelmässig aus als die oben genannten. Die Entscheidung hängt von deiner persönlichen Planung und deinen Anlagezielen ab.
Dividendenstrategie Marke Eigenbau
Willst du dein eigenes Dividenden-Portfolio zusammenstellen? Das ist wie Lego für Erwachsene – nur dass die Bausteine Geld abwerfen! Hier brauchst du:
Ein anständiges Startkapital (idealerweise ab 100'000 CHF oder mehr)
Eine clevere Risikoverteilung (nicht alles auf die Schokoladenkarte setzen)
Verschiedene Branchen (von Finanz bis Pharma, wie ein gut sortierter Pralinenteller)
Die Vorteile? Du sparst dir die ETF-Gebühren, darfst an der GV mitbestimmen und bekommst sogar gratis Bratwürste an der Generalversammlung!
Profi-Tipp: Mische ein paar REITs (Immobilienfonds) bei – die schütten oft monatlich aus. Das ist wie ein zusätzlicher Mietzins, nur ohne nervige Mieter.
Dividenden: Fragen und Antworten
Häufige Fragen rund um das Thema Dividende in der Schweiz
Sind Dividenden steuerfrei in der Schweiz?
Dividenden sind in der Schweiz grundsätzlich steuerpflichtig, da sie als Einkommen gelten. Es gibt jedoch Ausnahmen, etwa wenn es sich um steuerfreie Kapitalgewinne oder Nennwert-Rückzahlungen handelt. Wer in Dividendenperlen investiert, sollte sich über steuerliche Besonderheiten informieren.
Wie werden Dividenden in der Schweiz besteuert?
Dividenden unterliegen in der Schweiz der Einkommenssteuer und der Verrechnungssteuer von 35 %. Die Verrechnungssteuer kann über die Steuererklärung zurückgefordert werden. Wer in Dividendenmit qualifizierten Beteiligungen investiert, profitiert von einer Teilbesteuerung. Dividenden von Firmen ausserhalb der Schweiz werden auch besteuert, dies wäre dann statt die Verrechnungssteuer die Quellensteuer die du je nach Doppelbesteuerungsabkommen entsprechend zurückverlangen kannst.
Wann werden Dividenden in der Schweiz ausgezahlt?
Die meisten Schweizer Unternehmen schütten ihre Dividenden einmal jährlich nach der Generalversammlung aus. Es gibt aber auch Dividendenperlen, die quartalsweise oder halbjährlich auszahlen, um Anleger regelmässig zu belohnen.
Welches ist der beste ETF auf Schweizer Aktien?
Ein beliebter ETF für Schweizer Aktien ist der iShares Swiss Dividend ETF, der auf Unternehmen mit stabilen Ausschüttungen setzt. Wer gezielt in Dividenden investieren möchte, sollte auf ETFs mit Fokus auf dividendenstarke Schweizer Unternehmen achten.
Wo muss ich Dividenden in der Steuererklärung angeben in der Schweiz?
Dividenden werden im Wertschriftenverzeichnis der Steuererklärung deklariert. Die Quellensteuer kann über das Formular DA-1 zurückgefordert werden.
Muss ich meine Strategie regelmässige überprüfen und anpassen?
Ja. Finanzmärkte und Unternehmensbedingungen ändern sich im Laufe der Zeit. Daher ist es wichtig, das eigene Portfolio regelmässig zu überprüfen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Dies kann den Verkauf von Aktien beinhalten, deren Fundamentaldaten sich verschlechtert haben, oder die Aufnahme neuer, vielversprechender Dividendenzahler. Eine aktive Überwachung stellt sicher, dass die Anlagestrategie stets den aktuellen Marktbedingungen und persönlichen Zielen entspricht.
Durch die sorgfältige Berücksichtigung dieser Empfehlungen können Anleger eine effektive Dividendenstrategie entwickeln, die sowohl regelmässige Einnahmen als auch langfristiges Wachstum ermöglicht.
Willst du mehr darüber erfahren, wie du dein Geld optimal für dich arbeiten lassen kannst? Vereinbare ein persönliches Gespräch oder melde dich für die Warteliste des Börsenkurses an. Sichere dir schnell einen Platz, denn der Kurs hat nur eine beschränkte Teilnehmerzahl. Gemeinsam entwickeln wir deine optimale (Dividenden)Strategie.
Als Arzt die grossen Frage: angestellt oder selbstständig?
Die Entscheidung zwischen Anstellung und Selbstständigkeit als Arzt in der Schweiz beeinflusst dein Einkommen, deine Vorsorge und deine Versicherungssituation grundlegend.
Die grosse Frage: Als angestellter Arzt geniesst du finanzielle Sicherheit mit weniger Bürokratie, während du als selbstständiger Arzt mehr verdienen kannst, aber das volle unternehmerische Risiko trägst.
Einkommen: Selbstständige Ärzte können brutto mehr verdienen, aber müssen alle Sozialabgaben selbst tragen, weshalb sie deutlich mehr erwirtschaften müssen, um netto wirklich besser dazustehen.
Vorsorge und Rente: Angestellte Ärzte profitieren von automatischer Altersvorsorge durch die Pensionskasse, während selbstständige Ärzte eigenverantwortlich für ihre Vorsorge sorgen müssen.
Versicherungen: Während angestellte Ärzte von umfassenden Versicherungsleistungen durch den Arbeitgeber profitieren, müssen selbstständige Ärzte alle Versicherungen wie Berufshaftpflicht und Unfallversicherung selbst organisieren und finanzieren.
Du stehst als Arzt in der Schweiz vielleicht vor der grossen Frage: selbstständig oder angestellt – was lohnt sich mehr? Klar, es gibt Vor- und Nachteile in beiden Fällen. Hier schauen wir auf die finanzielle Seite dieser Entscheidung: 💰 Lohn, Finanzplanung als Arzt, Vorsorge, Versicherungen und Steuern. Schonmal vorab – eine pauschale Antwort gibt es nicht – die Finanzplanung für Ärzte ist komplex und sehr individuell. Aber keine Angst: Dafür gibt’s Profis. Schauen wir uns erstmal die Details an.
Angestellt oder selbstständig – die grosse Frage
Angestellt im Spital oder selbstständig in eigener Praxis? Diese Entscheidung prägt dein Berufsleben finanziell enorm. Als angestellter Arzt hast du einen sicheren Lohn, geregelte Sozialleistungen und weniger administrativen Aufwand. Als selbstständiger Arzt bist du dein eigener Chef, mit Chancen auf höheres Einkommen – trägst aber auch das volle Risiko und die ganze Bürokratie.
Stell dir vor, du vergleichst zwei Kollegen: Dr. Angestellt arbeitet im Spital mit fixem Gehalt, Dr. Selbstständig führt eine eigene Praxis. Wer steht finanziell besser da? Die einen sagen: „Selbstständige Ärzte verdienen viel mehr.“ Andere meinen: „Im Spital hast du es finanziell sorgloser.“ Wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Schauen wir uns die wichtigsten Punkte im Detail an – so kannst du besser entscheiden, was für dich passt.
Beides ist möglich. Viele Ärzte sind sowohl angestellt als auch selbstständig tätig, was vorsorgetechnisch oft eine besondere Herausforderung darstellt. Bitte lass dich von einem ausgewiesenen Experten beraten.
Einkommen: Wie viel bleibt dir wirklich?
Beginnen wir mit dem Einkommen – schliesslich interessiert jeden Arzt, was am Ende des Monats auf dem Konto landet. Man hört oft, selbstständige Fachärzte würden viel mehr verdienen als angestellte Ärzte. Statistiken zeigen tatsächlich: In der Schweiz liegt das durchschnittliche Jahreseinkommen eines angestellten Facharztes etwa bei 200'000 Franken, während ein selbstständiger Facharzt im Schnitt rund 300’000–320’000 Franken schafft. Wow, denkt man sich, selbstständig lohnt sich ja richtig! – Aber Achtung, brutto ist nicht gleich netto!
Als angestellter Arzt bekommst du dein Gehalt abzüglich der üblichen Abzüge ausbezahlt. Dein Arbeitgeber beteiligt sich an vielen Kosten: Er übernimmt die Hälfte der AHV/IV-Beiträge, zahlt Pensionskassen-Beiträge mit und versichert dich gegen Berufsunfälle. Beispiel: Bei 150'000 Franken Bruttolohn ziehst du ca. 7.5% AHV/IV/EO und 1.1% ALV (Arbeitslosenversicherung) ab – aber nur auf deinen Anteil, der Arbeitgeber zahlt den Rest. Dazu kommt dein Anteil an der Pensionskasse, vielleicht ~10% (je nach Alter und PK-Plan). Bleiben grob 120'000 Franken vor Steuern übrig. Nach Steuern (sagen wir rund 20–25% je nach Kanton) hast du vielleicht 90'000–95'000 Franken netto auf dem Konto. Zusätzlich hast du aber automatisch in dem Jahr zigtausend Franken in deine Pensionskasse eingezahlt (Arbeitgeber und du zusammen) – das ist dein Altersguthaben, auch wenn du es erst später siehst.
Und Dr. Selbstständig? Nehmen wir an, deine Praxis wirft nach Kosten ebenfalls 150'000 Franken Gewinn ab (das entspricht vereinfacht deinem „Bruttolohn“ als Selbstständiger). Klingt gleich – nur jetzt kommen alle Abzüge komplett aus deiner Tasche: AHV/IV/EO ca. 10% (weil kein Arbeitgeber mitzahlt), kein automatischer Pensionskassen-Abzug (dazu gleich mehr bei Vorsorge), und keine ALV (du bist ja nicht arbeitslosenversichert – auch dazu nachher noch mehr). Nach Sozialabgaben bleiben etwa 135'000 Franken. Dieser Betrag wird nun als Einkommen versteuert. Da 150k Gewinn dem 150k Lohn von Dr. Angestellt entspricht, zahlst du vergleichbar Steuern – wieder vielleicht ~25% = rund 35'000 Franken (je nach Kanton/Gemeinde unterschiedlich). Übrig bleibt grob 100'000 Franken netto. Ups – damit hat Dr. Selbstständig am Ende weniger auf dem Konto als Dr. Angestellt, obwohl brutto gleich! 😮 Woran liegt’s? Er hat die vollen Sozialabgaben selbst getragen und noch nichts für die Pension zurückgelegt.
Der Clou ist: Als Selbstständiger musst du deutlich mehr verdienen als ein Angestellter, damit auch mehr netto bei dir bleibt. Hast du z.B. 250'000 Franken Gewinn aus der Praxis, schaut die Rechnung besser aus: Nach ~10% AHV (25k) bleiben 225k, nach Steuern (die auf so ein Einkommen höher ausfallen, vielleicht ~30%, also ~75k) könnten rund 150'000 Franken netto resultieren. Dann merkst du den finanziellen Vorteil deiner Selbstständigkeit deutlich. Dafür arbeitest du aber in der Regel auch mehr und trägst mehr Verantwortung. Viele Studien zeigen, dass selbstständige Ärzte im Schnitt ~20% höheren Stundenlohn erzielen als Angestellte – weil sie oft 20% mehr Stunden arbeiten. 😉
Als Arzt selbstständig hast du nach oben hin mehr Verdienstmöglichkeiten, aber ohne Fleiss kein Preis. Du musst genügend Umsatz machen, um Praxis-Kosten und Sozialabgaben zu decken und noch besser dazustehen als mit einem Spital-Lohn. Ein angestellter Arzt hingegen hat ein fixes Einkommen und weniger Schwankungen – dafür ist das Gehalt nach oben gedeckelt (Chefarztposten sind begrenzt 😅). Reich wirst du in beiden Varianten nicht über Nacht, aber gut leben kannst du als Arzt zum Glück in jedem Fall.
Beispiel: Nettolohn-Vergleich angestellt vs. selbstständig
Zur Veranschaulichung ein kurzer Nettolohn-Vergleich:
Dr. Angestellt: Bruttolohn 180'000 CHF im Spital. Nach Abzügen für AHV/IV, ALV, Pensionskasse und Steuern bleiben ca. 110'000 CHF netto direkt verfügbar. Zusätzlich fliessen ~20'000–30'000 CHF in seine Pensionskasse als Altersvorsorge (Arbeitgeber + Arbeitnehmer-Beitrag).
Dr. Selbstständig: Praxis-Gewinn 180'000 CHF (vergleichbar brutto). Nach vollen Sozialabgaben (ca. 18'000 AHV/IV, keine ALV) und Steuern bleiben vielleicht 120'000 CHF netto übrig. Klingt nach mehr – aber Achtung: Von diesen 120k musst du erst noch selbst für die Altersvorsorge sparen (z.B. in Säule 3a), sonst steht Dr. Selbstständig im Alter schlechter da. Netto und Vorsorge eingerechnet, fährt Dr. Angestellt in diesem Szenario finanziell sogar etwas besser.
Merke: Erst bei deutlich höherem Gewinn als Selbstständiger hast du wirklich mehr in der Tasche und genug fürs Alter vorgesorgt. Diese Beispielrechnung zeigt vereinfacht, wie individuell die Finanzplanung für Ärzte sein kann – jede Situation ist anders!
Vorsorge und Rente: Altersvorsorge als Arzt planen
Kommen wir zur Vorsorge – dem lieben Thema Rente 🧐. Als angestellter Arzt bist du automatisch in der beruflichen Vorsorge (Pensionskasse, 2. Säule) versichert. Dein Arbeitgeber und du zahlen monatlich Beiträge ein, die für dein Alter (und Invalidität/Todesfall) angespart werden. Zusätzlich zahlst du via Gehalt die 1. Säule (AHV/IV). Zusammengerechnet ermöglicht das meist, den gewohnten Lebensstandard im Alter zu etwa 60% weiterzuführen – natürlich abhängig von Karriere, Lohn und Pensionskassenplan. Kurz gesagt: Als Angestellter kümmert sich dein Arbeitgeber mit darum, dass du fürs Alter sparst. Du kannst freiwillig noch privat vorsorgen (z.B. Säule 3a Einzahlungen bis ca. 7'000 CHF pro Jahr als Arzt mit Pensionskasse), aber du musst nicht zwingend mehr tun, um zumindest eine Basisabdeckung zu haben.
Als selbstständiger Arzt sieht das anders aus. Du hast keine obligatorische Pensionskasse. 😯 Die Altersvorsorge liegt voll in deiner Verantwortung. Natürlich zahlst du weiterhin AHV/IV (1. Säule) – sogar den doppelten Anteil, da kein Arbeitgeber mitbezahlt. Aber die 2. Säule fällt weg, es sei denn du unternimmst selbst etwas: Du kannst dich z.B. einer Vorsorgestiftung oder Verbands-Pensionskasse für Selbstständige anschliessen (freiwillig), oder – was viele tun – du nutzt die Säule 3a maximal aus. Selbständigerwerbende ohne Pensionskasse dürfen wesentlich mehr in 3a einzahlen (bis 20% vom Nettoeinkommen, maximal ~35'000 CHF pro Jahr). Das ist eine super Möglichkeit, steuerbegünstigt fürs Alter zu sparen. Aber: Disziplin ist gefragt! Du musst selbst entscheiden, wie viel du jedes Jahr für später zur Seite legst. Kein HR und keine Lohnabrechnung erinnert dich daran. Wenn du es vergisst oder aufschiebst („dieses Jahr investiere ich lieber in eine neue Praxiseinrichtung als in die Rente“), kann es passieren, dass deine Altersvorsorge hinterher hinkt.
Zusätzlich bieten Pensionskassen für Angestellte oft Leistungen bei Invalidität (Erwerbsunfähigkeit) und für Hinterbliebene. Als Selbstständiger musst du überlegen: Wie ist meine Familie abgesichert, wenn mir etwas zustösst? Ohne Pensionskasse gibt es keine Witwen- oder Waisenrente ausser der kleinen AHV-Rente. Hier kann private Vorsorge in Form von Lebensversicherungen oder Invaliditätsversicherungen sinnvoll sein. Kurzum: Die Vorsorge für dich als Arzt will (muss!) gut geplant sein – besonders in der Selbstständigkeit. Es gibt zwar keinen Pflicht-Anschluss an eine 2. Säule für Selbstständige, aber empfehlenswert ist es, sich freiwillig anzuschliessen oder alternativ konsequent privat zu sparen oder noch besser zu investieren. Sonst droht im schlimmsten Fall als selbstständiger Arzt im Alter ein böses Erwachen mit lediglich der AHV-Minimalrente und sozialer Abstieg. 😬 Leider keine Einzelfälle.
Versicherungen: Was ein Arzt alles absichern muss
Weiter geht’s mit dem Thema Versicherungen für Ärzte. Hier zeigen sich grosse Unterschiede, ob du angestellt oder selbstständig bist. Ein Angestellter hat vieles schon geregelt im „Rundum-sorglos-Paket“ des Arbeitgebers, während Selbstständige sich um praktisch alles selbst kümmern müssen. Ein Überblick:
Als angestellter Arzt profitierst du von folgenden Absicherungen automatisch oder vergünstigt:
Unfallversicherung: Dein Arbeitgeber versichert dich nach UVG gegen Berufsunfälle und Nichtberufsunfälle. Du bist also 24/7 gegen Unfallschäden versorgt. Die Prämie für Nichtberufsunfälle wird oft vom Lohn abgezogen (ein kleiner Prozentsatz), aber darum kümmert sich das Spital. Wenn du mal vom Bike fällst oder beim Skifahren gestürzt bist, übernimmt diese Versicherung die Behandlungskosten und zahlt sogar einen Teil deines Lohns, wenn du arbeitsunfähig bist.
Krankentaggeld: Viele Spitäler haben eine Kollektivversicherung, die dein Gehalt weiterzahlt (meist 80-100%) falls du länger krank bist. Gesetzlich muss ein Arbeitgeber zwar nur für eine begrenzte Zeit Lohn fortzahlen, aber üblich ist eine Versicherung, die z.B. bis zu 720 Tage 80% deines Lohns übernimmt. Für dich heisst das: Auch bei längerer Krankheit hast du kein sofortiges Einkommensproblem.
Invalidität und Todesfall: Wie erwähnt, über die Pensionskasse bist du gegen Erwerbsunfähigkeit versichert. Wirst du invalide, zahlt die PK eine Rente (zusätzlich zur staatlichen IV-Rente). Stirbst du, erhalten Angehörige (Partner, Kinder) eine Hinterbliebenenrente. Du musst dich nicht selbst um entsprechende Policen kümmern – das ist Teil deines Anstellungspakets.
Berufshaftpflicht: Im Spital bist du in der Regel über den Arbeitgeber haftpflichtversichert. Wenn bei einer Behandlung ein Fehler passiert, greift die Versicherung des Spitals/Klinik und übernimmt Schadenersatzansprüche. Als angestellter Arzt musst du also keine eigene Berufshaftpflichtversicherung bezahlen (ausser vielleicht bei Nebentätigkeiten).
Arbeitslosenversicherung: Solange du angestellt bist und Beiträge zahlst, bist du gegen Arbeitslosigkeit versichert. Sollte das Unwahrscheinliche passieren und du verlierst deine Stelle, hast du Anspruch auf Arbeitslosengeld (üblicherweise 70–80% des letzten Lohns bis zu einem gewissen Maximum).
Jetzt zur anderen Seite: Als selbstständiger Arzt musst du an einige zusätzliche Versicherungen denken, damit du und deine Praxis rundum geschützt seid:
Unfallversicherung: Du bist dein eigener Arbeitgeber – also musst du dich selbst versichern. Entweder schliesst du eine Unfallversicherung bei einer Versicherung (oder der Suva) ab oder du erweiterst deine Krankenkasse mit der Unfalloption. Ohne das zahlst du bei einem Unfall alle Kosten selbst. Die Prämien dafür hängen von deinem Einkommen und Risikoprofil ab, sind aber im Vergleich zum möglichen Schaden gering. Nicht vergessen: auch deine Angestellten in der Praxis (MPAs, Praxisassistenten) benötigen eine Unfallversicherung, jetzt bist du dafür verantwortlich!
Krankentaggeld / Erwerbsausfallversicherung: Wenn du als selbstständiger Arzt krank wirst oder einen Unfall hast, zahlt dir niemand automatisch den Lohn weiter – du bist ja die Firma. Stell dir vor, du fällst für 3 Monate aus: ohne Vorsorge könntest du in finanzielle Schwierigkeiten geraten, weil kein Geld reinkommt. Daher ist eine Krankentaggeld-Police für Selbständige praktisch Pflicht. Du bestimmst die Deckung (z.B. ab dem 30. Tag bis 720 Tage 80% deines Einkommens). Die Prämie dafür richtet sich nach Alter, Gesundheitszustand und gewünschter Leistung – kann ein paar Prozent deines Einkommens ausmachen. Aber diese Versicherung sorgt dafür, dass deine Praxis und dein Privatbudget nicht sofort krachen gehen, wenn du länger ausfällst.
Berufshaftpflichtversicherung: Als selbstständiger Arzt musst du zwingend eine Berufshaftpflichtversicherung abschliessen – dies ist kantonal geregelt und Voraussetzung für den Praxisstart. Ein einzelner Behandlungsfehler kann zu Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe führen, besonders bei dauerhaften Patientenschäden. Während in der Anstellung das Spital diese Versicherung übernimmt, benötigst du jetzt deine eigene Police. Die Kosten bleiben glücklicherweise überschaubar: Je nach Fachrichtung liegen sie zwischen CHF 600 und 1'500 pro Jahr für übliche Deckungssummen. Ein gut investierter Betrag für einen ruhigen Schlaf!
Praxis-Inventar und Betriebsversicherung: Dein teures Ultraschallgerät, die IT-Anlage, das Mobiliar – was, wenn ein Brand oder Diebstahl passiert? Als Praxisinhaber solltest du eine Geschäftsversicherung haben, die Sachschäden abdeckt. Ausserdem wichtig: eine Betriebshaftpflicht (falls z.B. ein Patient in deiner Praxis auf frisch gewischtem Boden ausrutscht – solche Nicht-Malheur müssen auch versichert sein). Diese Versicherungen kosten zwar auch etwas, aber ohne könnte ein Unglück dein Geschäft ruinieren.
Alters- und Risikovorsorge: Wie oben besprochen, solltest du freiwillig für Alter, Invalidität und Hinterlassenenvorsorge sorgen. Das kann über Einzahlungen in Säule 3a, Risikoversicherung oder den Anschluss an eine Pensionskasse geschehen. Da gibt es attraktive Lösungen abseits von 08/15, speziell für dich.
Kein ALV-Schutz: Beachte, dass du als Selbstständiger keine Arbeitslosenversicherung hast. Wenn du deine Praxis schliessen müsstest (z.B. aus wirtschaftlichen Gründen oder Gesundheit), hast du kein Anrecht auf Taggelder von der ALV. Dieses Risiko musst du selber tragen. Das motiviert natürlich, früh genug finanziell vorzusorgen und Reserven anzulegen.
Du siehst, als selbstständiger Arzt in der Schweiz trägst du ein ganzes Bündel an Verantwortungen, für die zuvor im Angestelltenverhältnis dein Arbeitgeber aufgekommen ist. Das bedeutet nicht, dass es schlechter ist – aber du musst es einplanen (sowohl organisatorisch als auch finanziell). Viele Versicherungen gibt’s in Paketen oder über Verbände etwas günstiger. Dennoch: Vergiss nicht, diese Posten in deiner Kalkulation zu berücksichtigen, bevor du dich in die Selbstständigkeit stürzt.
Steuern: Was bleibt dir als Arzt nach dem Fiskus?
Zu guter Letzt das Thema, das niemand mag, aber alle betrifft: Steuern. 🙈 Ob du angestellt oder selbstständig bist – Steuern zahlst du so oder so. Aber die Art und Höhe können sich unterscheiden.
Angestellte Ärzte haben es relativ unkompliziert: Dein Lohn wird als Einkommen versteuert. Wenn du Schweizer Bürger oder C-Bewilligung hast, zahlst du die Steuern in der Regel direkt via Rechnung (nicht Quellensteuer, die betrifft vor allem ausländische Ärzte mit L-Bewilligung/B-Bewilligung ohne C). Du kannst ein paar berufsbedingte Auslagen abziehen (Fachliteratur, Berufskleidung, Fahrkosten ins Spital, etc.), aber wirklich viel Spielraum hat man nicht. Das Schweizer Steuersystem ist progressiv: Je mehr du verdienst, desto höher der prozentuale Steueranteil. Beispiel: Bei 100'000 CHF Einkommen zahlst du je nach Kanton vielleicht um die 10–15% Steuern. Bei 200'000 CHF können es schon 20–25% sein, und 300'000 CHF Einkommen können gegen 30% Gesamtsteuerlast bedeuten (inkl. Bund/Kanton/Gemeinde). Das heisst: Von zusätzlichen Einkommen bleibt netto immer weniger übrig, weil der Staat – oder in unserem Fall der Steuerbeamte – mehr abknöpft. Als Angestellter kannst du daran wenig ändern, ausser in einen Kanton mit tieferen Steuern zu zügeln (Hallo Schwyz oder Zug 🙋♂️).
Selbstständige Ärzte haben einerseits ähnliche Steuerregeln (Einkommenssteuer nach demselben Tarif auf den erzielten Gewinn), andererseits aber mehr Möglichkeiten, die steuerbare Summe zu beeinflussen. Denn als Selbstständiger kannst du geschäftliche Ausgaben vom Einkommen abziehen, bevor der Gewinn versteuert wird. Dazu zählen z.B. Praxismiete, Geräte-Leasing, Löhne deines Praxispersonals, Fachweiterbildungen, Geschäftsfahrzeug-Kosten (falls du z.B. Hausbesuche machst) und so weiter. Auch Einzahlungen in die 3. Säule (privates Altersparen) kannst du vom Einkommen abziehen – und hier hast du als Selbständiger ja einen viel höheren Maximalbetrag, den du einzahlen darfst (was Steuern spart und für die Rente sinnvoll ist). Wenn du eine eigene AG oder GmbH gründest für deine Praxis, spielen zusätzlich Themen wie Dividenden vs. Lohn, Besteuerung auf Firmenebene etc. eine Rolle – diese Details sparen wir uns hier, es geht ja um den generellen Vergleich. Wichtig zu wissen: Ein findiger Selbstständiger kann seine Steuerlast etwas optimieren, indem er Ausgaben clever timed und Abzüge nutzt, während ein Angestellter relativ „starr“ sein Einkommen versteuert.
Aber bevor jetzt zu viel Euphorie aufkommt: Gewinne musst du natürlich erstmal erzielen, um überhaupt Steuern zahlen zu dürfen. 😜 Und wenn du als selbstständiger Arzt sehr hohe Gewinne hast, landest du steuerlich in einer hohen Progressionsstufe – da beisst die Maus keinen Faden ab. Es kann sogar sein, dass du bei z.B. 300'000 CHF Gewinn unterm Strich prozentual mehr Steuern zahlst als ein Chefarzt mit 300'000 CHF Lohn, weil letzterer vielleicht noch gewisse Abzüge aus der Pensionskasse hat. Mein Tipp: Plan unbedingt genügend für Steuern zurück! Gerade Selbstständige vergessen leicht, dass das Geld nicht alles ihnen gehört – ein schöner Batzen geht ans Steueramt. Am besten legst du für jeden verdienten Franken schon mal grob 25–30 Rappen auf die Seite für Steuern, damit es keine böse Überraschung gibt. Und natürlich: Mit ganzheitlicher und professioneller Steuer- und Finanzberatung lassen sich legale Steueroptimierungen finden, egal ob angestellt oder selbstständig. Dazu im Fazit gleich mehr.
Beschränkung für Einkäufe beachten! Nach einem Zuzug in die Schweiz können in den ersten fünf Jahren jährlich maximal 20% des versicherten Lohnes eingekauft werden.
Als Arzt neu in der Schweiz – was du gesondert beachten solltest
In der Schweiz gibt es für Ärzte, insbesondere für ausländische Neuzulassungen, verschiedene Regulierungen, die sich auch auf die Möglichkeit der Niederlassung und damit indirekt auf "Einkäufe" (im Sinne von Praxiseröffnung oder -übernahme) auswirken können. Es ist wichtig zu beachten, dass das Schweizer Gesundheitswesen kantonal geregelt ist, was auch zu Unterschieden zwischen den Kantonen führen kann.
Hier die wichtigsten Punkte, die für die ersten Jahre der Tätigkeit relevant sind:
Zulassungsstopp / Höchstzahlen für ambulante Ärzte:
Zulassungssteuerung (Bedürfnisklausel): Seit 2022 gibt es in der Schweiz eine Zulassungssteuerung, die den Kantonen ermöglicht, Höchstzahlen für ambulant tätige Ärztinnen und Ärzte festzulegen. Dies soll eine Überversorgung in bestimmten Fachbereichen verhindern und die Kosten im Gesundheitswesen eindämmen.
Betroffene Fachbereiche: Von dieser Regelung sind Mediziner fast aller Bereiche betroffen (z.B. Orthopädie, Neurologie, Urologie, Radiologie). Haus- und Kinderärzte sowie psychiatrisch tätige Mediziner sind in der Regel nicht betroffen, da hier oft ein Mangel besteht.
Ausnahmen: Neue Ärzte werden in überversorgten Fachbereichen nur zugelassen, wenn andere Mediziner aufhören zu arbeiten. Für bereits zugelassene Ärzte ist kein Bedürfnisnachweis notwendig.
Ausnahmen bei Unterversorgung:
Am 18. März 2023 trat eine Ergänzung des KVG in Kraft (Artikel 37), die es den Kantonen erlaubt, in bestimmten Fällen Ausnahmen von der dreijährigen Tätigkeitspflicht zu gewähren. Diese Ausnahmen sind bis zum 31. Dezember 2027 befristet und gelten für folgende Fachgebiete:
Allgemeine Innere Medizin
Praktischer Arzt / Praktische Ärztin
Kinder- und Jugendmedizin
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Voraussetzung für die Gewährung einer Ausnahme ist eine nachgewiesene Unterversorgung im jeweiligen Fachgebiet und Kanton. Die Umsetzung dieser Ausnahmeregelung obliegt den einzelnen Kantonen .
Ziel: Die Regelung zielt vorwiegend darauf ab, den Zustrom von Ärzten aus der EU einzudämmen und sieben Millionen Franken pro Jahr einzusparen.
Dreijährige Tätigkeitspflicht / Berufserfahrung:
Neue Zulassungsvoraussetzungen: Seit dem 1. Januar 2022 gelten neue Zulassungsvoraussetzungen für Ärztinnen und Ärzte. Ein zentraler Punkt ist die Anforderung, dass ausländische Ärzte drei Jahre Berufserfahrung an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte (z.B. in Spitälern) absolviert haben müssen, um eine ambulante Zulassung zu erhalten.
Praxis als Weiterbildungsstätte: Eine Arztpraxis wird seit 2022 faktisch nicht mehr als Ort zur Erlangung dieser dreijährigen Berufserfahrung akzeptiert.
Ausnahmen: Es gab parlamentarische Initiativen für Ausnahmen von dieser dreijährigen Tätigkeitspflicht, befristet bis Ende 2027 und nur für bestimmte medizinische Fachgebiete, wo eine nachgewiesene Unterversorgung besteht.
Berufsausübungsbewilligung (BAB):
Neben der Registrierung der Diplome ist für die tatsächliche Niederlassung eine kantonale Berufsausübungsbewilligung (BAB) erforderlich. Diese ist in etwa einem Kassensitz gleichzusetzen.
Die meisten Kantone wenden den Zulassungsstopp an, was bedeutet, dass überwiegend keine neuen BAB für Fachspezialisten ausgestellt werden. Davon ausgenommen sind meist die Fachgebiete der Grundversorgung.
Vorsicht bei provisionsbasierten Finanzberatungen für Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz
In der Schweiz gibt es eine Vielzahl an Finanzdienstleistern, die sich gezielt auf die Beratung von Ärztinnen und Ärzten spezialisiert haben. Auf den ersten Blick erscheint dieses Angebot attraktiv: versprochen werden massgeschneiderte Finanzlösungen, Unterstützung bei der Praxisgründung, Altersvorsorge, Steueroptimierung und Vermögensaufbau – speziell zugeschnitten auf die besonderen Bedürfnisse medizinischer Fachpersonen. Doch hinter diesen Angeboten verbirgt sich nicht selten ein System, das weniger dem Interesse der Klientinnen und Klienten dient, sondern vor allem den eigenen Provisionszielen.
Provision statt Transparenz: Ein systemisches Problem
Der Grossteil dieser „ärztespezifischen“ Beratungsstellen arbeitet auf Provisionsbasis. Das bedeutet: Die Beraterinnen und Berater erhalten keine direkte Bezahlung durch ihre Kundschaft, sondern verdienen an den Produkten, die sie verkaufen – beispielsweise Lebensversicherungen, Vorsorgeprodukte (Säule 3a/3b), Anlagelösungen oder Hypotheken. Diese Struktur führt zu einem grundlegenden Interessenkonflikt:
Verkauft wird, was Provision bringt – nicht was sinnvoll ist.
Teure, komplexe Produkte werden bevorzugt platziert, da sie höhere Abschlussvergütungen versprechen.
Langfristige Verträge mit hohen Rückkaufsverlusten werden schön gerechnet.
Objektive Vergleichbarkeit oder unabhängige Produktanalysen fehlen meist vollständig.
Überteuerte Preisstrukturen und mangelnde Neutralität
Hinter dem freundlichen Auftreten und dem scheinbar spezialisierten Wissen verbirgt sich oft eine hochpreisige Beratungsmaschinerie. Es werden Paketlösungen für mehrere Tausend Franken angeboten – teils mit fragwürdigem Inhalt und ohne jegliche Erfolgskontrolle. Besonders problematisch: Viele dieser „Beratungen“ sind nichts anderes als Verkaufsveranstaltungen. Anstelle einer strategischen, ganzheitlichen Finanzplanung erhält man eine Ansammlung von Verträgen und Produkten, deren Sinnhaftigkeit nur schwer nachvollziehbar ist.
"Honorarfrei" ist nicht kostenlos – oft sind die versteckten Kosten über Provisionen viel höher als ein transparentes Honorar.
Unabhängigkeit wird suggeriert, ist aber de facto nicht vorhanden, da die Berater an Versicherungspartner oder Produktanbieter gebunden sind.
Die Beratung erfolgt oft ohne vertieftes steuerliches oder unternehmerisches Know-how, was gerade für selbstständige Ärztinnen und Ärzte kritisch sein kann.
Die bessere Alternative: Unabhängige Finanzberatung
Wer eine seriöse und objektive Finanzplanung wünscht, sollte auf eine unabhängige Finanzberatung zurückgreifen. Dabei wird der Berater direkt vom Mandanten bezahlt – ohne Provisionen oder Produktverkauf. Nur so kann echte Neutralität gewährleistet werden. In der Schweiz ist dieses Modell zwar noch nicht weit verbreitet, aber es gibt einige spezialisierte Finanzberater, die transparente und produktunabhängige Beratung auf hohem Niveau leisten.
Last but not, least
Wir haben über verschiedene Vorsorgethemen besprochen, hier noch einige wichtige die nur erwähnt werden, denn sonst würde es das Mass sprengen.
Neben der klassischen Säule 3a und 3b, die dir verschiedene Anlagemöglichkeiten und flexible Vermögensbildung bieten, kannst du durch nachhaltige Geldanlagen und Immobilienvorsorge dein Portfolio diversifizieren.
Begleitete und durchdachte Finanzplanung, mit Steueroptimierung helfen dir, den Überblick zu behalten und deine Einzahlungen sowie Bezüge strategisch zu planen.
Denk auch an die familiäre Absicherung durch Lebensversicherungen und eine frühzeitige Pensionsplanung, die dir Flexibilität für deine Zukunft ermöglicht.
Vergiss nicht, dein Vermögen durch ETFs und Aktien aufzubauen und dich gegen Risiken wie Invalidität abzusichern, während du gleichzeitig Strategien zum Inflationsschutz entwickelst.
Dein Weg – deine Finanzen, Beratung hilft wirklich!
Ob angestellt oder selbstständig als Arzt – es gibt nicht die eine richtige Antwort, was besser ist. Finanziell hängt es von so vielen Faktoren ab: deiner Fachrichtung, deiner Persönlichkeit, wie viel unternehmerisches Risiko du eingehen willst, deinem Lebensstil, Familienplänen, Wohnort (Stichwort Steuern!) und sogar von Zufällen. Fakt ist: Finanzplanung für Ärzte ist kein Selbstläufer. Die Materie mit Löhnen, Sozialabgaben, Vorsorge und Versicherungen ist kompliziert – und dein Fall ist sehr individuell. Was für Dr. Meier passt, muss für dich noch lange nicht ideal sein.
Die gute Nachricht: Du musst diese Entscheidungen nicht alleine treffen. Genau wie deine Patienten sich an Fachärzte wenden, darfst du dir bei Geldfragen Unterstützung holen. Eine spezialisierte ungebundene Finanzberatung kennt die typischen Knacknüsse und weiss, welche Lösungen es gibt. Wir helfen dir, ein massgeschneidertes Finanzkonzept zu erstellen, egal ob du im Spital Karriere machst oder den Schritt in die eigene Praxis wagen willst. So hast du alle wichtigen Punkte im Blick: vom Nettolohn-Vergleich über die optimale Vorsorge als Arzt, den richtigen Versicherungsschutz bis zur Steuerplanung.
Am Ende des Tages sollst du dich auf das konzentrieren können, was du am besten kannst: deine Patienten versorgen. 😉 Unsere Mission ist es, dass deine finanzielle Gesundheit genauso gut ist wie die deiner Patienten. Denn Hand aufs Herz: Die beste Therapie nützt nichts, wenn einen im Hinterkopf die Geldsorgen plagen. Also, egal ob du den Chefarztvertrag unterschreibst oder den Praxisschlüssel umdrehst – sorge dafür, dass deine Finanzen im Lot sind. Es lohnt sich!
Hast du Fragen zur finanziellen Planung als Arzt? Dann melde dich gerne für eine unverbindliche Beratung. Gemeinsam finden wir heraus, welcher Weg für dich der richtige ist – angestellt oder selbstständig, finanziell gut abgesichert in jedem Fall. Los geht’s – Ich freue mich darauf, dich zu unterstützen! 🏥💼💡
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