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Category: Invest - Geldanlagen

ETF & US Quellensteuer: Wichtige Fragen und Antworten zur Besteuerung und Optimierung

👉 Dieser Blog wurde länger als gedacht, daher habe ich ihn in 2 Teile unterteilt. Teil 1 – US Quellensteuern; Teil 2 – US Erbschaftsteuern.

👁️‍🗨️ Auf einen Blick

Als Schweizer Anleger mit Wohnsitz in der Schweiz investierst du in ETFs und Aktien von Weltkonzernen, meist mit Unternehmenssitz USA. Dies zieht einige Konsequenzen mit sich. Hier erfährst du einiges darüber.

  • ETF-Domizil ist entscheidend: Irische ETFs bieten für Schweizer Anleger in US Titeln optimale Steuervorteile
  • Erfahre bei welchen ETFs du keine US Quellensteuer zahlst
  • Thesaurierende ETFs bevorzugen: Steueraufschub durch automatische Wiederanlage der Dividenden
  • Wie du je nach Kanton zusätzliche Abzüge von deinem ETF in deiner Steuererklärung machen kannst.
  • Wie du die Quellensteuer minimieren oder vermeiden kannst
  • Säule 3a-Einzahlungen maximieren: Steuervorteile nutzen mit ETF
  • Auch als Schweizer mit Wohnsitz in der Schweiz kannst du unter Umständen von der US-Nachlasssteuer betroffen sein (bis zu 40%!)

 

Steuern sind wie hungrige Piranhas – sie knabbern still und leise an deiner Rendite. Doch keine Sorge, es gibt einen Ausweg! Dieser Blog ist in zwei Teile gegliedert: zum einen die Quellensteuer und zum anderen die US-Erbschaftssteuer, die auch für dich in der Schweiz (happig) relevant sein könnte.

Hier sind die harten Fakten: Steuern und Kosten können deine 7% Rendite auf 4-5% schrumpfen lassen. Bei 100.000 Franken über 20 Jahre? Das macht satte 170.000 Franken Unterschied (Steuern- und Abgabefrei )! Zeit, clever zu werden.

Mit den richtigen Wissen holst du 1-2% mehr raus. Da liegen über die Jahre einige tausend Franken für dich bereit. Klingt besser als Überstunden, oder?

Der Schlüssel zum Erfolg? An einigen Ecken und Kanten kannst du optimieren. In diesem Beitrag erkläre ich wo und wie. Denn am Ende zählt nur, was netto übrig bleibt – oder wie ich sagen würde: „meh Cäsh in de Täsch"!

Das Beste kommt zum Schluss: Du kannst deine Steuersituation optimieren! Die schlechte Nachricht? Es wird etwas kompliziert. Aber hey, für mehr Geld lohnt sich das bisschen Kopfarbeit, nicht wahr? 😉

Steuergrundlagen für den ETF & Aktien Anleger im Überblick

Hier sind die wichtigsten Unterschiede zwischen den genannten Steuerarten:

  • Verrechnungssteuer: Eine Schweizer Steuer von 35%, die auf inländische Ausschüttungen von Schweizer Firmen und Aktien erhoben wird. Du kannst sie in der Steuererklärung zurückfordern. Wenn du die Verrechnungssteuer in deiner Steuererklärung angibst, erhältst du diese 35% zurück – allerdings erhöht sich dadurch dein steuerpflichtiges Einkommen. Keine Angst, es lohnt sich trotzdem, ehrlich zu sein!
  • Quellensteuer: Wird direkt bei der Ausschüttung von Dividenden aus ausländischen Aktien im Ursprungsland erhoben. Bei US-Aktien beträgt sie grundsätzlich 30%, kann aber durch Doppelbesteuerungsabkommen auf 15% reduziert werden. Solche Abkommen bestehen zwischen den USA und Irland sowie zwischen den USA und der Schweiz.
  • Vermögenssteuer: Wird jährlich auf den Gesamtwert, eben das Vermögen deines investierenden Portfolios erhoben und liegt im Promillebereich. In den meisten Kantonen gibt es ausserdem einen Freibetrag. Ich zahle lieber Vermögenssteuer als Einkommenssteuern.
  • Einkommenssteuer: Fällig auf alle Einkommen, wozu auch Dividenden und Ausschüttungen in der Schweiz gehören.
  • US-Nachlasssteuer: Diese kann auch Schweizer mit Wohnsitz in der Schweiz betreffen und bis zu 40% des Nachlasswerts ausmachen. Während wir in der Schweiz die Erbschaftssteuer kennen, verwenden die USA dieses andere Steuersystem.
  • Der Sitz deines Brokers respektive deiner Bank – also wo deine Aktien hinterlegt sind – ist in dieser Thematik ebenfalls wichtig, wie wir später noch sehen werden. Wenn du mehr über Broker vs. Bank erfahren möchtest, lies den Blogbeitrag.

Was ist ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)?

Ein Doppelbesteuerungsabkommen ist ein Vertrag zwischen zwei Ländern, der verhindert, dass Einkünfte oder Vermögen in beiden Staaten besteuert werden. Dies ist besonders wichtig für:

  • Internationale Investoren, die sonst zweimal Steuern zahlen müssten
  • Unternehmen, die in mehreren Ländern tätig sind
  • Arbeitnehmer, die im Ausland arbeiten

Warum ist ein DBA für beide Länder interessant?

  • Wirtschaftsförderung: DBAs fördern internationalen Handel und Investitionen, da sie Steuerklarheit schaffen und doppelte Belastungen vermeiden
  • Steuergerechtigkeit: Sie verhindern sowohl Doppelbesteuerung als auch Steuervermeidung durch klare Regelungen
  • Standortattraktivität: Länder mit vielen DBAs sind attraktiver für internationale Investoren
  • Rechtssicherheit: Klare Regeln für beide Seiten reduzieren Streitigkeiten und Verwaltungsaufwand

ETF oder Aktien mit inländischen Domizil 🇨🇭

Schweizer ETFs und Schweizer Anleger: Verrechnungssteuer

Nehmen wir zuerst einen einfachen Fall: Du hast in deinem Depot einen ETF oder Schweizer Aktien. Als Beispiel nehmen wir Nestlé, Novartis und Swiss Re – als Rechenbeispiel schüttet jede dieser drei Aktien 100 Franken als Dividenden aus. Erhalten tust du jedoch nur 65 Franken, denn 35 Franken (35% Verrechnungssteuer) gehen an den Bund.

Nachdem du deine Steuererklärung eingereicht hast und diese vom Steueramt definitiv akzeptiert worden ist, erhältst du die 35 Franken zurück. Weil du die Dividende in der Steuererklärung angegeben hast, versteuerst du sie als Einkommen. Am Ende bleiben dir irgendwo zwischen 80-85 Franken netto. Dein Nettobetrag hängt von deinem Steuerbaren Einkommen, Wohnkanton, Ortschaft und Konfession ab.

PhaseBetrag pro AktieErklärungTotal 3 Aktien
Brutto Dividende100 CHFUrsprüngliche Ausschüttung300 CHF
Verrechnungssteuer-35 CHF35% gehen an den Bund-105 CHF
Netto erhalten65 CHFDirekter Eingang auf Konto195 CHF
Rückerstattung+35 CHFNach Steuererklärung+105 CHF
Einkommenssteuer-15 bis -20 CHFJe nach Wohnort/Konfession-45 bis -60 CHF
Netto Final80-85 CHFEndgültiger Dividenden Ertrag240-255 CHF

ETF & US-Quellensteuer für Schweizer: Clevere Tipps für dich 🇺🇸

Welche Möglichkeiten gibt es, um Steuern auf das notwendige Minimum zu reduzieren? Hier einige allgemeine Tipps, die trotz kantonaler Unterschiede für dich nützlich sein können.

  • ETFs mit Domizil in Irland für internationale und US-Aktien wählen
  • Wachstumswerte schütten meist keine Dividenden aus – stattdessen profitierst du vom steuerfreien Kursanstieg
  • Schweizer ETFs für Schweizer Aktien nutzen. Die Stempelsteuer ist für inländische ETFs um die Hälfte niedriger bei 0,075%. Bei anderen ETF-Domizilen liegt sie bei 0,15%. Diese Steuer kannst du umgehen, wenn du ausländische Broker nutzt.
  • Synthetische ETFs für steuereffiziente US-Investments in Betracht ziehen. Diese sind von der US-Quellensteuer befreit
  • Vermögensverwaltungskosten (Depotgebühren, Verwaltungskosten) von der Steuer absetzen
  • Bevorzuge UCITS ETFs, da diese die Quellensteuer effizienter abwickeln, durch standardisierte Berichterstattung.

Quellensteuer auf Ausländische ETF und Aktien

Hier wird's langsam knackig. Je mehr ich nachgefragt habe, desto mehr Fragen als Antworten habe ich erhalten. Ich stelle dir die folgenden verschiedenen Szenarien so einfach wie nur möglich dar.

Der Ablauf einer Dividendenausschüttung: Die Firma Apple erzielt Gewinn und zahlt dir als Aktionär eine Dividende aus. Du hast ein ETF Fonds (wie den MSCI World) der wiederum Apple-Aktie enthält. Apple überweist diese Dividende zunächst an den Fonds. Der Amerikanische Staat (wo die Firma zu Hause ist), zieht sofort eine Quellensteuer ein. Anschliessend leitet der Fonds diese Ausschüttung an deine Depotbank und schliesslich an dich als Besitzer weiter.

Die besten Domizile für US-Aktien in ETFs

Wenn dein ETF einen grossen Anteil an US-Firmen enthält, wie zum Beispiel der MSCI World ETF, sind folgende Domizile für deine ETFs optimal.

  • Irland: Top-Wahl für US-Aktien! Dank Doppelbesteuerungsabkommen nur 15% statt 30% Quellensteuer
  • Luxemburg: Ähnliche Vorteile wie Irland, beliebter Standort für viele ETF-Anbieter

Europäische ETFs: Die optimale Standortwahl

Europa-ETFs sollten in Irland oder Luxemburg domiziliert sein für optimale Quellensteuervorteile.

  • Irland/Luxemburg: Beste Wahl wegen EU-Steuervorteilen
  • Schweiz: Für SMI/SPI-Indizes ideal

 

ETFs in deiner 3. Säule & 2. Säule

Mit deiner 3. Säule erhält deine Vorsorgestiftung die Ausschüttungen. Als institutionelle Investoren kümmern sich diese um die Rückforderung ausländischer Quellensteuern und reinvestieren diese automatisch. Die USA anerkennen unsere Schweizer Vorsorgestiftungen, weshalb keine US-Quellensteuer abgezogen wird. Dies kommt letztendlich deinem Vorsorgeguthaben als Anteilseigner zugute. Einige Stiftungen weisen diese Rückforderungen explizit aus. In der 3. Säule musst du weder Dividendenerträge noch Vermögenssteuer darauf zahlen.

Tipp für ausländische Arbeitnehmer – die Quellenbesteuert werden

Arbeitnehmer mit Aufenthaltsbewilligung B können in die Säule 3a einzahlen und zahlen bis zum Erhalt der Niederlassungsbewilligung C Quellensteuer, die der Arbeitgeber monatlich abzieht.

Die Einzahlungen in die Säule 3a sind vom steuerbaren Einkommen abziehbar, was zu einer nachträglichen Korrektur der Quellensteuer führt.

Das kantonale Steueramt erstattet die Differenz nach Einreichung eines schriftlichen Gesuchs bis Ende März des Folgejahres. Basis ist die jährliche Einzahlungsbescheinigung der Bank. Die Steuerämter stellen Vorlagen für Rückerstattungsgesuche online bereit.

Der Steuervorteil von SWAP basierten ETFs

SWAP ETFs verwenden anstelle von direkten Aktieninvestments:

  • Dank der sogenannten "871(m)-Regulierung" können synthetische ETFs die US-Quellensteuer komplett umgehen
  • Ergebnis: Bis zu 30% mehr Netto-Dividendenertrag bei US-Aktien!
  • Besonders interessant für thesaurierende ETFs, da der Steuervorteil reinvestiert wird

Beispiel: Ein physischer S&P 500 ETF mit 2% Dividendenrendite verliert 0,6% durch US-Quellensteuern. Der synthetische ETF behält die vollen 2%, sprich rund 43% mehr für dich!

Der Haken: Kontrahentenrisiko. Du bekommst nichts geschenkt. SWAP ETFs haben ein Gegenparteirisiko, falls die Swap-Partner in Schwierigkeiten geraten. Die grossen Anbieter sichern das jedoch gut ab.

Vermögensverwaltungskosten absetzen

Du kannst die Depotgebühren (Wertschriftenkosten) deiner Bank von der Steuer absetzen. Nicht abzugsfähig sind hingegen Transaktionskosten für den Kauf und Verkauf von ETFs sowie Beratungshonorare im Zusammenhang mit deinen Investments.

Die Pauschalabzüge fallen meist höher aus als die tatsächlichen Kosten. Hier eine Zusammenstellung von verschiedenen Kantone.

KantonAbzug (Stand 2024)
Zürich3‰ des Steuerwerts, max. CHF 6'000
Schaffhausen2.5‰ des Wertschriftenvermögens, max. CHF 3'000
Sankt Gallen2‰ bis CHF 3 Mio., 1‰ über CHF 3 Mio., Begrenzung ab CHF 12 Mio.
Thurgau2‰ des Steuerwerts, max. CHF 6'000
Bern0‰ (Pauschal), muss effektiv Nachgewiesen werden
Aargau3‰ des Depotwerts
Luzern3‰ des Depotwerts bis CHF 3 Mio., 0,1‰ darüber
Zug3‰ des Depotwerts, maximal CHF 9'000
Schwyz3‰ des Depotwerts, maximal CHF 6'000
Solothurn3‰ des Depotwerts bis CHF 2 Mio., 0,15‰ darüber, maximal CHF 15’000
Graubünden2,5‰ bis CHF 3,6 Mio., 1‰ darüber
Nidwalden3‰ des Depotwerts, maximal CHF 9'000
Obwalden3‰ des Depotwerts, maximal CHF 6'000
Uri3‰ des Depotwerts, maximal CHF 5'000
Basel Stadt0‰ (Pauschal), muss effektiv Nachgewiesen werden
Basel Land3‰ des Depotwerts, sofern Verwaltungskosten nicht transparent ausgewiesen
Ticino0‰ (Pauschal), muss effektiv Nachgewiesen werden
Freiburgk.A.
Appenzell A.Rh.3‰ des Depotwerts
Appenzell I.Rh.mit Steuerverwaltung kontakt aufnehmen
Juramit Steuerverwaltung kontakt aufnehmen

UCITS ETF gut zu wissen

Was genau ist ein UCITS ETF? UCITS (Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities) sind ETFs, die sich in mehreren wichtigen Aspekten von anderen Fonds unterscheiden:

  • Strenge Regulierung: UCITS ETFs unterliegen den strengsten Anlagevorschriften in Europa und bieten dadurch ein hohes Mass an Anlegerschutz
  • Risikostreuung: Maximal 10% des Fondsvermögens dürfen in Wertpapiere eines einzelnen Emittenten investiert werden. Bei Indexfonds sind unter bestimmten Bedingungen bis zu 20% möglich
  • Liquiditätsanforderungen: UCITS ETFs müssen mindestens 90% in börsennotierte und liquide Wertpapiere investieren
  • Transparenzpflicht: Regelmässige Berichterstattung über Zusammensetzung, Risiken und Kosten ist vorgeschrieben
  • Europäischer Pass: UCITS ETFs können in allen EU-Ländern und der Schweiz ohne zusätzliche Zulassung vertrieben werden

Diese strengen Vorschriften machen UCITS ETFs besonders attraktiv für Privatanleger, da sie ein hohes Mass an Sicherheit und Transparenz bieten. Tipp: US-ETFs trumpfen oft mit extrem günstigen Gebühren auf. US-ETFs unterliegen anderen regulatorischen Rahmenbedingungen und können zusätzliche Steuern oder Risiken mit sich bringen. Mit Domizil Schweiz, Irland und Luxemburg liegst du im grünen Bereich.

Tipp: US-ETFs trumpfen oft mit extrem günstigen Gebühren auf. US-ETFs unterliegen anderen regulatorischen Rahmenbedingungen und können zusätzliche Steuern oder Risiken mit sich bringen. Mit Domizil Schweiz, Irland und Luxemburg liegst du im grünen Bereich.

Der Broker-Sitz: Warum er für Schweizer entscheidend ist

Der Sitz deines Brokers spielt eine entscheidende Rolle für deine steuerliche Situation als Schweizer Anleger. Hier die wichtigsten Unterschiede:

1. US-Erbschaftssteuer – Das grösste Risiko

Schweizer Broker ✅

  • Keine US-Erbschaftssteuer auf US-Wertpapiere
  • Deine Aktien/ETFs gelten nicht als "US situs assets"
  • Völlig sicher, unabhängig von der Depothöhe

US-Broker ⚠️

  • Bis zu 40% US-Erbschaftssteuer auf US-Wertpapiere
  • Greift bereits ab 60'000 USD US-Investments
  • Gilt auch für Schweizer ohne US-Staatsbürgerschaft
  • Beispiel: 500'000 CHF in US-ETFs → bis zu 200'000 CHF Steuern im Todesfall!

2. Quellensteuer-Rückforderung

Schweizer Broker ✅

  • Einfache Rückforderung via Steuererklärung
  • DA-1 Formular ausfüllen → 15% zurück
  • Weitere 15% nach definitiver Steuerveranlagung
  • Bank erledigt vieles automatisch

Ausländischer Broker 🟡

  • Komplizierter Prozess
  • DA-1 Formular für erste 15%
  • Weitere 15% beim Broker nachfragen
  • Mehr Aufwand, aber machbar

Broker mit QI-Status ✅

  • Qualified Intermediary (z.B. Interactive Brokers)
  • Automatisch nur 15% Quellensteuer (statt 30%)
  • W-8BEN Formular wird verwendet
  • Steht auf offizieller IRS-Liste

3. Praktische Empfehlung

Für die meisten Schweizer Anleger:

Schweizer Broker/Bank (Swissquote, Cornèrtrader, PostFinance, etc.)

  • Maximale Sicherheit vor US-Erbschaftssteuer
  • Einfache Steuerhandhabung
  • Keine zusätzlichen Risiken

Alternative mit Vorsicht:

🟡 EU-Broker mit niedrigen Gebühren

  • Nur wenn US-Investments unter 60'000 USD bleiben
  • Oder nur UCITS ETFs (keine US-domizilierten ETFs)

Nicht empfohlen:

US-Broker

  • Risiko der 40% Erbschaftssteuer zu hoch
  • Nur für sehr erfahrene Anleger mit kleinen US-Positionen

Wichtig für Pensionsplaner: Die US-Erbschaftssteuer ist für Kunden mit grösseren Depots besonders relevant. Bei Vermögen über 60'000 USD in US-Wertpapieren und einem US-Broker kann die Familie bis zu 40% des Wertes verlieren – zusätzlich zur normalen Schweizer Erbschaftssteuer!

US Quellensteuer und die “spezial” Fälle für dich als Schweizer

Als Schweizer gibt es einige Spezialfälle zu beachten: Es macht einen Unterschied, ob deine Bank in der Schweiz ist oder nicht. Auch welche Bank spielt eine Rolle. Wenn du einen grossen Teil deines Vermögens in den USA investiert hast, musst du möglicherweise sogar die hohe US-Erbschaftssteuer berücksichtigen. So, ein nach dem anderen.

ETF Quellensteuer – der häufigste Fall

Ganz ähnlich wie die Verrechnungssteuer in der Schweiz. Auch hier erhältst du deine Quellensteuer zurück, sobald du die definitive Steuerbescheid hast.

SchrittBeispielSteuerbelastung
1. US-UnternehmenApple, Microsoft30 % Quellensteuer in den USA
2. ETF-Domizil (Irland)Vanguard World ETF15% der US Quellensteuer in Irland (zwischen Irland und CH keine Steuern)
3. Anleger-HeimatlandSchweizer AnlegerEinkommenssteuer je nach Einkommen, Wohnort, Konfession.

Wichtig zu wissen: Die Quellensteuer kann laut kantonaler Steuerbehörde nur zurückverlangt werden, wenn sie über 100 Franken beträgt. Mein Tipp: Falls deine Quellensteuer Beispielsweise um die 90 Franken liegt, kannst du versuchen, diesen Betrag als Spende an das jeweilige Land in deiner Steuererklärung abzuziehen. Nach dem Motto: Probieren geht über Studieren.

US Einzeltitel im Depot – wie ist die Quellensteuer dann?

Neben dass du in der Schweiz steuerpflichtig bist, ist die erste Frage , wo ist der Sitz deines Brokers?

Broker in der Schweiz

Wenn du eine Schweizer Bank oder Broker hast (der Unterschied erkläre ich dir in diesem Blog), kannst du dich entspannen. Mit dem Ausfüllen der Steuererklärung und dem Formular DA-1 erhältst du die ersten 15% rückerstattet. Die anderen 15% erhältst du erst, wenn die Steuerveranlagung definitiv ist.

Broker im Ausland

Hast du einen Ausländischen Broker, dann wird es komplizierter. Je nach Land sind auch andere Regeln. Als Faustformel kann ich dir sagen, mit dem Formular DA-1 erhältst du mal die ersten 15%, die weiteren musst du dich bei deinem Broker informieren. Dann haben wir noch die Ausnahme.

Bank ist im Ausland und ist Qualified Intermediary

Ein Qualified Intermediary (QI) ist ein IRS (das ist die US Steuerbehörde)-zertifizierter Finanzintermediär für reduzierte Quellensteuersätze. Die wichtigsten Vorteile:

  • Direkte Steuerreduktion: Sofortige Anwendung des reduzierten Satzes (15% statt 30%)
  • Einfache Dokumentation: Einmaliges Ausfüllen des W-8BEN Formulars genügt
  • Reporting: Gewährleistung korrekter steuerlicher Behandlung
  • Rechtssicherheit: Zertifizierte Anwendung von Steuerabkommen

Ohne QI-Status muss die volle Quellensteuer (30%) gezahlt und später zurückgefordert werden.

Der US-Broker (Interactive Brokers – IB) ist QI-zertifiziert, verwendet W-8BEN Formulare und ist in der offiziellen IRS-Liste aufgeführt.

Befreiung von US Dividendenbesteuerung

Lohnt sich eher bei ganz grossen Depot, für Kleinanleger eher weniger.

  • Direkte Investitionen in US Aktien mit W–8BEN Formular
  • ETF mit US – ISIN und W–8BEN Formular
  • Fonds 2. Säule mit CH ISIN dito für 3. Säule (die Stiftungen wissen dass 😉

 

Im Teil 2 geht es weiter mit US-Steuern und zwar die US-Erbschaftssteuer die auch dich in der Schweiz als Schweizer angehen können!

  • Fonds 2. Säule mit CH ISIN dito für 3. Säule (die Stiftungen wissen dass 😉

📋 Zusammenfassung: ETF-Steuer-Guide für Schweizer Anleger

1. ETF-Domizil ist entscheidend 🌍

Für US-Aktien & Internationale Aktien:

  • UCITS ETFs mit Domizil Irland/Luxemburg → nur 15% US-Quellensteuer
  • US-ETFs → 30% US-Quellensteuer + Risiko 40% Erbschaftssteuer

Für Schweizer Aktien:

  • Schweizer ETFs → tiefere Stempelsteuer (0,075% statt 0,15%)

Steuerersparnis-Beispiel:

2. Broker-Sitz ist kritisch 🏦

Broker-TypQuellensteuer-RückforderungUS-ErbschaftssteuerEmpfehlung
Schweizer Broker✅ Einfach (DA-1 Formular)✅ KeineBeste Wahl
EU-Broker🟡 Komplizierter✅ Keine (bei UCITS ETFs)OK mit Vorsicht
US-Broker🟡 Aufwändig❌ Bis 40% ab 60k USD!Nicht empfohlen

3. Steuerarten im Überblick 💰

Verrechnungssteuer (35%)

  • Auf Schweizer Aktien/ETFs
  • Vollständig rückforderbar via Steuererklärung
  • Dann als Einkommen versteuert
  • Endbelastung: ca. 15-20% je nach Steuersatz

Quellensteuer (15-30%)

  • Auf ausländische Aktien/ETFs
  • Rückforderbar mit DA-1 Formular (ab 100 CHF)
  • Abhängig von Doppelbesteuerungsabkommen
  • Irland/Luxemburg: 15% | Andere: oft 30%

US-Erbschaftssteuer (bis 40%)

  • Nur bei US-Broker + US-Wertpapiere
  • Greift ab 60'000 USD
  • Gilt auch für Schweizer ohne US-Pass
  • Vermeidbar durch Schweizer/EU-Broker!

Vermögenssteuer

  • Jährlich auf Depotwert
  • Im Promille-Bereich (ca. 0,3-0,8%)
  • Je nach Kanton unterschiedlich

Einkommenssteuer

  • Auf Dividenden und Ausschüttungen
  • Je nach persönlichem Steuersatz

4. Optimierungs-Strategien 🎯

Die 7 goldenen Regeln:

  1. UCITS ETFs (Irland/Luxemburg) für internationale Investments wählen
  2. Schweizer ETFs für Schweizer Aktien (SMI/SPI) nutzen
  3. Thesaurierende ETFs bevorzugen für automatischen Steueraufschub
  4. SWAP-ETFs erwägen für komplett steuerfreie US-Investments (871m-Regulierung)
  5. Säule 3a maximal ausschöpfen → keine Dividenden-/Vermögenssteuer, keine US-Quellensteuer
  6. Vermögensverwaltungskosten pauschal absetzen (je nach Kanton 2-3‰ des Depotwerts)
  7. Wachstumsaktien bevorzugen → steuerfreier Kursgewinn statt steuerpflichtige Dividenden

5. Wichtigste Faustregel ✨

Die optimale ETF-Kombination für Schweizer:

Internationale/US-Aktien:

  • UCITS ETF mit Domizil Irland oder Luxemburg
  • Physisch replizierend oder SWAP
  • Bei Schweizer Broker

Schweizer Aktien:

  • ETF mit Domizil Schweiz
  • Bei Schweizer Broker

Säule 3a:

  • ETF-Domizil spielt keine Rolle
  • Keine Steuern auf Dividenden/Vermögen
  • USA erkennt Vorsorgestiftungen an

💡 Rendite-Unterschied über 25 Jahre bei 100'000 CHF:

Quick-Check: Ist dein ETF optimal? ✓

Prüfe deine ETFs anhand dieser Fragen:

□ Ist der ETF UCITS-konform?

□ Hat der ETF Domizil Irland oder Luxemburg (für internationale Aktien)?

□ Oder hat der ETF Domizil Schweiz (für Schweizer Aktien)?

□ Liegt dein Depot bei einem Schweizer Broker?

□ Hast du weniger als 60'000 USD in US-Wertpapieren (falls ausländischer Broker)?

□ Nutzt du deine Säule 3a mit ETFs?

□ Setzt du Vermögensverwaltungskosten ab?

Je mehr Haken, desto besser ist deine Steueroptimierung!


 

Im Teil 2 geht es weiter mit US-Steuern und zwar die US-Erbschaftssteuer die auch dich in der Schweiz als Schweizer angehen können!

ETF & US Erbschaftssteuer

Teil 2: US – Erbschaftssteuer auf für Schweizer

👉 Dies ist der Zweite Teil des Blogs. Teil 1 – Quellensteuern US, Teil 2 – Erbschaftsteuern US.

👁️‍🗨️ Auf einen Blick

  • US-Erbschaftssteuer betrifft auch Schweizer! Selbst wenn du in der Schweiz wohnst, könntest du von dieser Steuer betroffen sein – mit bis zu 40% auf deine US-Investments! Aber keine Sorge: Wenn dein Depot außerhalb der USA liegt oder dein Vermögen unter 12 Millionen beträgt, bist du wahrscheinlich sicher.
  • "US situs assets" sind steuerrelevante Vermögenswerte, unabhängig von deinem Wohnort. Darunter fallen US-Aktien, Immobilien und sogar Schmuck. Private US-Bankkonten und ausländische Aktien sind hingegen nicht betroffen.
  • Drei smarte Optionen zur Steuervermeidung: Du musst nicht alles verkaufen! Lies welche Option für dich in Frage kommt.

🚀 Neugierig geworden? Erfahre im vollständigen Artikel, wie du deine Rendite maximieren und gleichzeitig die US-Steuerfalle clever umgehen kannst! Deine Hinterbliebenen werden es dir danken. 💰

Lesedauer: 3 Minuten

 

Die versteckte Gefahr: US-Erbschaftssteuer bei ETFs und Aktien

Ein oft übersehenes Risiko: Die US-Erbschaftssteuer betrifft nicht nur US-Bürger, sondern auch Schweizer Investoren und in der Schweiz wohnhafte Personen, die über einen US-amerikanischen Broker ETFs oder andere US-Wertpapiere halten.

Die gute Nachricht: Du kannst das Ganze vergessen, wenn dein Depot ausserhalb der USA liegt oder du aktuell weniger als 12 Millionen besitzt. Wenn du mehr hast, dann würde ich mich gut informieren ob eine Juristische Firma oder andere Wege für dich vorteilhafter sind.

Die schlechte Nachricht: Die US-Broker sind richtig gut und günstig. Die Freigrenze ist nicht in Stein gemeisselt. Selbst wenn sie halbiert wird, werden die meisten Anleger trotzdem noch im grünen Bereich sein.

Was sind “US situs assets”

US Situs Assets sind nach US-Steuerrecht "in den USA befindliche" Vermögenswerte, die für Nicht-US-Bürger der US-Erbschaftssteuer unterliegen können – unabhängig vom Wohnort.

Der Aufbewahrungsort spielt keine Rolle: Eine US-Aktie bleibt ein US Situs Asset, auch in einem Schweizer Depot.

Als US situs assets gelten:

  • US-Immobilien
  • US-Aktien
  • Bewegliches US-Sachvermögen (Schmuck, Fahrzeuge, Kunst)

Nicht als US situs assets gelten:

  • Private US-Bankkonten ohne Geschäftsbezug
  • US Treasury Bills und Certificates of Deposit
  • ADRs nicht-amerikanischer Unternehmen
  • Ausländische Aktien
  • Lebensversicherungserlöse für Nicht-US-Bürger

Diese Liste ist nicht vollständig. Konsultieren Sie einen US-Steuerexperten für Ihre spezifische Situation.

So schützt du dich vor der US-Erbschaftssteuer

Wenn du US-ETFs oder ETFs mit vielen US-Aktien hast, solltest du wissen:

  • Als Schweizer (ohne US-Bürgerschaft) mit einem nicht-US-Broker betrifft dich das nicht
  • Die US-Erbschaftssteuer kann bis zu 40% betragen
  • Sie gilt für US-Vermögenswerte über $60,000

 

Formel

 

Formel bei Überschreitung der Freigrenze von 60'000 USD:

(US situs assets / Gesamter Nachlass) × 13'610'000 (Freigrenzelimit) = Freibetrag

(US situs assets – Freibetrag) × 40% (aktueller Erbschaftssteuersatz) = Steuerbetrag, wobei steuerfrei, wenn US situs assets kleiner als der Freibetrag ist

Nachlass: Amerikanische Aktien, was bedeutet das konkret?

  1. Du hast weniger als 60'000 USD an amerikanischen Aktien? Glückwunsch! Deine Erben müssen nur ein Briefchen an die Amis schreiben: "Nein, wir haben nicht so viel Geld. Ehrlich!" Unterschreiben nicht vergessen – fertig!
  2. Du hast mehr als 60'000 USD? Dann musst du das berüchtigte Formular 706-NA und und 8833 an die IRS schicken, die Kopie davon an deine Depotbank. Nach gefühlten halben Eiszeiten (ca. 3-8 Monate) kommt eine Überweisungsbescheinigung zurück. Erst dann dürfen deine Erben bei deiner Depot Bank anklopfen und sagen: "Geld her, bitte!"
  3. Besitzt du mehr als 12,92 Millionen USD (der aktuelle Grenzwert des US-Schweizer Erbschaftssteuerabkommens)? Keine Sorge, das betrifft nur dich und deine 5 besten Freunde aus deinem Umfeld! Du darfst das berüchtigte Formular 706-NA an die IRS schicken. Dann heisst es warten. Und warten bis "der ganze Schnee von den Bergen geschmolzen ist" (ca. 1+ Jahr) trudelt eine Überweisungsbescheinigung ein. Erst dann kannst du bei deiner Depotbank anklopfen und sagen: "Cash, bitte!"

Muss ich jetzt die Aktien im Depot verkaufen um die US Erbsteuer zu umgehen?

Nein. Du hast drei Optionen: Wechsle zu ETFs, gründe eine Aktiengesellschaft für steuerfreie Investments, oder – wenn du ein US-Vermögen über 13 Millionen besitzt und in fortgeschrittenem Alter bist – verkaufe US-Aktien zugunsten von Schweizer Aktien oder gehe zu einer Schweizer Bank. Bei so hohen Vermögen ist die 40% Nachlasssteuer kaum durch bessere Performance wettzumachen. Im Alter liegt der Fokus ohnehin meist auf dem Vermögensschutz.

Beispiel: Du hast ein Nachlassvermögen von etwa 4 Millionen, davon 2,5 Millionen in amerikanischen Aktien (63% des Vermögens), 0,5 Millionen in einer Immobilie (netto) und 1 Million in Schweizer Aktien, US-Treasury Bills (US-Obligationen) und Bargeld.

Berechnung:

2.5 Millionen / 4 Millionen × 13.61 Millionen = 8.50625 Millionen USD Freibetrag

Da der Wert der US situs assets (2.5 Millionen) kleiner ist als der berechnete Freibetrag (8.50625 Millionen), fällt keine US-Erbschaftssteuer an.

Wie ist der Ablauf, wenn dich US Nachlasssteuer betrifft?

Du füllst ganz normal deine Steuern aus. Auf DB-1 Formular sollte diese Fragen stehen. Sonst frage einen spezialisierten Treuhänder oder beim Steueramt nach, bevor du etwas falsches machst.

ETFs, US-Aktien und Steuern: Die Zusammenfassung

Fassen wir zusammen, wie du deinen Rendite auf deine Aktien und ETFs optimieren kannst:

  1. Wähle ETFs mit Domizil in Irland für internationale und US-Aktien (auch MSCI World)
  2. Nutze Schweizer ETFs für Schweizer Aktien
  3. Erwäge synthetische ETFs (SWAP, nicht Sampling) für steuereffiziente US-Investments
  4. Thesaurierende ETFs für langfristigen Vermögensaufbau verwenden
  5. Maximiere deine Säule 3a-Einzahlungen ( ETF-Art spielt keine Rolle, Dividende ist steuerfrei)
  6. Steuerabzug: Effektive Vermögensverwaltungskosten oder Pauschale (je nach Kanton)
  7. US-Erbschaftssteuer, erst für grössere Depots zu beachten und wenn dein Broker in den USA ist.

 

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Börsenfeiertage USA / CH / D 2026


🇺🇸 USA 2026

DatumFeiertag
01.01.2026Neujahr
19.01.2026Martin Luther King Day
16.02.2026Washington's Birthday
03.04.2026Good Friday
25.05.2026Memorial Day
19.06.2026Juneteenth
03.07.2026Independence Day
07.09.2026Labor Day
26.11.2026Thanksgiving
25.12.2026Christmas Day
31.12.2026Silvester

🇨🇭Schweiz 2026

DatumFeiertag
01.01.2026Neujahr
02.01.2026Berchtoldstag
03.04.2026Karfreitag
06.04.2026Ostermontag
01.05.2026Tag der Arbeit
14.05.2026Auffahrt
25.05.2026Pfingstmontag
01.08.2026Schweizer Nationalfeiertag
25.12.2026Weihnachten
26.12.20262. Weihnachtstag – Stefanstag
31.12.2026Silvester

🇩🇪 Deutschland 2026

DatumFeiertag
01.01.2026Neujahr
03.04.2026Karfreitag
06.04.2026Ostermontag
24.12.2026Heiligabend
25.12.20261. Weihnachtstag
26.12.20262. Weihnachtstag
31.12.2026Silvester

⏰ Zeitumstellungen 2026

RegionDatumZeitumstellung
USA08.03.2026Sommerzeit
Europa (CH, DE)29.03.2026Sommerzeit
Europa (CH, DE)25.10.2026Winterzeit
USA01.11.2026Winterzeit

10 Anfängerfehler beim Anlegen die leicht vermeidbar sind, auch im Ruhestand.

Aktien können spannend sein. Man kann mit ihnen am Erfolg guter Firmen teilhaben. Aber: Anfänger machen immer wieder die gleichen Fehler.

Die Investoren-Legende Peter Lynch hat diese Fehler sehr einfach erklärt und ich kann dir sie nur am Herzen legen. Seine wichtigste Botschaft lautet:

Schau nicht nur auf den Aktienkurs. Schau auf die Firma dahinter.

Denn eine Aktie ist nicht einfach eine Zahl auf dem Bildschirm. Eine Aktie ist ein kleiner Anteil an einem echten Unternehmen.


1. Fehler: Denken, eine gefallene Aktie könne nicht weiter fallen

Viele Menschen denken:

„Diese Aktie ist schon so stark gefallen. Jetzt kann sie fast nicht mehr weiter fallen.“

Doch das stimmt nicht.

Eine Aktie kann von 100 Franken auf 50 Franken fallen. Dann auf 20 Franken. Dann auf 5 Franken. Und im schlimmsten Fall sogar auf 0 Franken.

Beispiel:

Stell dir vor, ein Spielzeug kostet früher 100 Franken. Heute kostet es nur noch 20 Franken. Ist es deshalb automatisch ein gutes Spielzeug? Nein. Vielleicht ist es kaputt. Vielleicht will es niemand mehr haben.

Bei Aktien ist es ähnlich. Nur weil eine Aktie billiger geworden ist, ist sie nicht automatisch ein Schnäppchen.

Merke: Verwechsle günstig mit billig nicht. Man muss wissen, warum etwas billig ist.


2. Fehler: Gute Aktien zu früh verkaufen

Manchmal steigt eine Aktie stark. Dann denken viele:

„Wow, die ist schon so viel gestiegen. Jetzt verkaufe ich besser.“

Das kann ein Fehler sein.

Peter Lynch zeigte: Sehr gute Firmen können über viele Jahre weiter wachsen. Nur weil eine Aktie schon gestiegen ist, heisst das nicht, dass sie nicht noch weiter steigen kann.

Beispiel:

Ein Apfelbaum trägt jedes Jahr mehr Äpfel. Nur weil er letztes Jahr schon viele Äpfel hatte, muss man ihn nicht sofort fällen. Vielleicht trägt er nächstes Jahr noch mehr.

Bei Aktien zählt nicht nur, was gestern passiert ist. Wichtig ist, ob die Firma auch in Zukunft gute Arbeit leisten kann.

Merke: Verkaufe eine gute Firma nicht nur, weil sie gestiegen ist. Prüfe zuerst, ob sie weiterhin stark ist.


3. Fehler: Glauben, eine schlechte Aktie komme sicher zurück

Viele Anleger sagen:

„Ich warte einfach. Irgendwann kommt die Aktie wieder zurück.“

Aber eine Aktie weiss nicht, zu welchem Preis du gekauft hast.

Sie sagt nicht:

„Oh, Tommaso hat bei 50 Franken gekauft. Dann steige ich wieder auf 50 Franken, damit alles gut ist.“

So funktioniert die Börse nicht.

Wenn eine Firma echte Probleme hat, kann der Kurs lange unten bleiben oder sogar weiter fallen.

Merke: Hoffnung ist keine Anlagestrategie. Glück ist kein Faktor.


4. Fehler: Mehr Geld in eine schlechte Aktie stecken

Manchmal fällt eine Aktie immer weiter. Dann denken Anleger:

„Jetzt kaufe ich noch mehr. Dann ist mein Durchschnittspreis tiefer.“

Das kann funktionieren, wenn die Firma gesund ist und der Markt übertreibt. Aber es kann sehr gefährlich sein, wenn die Firma wirklich schlecht ist.

Einfaches Beispiel:

Person A kauft Aktien für 10’000 Franken.

Person B kauft später Aktien für 25’000 Franken, weil sie denkt: „Jetzt ist es günstig.“

Wenn die Aktie auf 0 fällt, verliert Person B mehr Geld, obwohl sie viel „billiger“ gekauft hat.

Merke: Eine Aktie kann immer 100 Prozent verlieren – egal ob du sie teuer oder billig gekauft hast.


5. Fehler: Aktien nur wegen des Preises beurteilen

Viele schauen nur auf den Aktienkurs:

  • „Diese Aktie kostet nur 3 Franken. Die ist günstig.“
  • „Diese Aktie kostet 500 Franken. Die ist teuer.“

Doch der Preis allein sagt fast nichts.

Eine Aktie für 3 Franken kann teuer sein, wenn die Firma schlecht ist. Eine Aktie für 500 Franken kann günstig sein, wenn die Firma sehr stark ist.

Wichtig ist nicht nur der Preis. Wichtig ist der Wert der Firma.

Beispiel:

Ein kleines Stück Schokolade kostet 1 Franken. Eine grosse Schokoladentorte kostet 20 Franken. Was ist günstiger? Das hängt davon ab, wie gross und gut die Torte ist.

Bei Aktien ist es genauso.

Merke: Nicht der Aktienpreis entscheidet. Der Unternehmenswert entscheidet.


6. Fehler: Stock Splits falsch verstehen

Aktiensplitt ist nur der Kuchenstück kleiner schneiden vom gleichen Kuchen

Ein Stock Split bedeutet: Eine Aktie wird in mehrere kleinere Stücke aufgeteilt.

Das klingt spannend, macht die Firma aber nicht wertvoller.

Beispiel:

Du hast eine Pizza. Du schneidest sie in 8 Stücke statt in 4 Stücke. Hast du jetzt mehr Pizza? Nein. Du hast nur kleinere Stücke.

Bei Aktien ist es ähnlich. Wenn eine Aktie nach einem Split weniger kostet, ist sie nicht automatisch günstiger. Die Firma ist dadurch nicht plötzlich besser.

Merke: Ein Stock Split verändert die Stücke – nicht den ganzen Kuchen.


7. Fehler: In schrumpfende Firmen verliebt bleiben

Manche Firmen waren früher sehr stark. Sie waren vielleicht Marktführer. Alle kannten sie. Alle vertrauten ihnen.

Aber die Welt verändert sich.

Neue Firmen entstehen. Alte Produkte verschwinden. Kunden wollen plötzlich etwas anderes.

Eine Firma kann heute gross sein und morgen Probleme bekommen.

Beispiel:

Früher haben viele Menschen DVDs gekauft. Heute schauen viele Filme über Streaming. Ein DVD-Geschäft konnte früher sehr gut sein. Heute ist es viel schwieriger.

Darum reicht es nicht zu sagen:

„Diese Firma war früher super.“

Man muss fragen:

„Hat diese Firma auch morgen noch eine gute Zukunft?“

Merke: Eine starke Vergangenheit ist keine Garantie für eine starke Zukunft.


8. Fehler: „Konservative“ Aktien für sicher halten

Viele Anleger denken:

„Ich habe nur grosse, bekannte Firmen. Da kann nicht viel passieren.“

Auch das ist gefährlich.

Eine grosse Firma kann trotzdem Fehler machen. Sie kann Kunden verlieren. Sie kann neue Trends verpassen. Sie kann Schulden haben. Sie kann schlechter werden.

„Konservativ“ bedeutet nicht automatisch „sicher“.

Beispiel:

Ein grosses Schiff wirkt stabil. Aber wenn der Kapitän falsch steuert oder ein Loch im Schiff ist, kann auch ein grosses Schiff sinken.

Bei Aktien ist es ähnlich.

Merke: Auch grosse Firmen müssen regelmässig geprüft werden.


9. Fehler: Kurzfristige Bewegungen zu wichtig nehmen

Aktien steigen und fallen ständig.

An einem Tag geht es hoch. Am nächsten Tag geht es runter. Das ist normal.

Viele Anleger denken:

  • Wenn die Aktie steigt: „Ich bin ein Genie.“
  • Wenn die Aktie fällt: „Ich habe alles falsch gemacht.“

Beides kann falsch sein.

Kurzfristige Kurse sind oft wie Wetter. Mal scheint die Sonne, mal regnet es. Für eine gute Reise ist aber wichtiger, wohin man langfristig fährt.

Merke: Ein paar Tage oder Monate sagen wenig über eine gute Anlage aus.


10. Fehler: Auf spannende Geschichten ohne Zahlen setzen

Manche Firmen klingen unglaublich spannend:

  • neue Technik
  • riesiger Zukunftsmarkt
  • grosse Versprechen
  • „Das wird das nächste grosse Ding!“

Aber Peter Lynch war vorsichtig bei Firmen, die noch kaum Umsatz und keinen Gewinn haben.

Eine gute Geschichte allein reicht nicht. Eine Firma muss irgendwann zeigen, dass Menschen ihr Produkt wirklich kaufen.

Beispiel:

Ein Kind sagt: „Ich eröffne den besten Limonadenstand der Welt!“

Das klingt toll. Aber wichtig ist: Kaufen wirklich Leute die Limonade? Bleibt nach den Kosten Geld übrig?

Bei Firmen ist es genauso.

Merke: Eine schöne Geschichte ist gut. Echte Zahlen sind besser.


Was Anfängeraktionäre stattdessen tun sollten

Die 10 Fehler zeigen: Viele Anleger schauen zu stark auf den Aktienkurs. Doch der Kurs ist nur ein Zeichen. Er ist nicht die ganze Wahrheit.

Besser ist es, einfache Fragen zu stellen:

  • Verstehe ich, was die Firma macht?
  • Verdient die Firma Geld?
  • Hat die Firma Schulden?
  • Wächst der Markt oder schrumpft er?
  • Hat die Firma gute Produkte?
  • Hat sie starke Konkurrenz?
  • Würde ich diese Aktie heute nochmals kaufen?
  • Passt diese Aktie zu meinem Plan?
  • Verlasse ich mich auf Fakten oder nur auf Hoffnung?
  • Bin ich breit genug gestreut?

Fazit: Aktien sind keine Lotterie

Ich möchte dich nicht abhalten zu investieren. Ich möchte dich zum Nachdenken bringen. Denn ich habe alle diese Fehler auch schon selber durchlebt.

Aktien können langfristig eine gute Möglichkeit sein, Vermögen aufzubauen. Aber nur, wenn man nicht blind kauft, nicht panisch verkauft und nicht nur auf Geschichten hört.

Die wichtigste Regel lautet: Kaufe nicht einfach eine Aktie. Verstehe zuerst die Firma.

Und wenn du eine Aktie nicht verstehst, ist das kein Problem. Dann musst du sie nicht kaufen.

Manchmal ist die beste Entscheidung an der Börse ganz einfach: Nicht mitmachen, wenn man es nicht versteht.


Zusammenfassung

Die 10 häufigsten Fehler von Aktionären sind:

  1. Denken, eine gefallene Aktie könne nicht weiter fallen.
  2. Gute Aktien zu früh verkaufen.
  3. Glauben, schlechte Aktien kommen sicher zurück.
  4. Immer mehr Geld in schlechte Aktien stecken.
  5. Aktien nur wegen des Preises beurteilen.
  6. Stock Splits falsch verstehen.
  7. In schrumpfende Firmen verliebt bleiben.
  8. Grosse und konservative Firmen für sicher halten.
  9. Kurzfristige Bewegungen zu wichtig nehmen.
  10. Auf spannende Geschichten ohne echte Zahlen setzen.

Wer diese Fehler vermeidet, investiert ruhiger, klarer und langfristig besser.


Ganz ehrlich, worin erkennst du dich wieder und wo nicht? Falls du mehr über Erfolgreiches Investieren wissen möchtest melde dich JETZT bei mir. Schreibe mir eine Mail auf “info”.

Übrigens: Falls du alles selber machst mit ETFs und denkst, du brauchst nichts, informier dich über die Vanguard-Studie. Vanguard hat herausgefunden (die haben rund 50 Mio. Kunden), dass das Ergebnis mit Beratung rund 3% besser ist, als wenn man es selber macht. Denk gut darüber nach, was das ausmacht, und melde dich bei einem unabhängigen Experten.

Ich wünsche dir viel Erfolg und ein “geiles” Leben.

Dividenden für Schweizer: wie du entspannt Leben kannst, während dein Konto wächst

👁️‍🗨️ Auf einen Blick:

  • In diesem Blog zeige ich dir, wie du von Dividenden profitierst und ein passives Einkommen aufbaust.
  • Du erfährst alles Wichtige über Dividendenrendite, Steuervorteile und bewährte Strategien für regelmässige Ausschüttungen auf dein Konto.
  • Ich erkläre dir, wie du dir mit ETFs ein monatliches Einkommen aufbauen kannst.
  • Du kannst das wichtigste in Videoform anschauen (7 Min)

 

Stell dir vor, dein Geld arbeitet für dich, während du entspannt deinen Kaffee schlürfst. Genau das ermöglichen Dividenden! In diesem Artikel erfährst du alles über diese passive, regelmässige Einkommensquelle, und wie du als Schweizer davon profitieren kannst. In nur 7 Minuten Lesezeit zeige ich dir, wie du mit der richtigen Dividendenstrategie dein Vermögen aufbauen kannst.

Dividenden sind wie ein gut geölter Motor für dein Vermögen. Sie arbeiten konstant und zuverlässig für dich. Aber wie bei jedem Motor brauchst du die richtige Wartung und Pflege – sprich: eine durchdachte Strategie.

Was ist eine Dividende?

Eine Dividende ist wie ein Taschengeld, dass dir eine Firma zahlt, weil du ihr Geld geliehen hast. Als Aktionär bist du quasi Mini-Chef und profitierst vom Erfolg der Firma. Dein Taschengeld wird somit aufgeschoben und verzinst.

Wenn's der Firma gut geht, lässt sie dich am Gewinn teilhaben. Sie kann entweder das Geld direkt an dich auszahlen (Dividende), oder es wieder in die Firma stecken – dann steigt meist der Aktienkurs.

Das Beste daran? Du musst dafür keinen Finger rühren! Das Geld trudelt automatisch auf deinem Konto ein – wie ein braver Mitbewohner, der pünktlich seine Miete zahlt, ohne dass du ihm ein Zimmer gibst.

 

 

Was du bei Dividenden beachten musst

Nicht alles, was glänzt, ist Gold – das gilt auch bei Dividenden. Hier sind die wichtigsten Punkte, die du beachten solltest:

  • Qualität vor Quantität: Konzentriere dich auf solide Unternehmen mit stabiler Dividendenpolitik statt auf kurzfristig hohe Renditen.
  • Dividendenrendite: Je höher, desto besser? Nicht unbedingt! Eine zu hohe Rendite kann ein Warnsignal sein. Ein gesunder Wert liegt meist zwischen 2% und 6%.
  • Ausschüttungsquote: Ein Unternehmen sollte nicht seinen gesamten Gewinn ausschütten. Ideal ist eine Quote von 40-60%, damit noch Geld für Investitionen und Weiterentwicklung bleibt.
  • Kontinuität: Achte auf Unternehmen, die ihre Dividenden regelmässig zahlen, und im besten Fall sogar steigern. Das zeigt Stabilität.
  • Diversifikation: Setze nicht alles auf eine Karte, sondern streue dein Investment über verschiedene Branchen und Länder.

Wie berechne ich eine Dividendenrendite?

Die Dividendenrendite ist eigentlich ganz einfach zu berechnen. Sie zeigt dir in Prozent, wie viel Dividende du im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs bekommst:

Dividendenrendite = (Dividende pro Aktie ÷ Aktienkurs) × 100

 

Ein Beispiel: Eine Aktie kostet 100 CHF und zahlt 4 CHF Dividende pro Jahr. Die Dividendenrendite beträgt dann: (4 CHF ÷ 100 CHF) × 100 = 4%

Wichtig: Die Dividendenrendite ändert sich täglich mit dem Aktienkurs. Steigt der Kurs, sinkt die Rendite – und umgekehrt.

💡 Fun Facts über Dividenden

  • Die älteste noch existierende Dividendenzahlung stammt von der Bank of New York Mellon, die seit 1784 ununterbrochen Dividenden ausschüttet!
  • Nestlé und Roche gehören zu den ältesten Schweizer Firmen, die seit 1959 konstant ihre hohen Dividenden zahlen.
  • Coca-Cola hat seine Dividende seit 1920 nicht nur gezahlt, sondern sogar 61 Jahre in Folge erhöht.
  • Der "Dividenden-Aristokraten-Club" besteht aus Unternehmen, die mindestens 25 Jahre in Folge ihre Dividenden erhöht haben – ein sehr exklusiver Kreis!
  • Das "Dividenden-Schneeballsystem": Wer vor 30 Jahren 10'000 CHF in dividendenstarke Aktien investiert und alle Dividenden reinvestiert hat, konnte sein Vermögen im Durchschnitt mehr als verzehnfachen.

Steuerfreie und steuerpflichtige Dividenden

Jetzt wird's spannend für uns Schweizer! Denn bei der Besteuerung von Dividenden gibt es einige Besonderheiten:

  • Steuerfreie Kapitalgewinne: Wenn du als Privatanleger Aktien verkaufst und dabei Gewinn machst, ist dieser in der Schweiz steuerfrei!
  • Verrechnungssteuer: Bei Schweizer Aktien werden 35% Verrechnungssteuer abgezogen, die du aber zurückfordern kannst.
  • Teilbesteuerung: Bei qualifizierten Beteiligungen (ab 10% Anteil) werden Dividenden nur teilweise besteuert.
  • Nennwert-Rückzahlungen: Die Rückzahlung des Nennwerts von Aktien ist in der Schweiz steuerfrei, solange sie aus der Kapitaleinlagereserve (KER) erfolgt. Diese sind keine eigentlichen Dividenden, fühlen sich jedoch so an.

Pro-Tipp: Informiere dich über Doppelbesteuerungsabkommen, wenn du in ausländische Aktien investierst. Das kann dir bares Geld sparen!

Thesaurierende und Ausschüttende Fonds

Ob ein Fonds thesaurierend ist (wiederinvestierend) oder ausschüttend ist, bei beiden Fondsarten zahlst du Steuern. Hier ist es wichtig, in welchem Land das Domizil des Fonds liegt. Mit Irland und Luxemburg fährst du in der Regel gut für ausländische Aktien, Schweizer Domizil für Schweizer Aktien ist perfekt.

Durch Dividenden ein monatliches Einkommen generieren

Dividenden von Aktien werden in der Regel nicht monatlich ausgeschüttet, sondern 1/4 Jährlich oder Jährlich. Doch ein monatliches Einkommen wäre doch ganz angenehm. Wie könnte das funktionieren?

Ein Rechenbeispiel: Mit einem Investment von 100'000 CHF und einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 3% erhältst du jährlich 3'000 CHF – das sind 250 CHF monatlich, bei 5% sind es 415 CHF monatlich. Und das völlig passiv!

Ich zeige dir wie du vorgehen kannst, doch ich empfehle dir einen spezialisierten Anlageberater zu nehmen der deine Lebens- und Finanzielle Situation ganzheitlich anschaut. Das sind Ideen und keine Anlageempfehlungen. Da ich deine Situation, dein Risikoprofil usw. nicht kenne. Am Ende ist es dein Geld.

Schweizer Aktien mit hoher Dividende

Bitte prüfe es immer selbst, denn alles ist ständig in Bewegung und Veränderung. Überprüfe immer wieder dein Depot, ob sich etwas an deiner Entscheidung verändert hat.

Hier sind einige Schweizer Aktien, die für ihre stabilen Dividendenzahlungen bekannt sind:

  • Novartis AG: Zahlt seit über 20 Jahren kontinuierlich Dividenden und erhöht diese regelmässig
  • Roche Holding: Eine der längsten Dividendenhistorien in der Schweiz mit stetigen Erhöhungen
  • Nestlé: Zahlt seit über 60 Jahren ununterbrochen Dividenden
  • Zurich Insurance Group: Bekannt für ihre attraktive und stabile Dividendenpolitik
  • Swiss Re: Bietet traditionell eine hohe Dividendenrendite
  • Swisscom: Zahlt seit der Privatisierung regelmässig attraktive Dividenden

Wichtig: Die Dividendenrendite allein sollte nicht das einzige Kriterium für deine Investitionsentscheidung sein. Beachte auch die Geschäftsentwicklung, Marktposition und Zukunftsaussichten der Unternehmen.

Schweizer Dividendenkalender, Dividendenzahltag

SMI AktieDividende 2024Dividende 2025Hauptver- sammlungOrt
ABB0,87 CHF0,90 CHF20.03.2025Zürich
Alcon0,24 CHF0,28 CHF07.05.2025Basel
Cie Financiére Richemont3,50 CHF2,75 CHF10.09.2025Genf
GEBERIT12,70 CHF12,80 CHF16.04.2025Rapperswil-Jona
Givaudan68,00 CHF70,00 CHF20.03.2025Genf
Holcim2,80 CHF3,10 CHF02.05.2025Dübendorf
Kühne + Nagel10,00 CHF8,25 CHF07.05.2025Schindellegi
Logitech1,16 CHF1,16 CHF09.09.2025Lausanne
Lonza4,00 CHF4,00 CHF07.05.2025Basel
NESTLE3,00 CHF3,05 CHF17.04.2025Lausanne
Novartis3,30 CHF3,30 CHF04.03.2025Basel
Partners Group39,00 CHF39,00 CHF21.05.2025Zug
Roche9,60 CHF9,70 CHF11.03.2025Basel
SIKA3,30 CHF3,60 CHF25.03.2025Baar
Sonova4,30 CHF4,30 CHF10.06.2025Zürich
Swiss Life33,00 CHF33,00 CHF14.05.2025Zürich
Swiss RE6,21 CHF6,60 CHF11.04.2025Zürich
Swisscom22,00 CHF22,00 CHF26.03.2025Zürich
UBS0,64 CHF0,82 CHF10.04.2025Basel
Zurich Insurance26,00 CHF28,00 CHF09.04.2025Zürich

 

Kritische Betrachtung der Schweizer Dividendenstrategie: Vor- und Nachteile

Die Dividendenstrategie, bei der Anleger gezielt in Aktien investieren, die regelmässig einen Teil ihres Gewinns an Aktionäre ausschütten, bietet sowohl Vorteile als auch Nachteile.

Vorteile:

  • Regelmässiges Einkommen: Dividenden bieten eine kontinuierliche Einnahmequelle, die besonders für Anleger attraktiv ist, die ein passives Einkommen anstreben.
  • Stabilität und Vertrauen: Unternehmen, die regelmässig Dividenden zahlen, signalisieren oft finanzielle Gesundheit und Stabilität.

Nachteile:

  • Steuerliche Aspekte: Dividenden können steuerpflichtig sein, was die Nettorendite mindert. In der Schweiz unterliegen Dividenden der Verrechnungssteuer, die jedoch unter bestimmten Voraussetzungen zurückgefordert werden kann.
  • Kursabschläge: Am Ex-Dividenden-Tag sinkt der Aktienkurs typischerweise um den Betrag der Dividende, was kurzfristig zu Wertverlusten führen kann.
  • Wachstumspotential: Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten, investieren möglicherweise weniger in ihr Wachstum, was langfristig das Kurssteigerungspotential begrenzen kann.

Es ist daher entscheidend, eine Dividendenstrategie sorgfältig zu planen und individuell abzuwägen, ob sie den persönlichen Anlagezielen entspricht.

Monatlichen Zahltag mit ETF Dividendenstrategie

Mit der Kombination dieser 3 ETFs erhältst du monatliche Ausschüttungen.

  1. IE00B8GKDB10 Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF Distributing
  2. IE00BYXVGZ48 Fidelity Global Quality Income UCITS ETF
  3. DE000A0F5UH1 iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE)

Ein Schweizer ETF kann ebenfalls ins Portfolio aufgenommen werden, schüttet aber weniger regelmässig aus als die oben genannten. Die Entscheidung hängt von deiner persönlichen Planung und deinen Anlagezielen ab.

Dividendenstrategie Marke Eigenbau

Willst du dein eigenes Dividenden-Portfolio zusammenstellen? Das ist wie Lego für Erwachsene – nur dass die Bausteine Geld abwerfen! Hier brauchst du:

  • Ein anständiges Startkapital (idealerweise ab 100'000 CHF oder mehr)
  • Eine clevere Risikoverteilung (nicht alles auf die Schokoladenkarte setzen)
  • Verschiedene Branchen (von Finanz bis Pharma, wie ein gut sortierter Pralinenteller)

Die Vorteile? Du sparst dir die ETF-Gebühren, darfst an der GV mitbestimmen und bekommst sogar gratis Bratwürste an der Generalversammlung!

Profi-Tipp: Mische ein paar REITs (Immobilienfonds) bei – die schütten oft monatlich aus. Das ist wie ein zusätzlicher Mietzins, nur ohne nervige Mieter.

Dividenden: Fragen und Antworten

Häufige Fragen rund um das Thema Dividende in der Schweiz

Sind Dividenden steuerfrei in der Schweiz?

Dividenden sind in der Schweiz grundsätzlich steuerpflichtig, da sie als Einkommen gelten. Es gibt jedoch Ausnahmen, etwa wenn es sich um steuerfreie Kapitalgewinne oder Nennwert-Rückzahlungen handelt. Wer in Dividendenperlen investiert, sollte sich über steuerliche Besonderheiten informieren.

Wie werden Dividenden in der Schweiz besteuert?

Dividenden unterliegen in der Schweiz der Einkommenssteuer und der Verrechnungssteuer von 35 %. Die Verrechnungssteuer kann über die Steuererklärung zurückgefordert werden. Wer in Dividenden mit qualifizierten Beteiligungen investiert, profitiert von einer Teilbesteuerung. Dividenden von Firmen ausserhalb der Schweiz werden auch besteuert, dies wäre dann statt die Verrechnungssteuer die Quellensteuer die du je nach Doppelbesteuerungsabkommen entsprechend zurückverlangen kannst.

Wann werden Dividenden in der Schweiz ausgezahlt?

Die meisten Schweizer Unternehmen schütten ihre Dividenden einmal jährlich nach der Generalversammlung aus. Es gibt aber auch Dividendenperlen, die quartalsweise oder halbjährlich auszahlen, um Anleger regelmässig zu belohnen.

Welches ist der beste ETF auf Schweizer Aktien?

Ein beliebter ETF für Schweizer Aktien ist der iShares Swiss Dividend ETF, der auf Unternehmen mit stabilen Ausschüttungen setzt. Wer gezielt in Dividenden investieren möchte, sollte auf ETFs mit Fokus auf dividendenstarke Schweizer Unternehmen achten.

Wo muss ich Dividenden in der Steuererklärung angeben in der Schweiz?

Dividenden werden im Wertschriftenverzeichnis der Steuererklärung deklariert. Die Quellensteuer kann über das Formular DA-1 zurückgefordert werden.

Muss ich meine Strategie regelmässige überprüfen und anpassen?

Ja. Finanzmärkte und Unternehmensbedingungen ändern sich im Laufe der Zeit. Daher ist es wichtig, das eigene Portfolio regelmässig zu überprüfen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Dies kann den Verkauf von Aktien beinhalten, deren Fundamentaldaten sich verschlechtert haben, oder die Aufnahme neuer, vielversprechender Dividendenzahler. Eine aktive Überwachung stellt sicher, dass die Anlagestrategie stets den aktuellen Marktbedingungen und persönlichen Zielen entspricht.

Durch die sorgfältige Berücksichtigung dieser Empfehlungen können Anleger eine effektive Dividendenstrategie entwickeln, die sowohl regelmässige Einnahmen als auch langfristiges Wachstum ermöglicht.

 

Willst du mehr darüber erfahren, wie du dein Geld optimal für dich arbeiten lassen kannst? Vereinbare ein persönliches Gespräch oder melde dich für die Warteliste des Börsenkurses an. Sichere dir schnell einen Platz, denn der Kurs hat nur eine beschränkte Teilnehmerzahl. Gemeinsam entwickeln wir deine optimale (Dividenden)Strategie.

 

Die 12 Nachteile von ETFs: Warum günstig nicht automatisch gut bedeutet

👁️‍🗨️ Auf einen Blick

  • ETFs (Exchange Traded Funds) sind günstig, transparent und praktisch — aber nicht risikofrei. Sie bilden jeweils einen ganzen Markt, Länder, Branchen oder Themen ab.
  • Wer einen ETF kauft, kauft immer den zugrunde liegenden Index: mit allen Stärken und Schwächen.
  • Viele Anfänger unterschätzen Klumpenrisiken, Währungsrisiken, Steuern und ihr eigenes Verhalten.
  • Ein ETF ersetzt keine Strategie, keine passende Asset Allocation und kein Risikomanagement.
  • Der wichtigste Punkt: Nicht blind kaufen, sondern verstehen, was im ETF wirklich drin ist und wo die Chancen sind.

Die Nachteile von ETFs: Warum günstig nicht automatisch gut bedeutet

ETFs sind beliebt — und das aus gutem Grund. Sie sind meist günstiger als klassische Anlagefonds, einfach handelbar und ermöglichen mit einem einzigen Kauf eine breite Streuung über viele Unternehmen, Länder oder Branchen.

Doch genau hier liegt auch die Gefahr: Weil ETFs so einfach wirken, werden sie oft zu einfach verstanden.

Viele Anleger denken: „Ich kaufe einfach einen ETF, dann bin ich automatisch gut investiert.“ Das stimmt leider nicht. Ein ETF ist nur ein Werkzeug. Ob dieses Werkzeug gut eingesetzt wird, hängt von der Strategie, der Auswahl, dem Anlagehorizont und dem Verhalten des Anlegers ab.

In diesem Beitrag schauen wir uns die wichtigsten Nachteile von ETFs an — nicht um ETFs schlechtzureden, sondern um sie realistischer einzuordnen.


1. Du kaufst immer den ganzen Index

Ein ETF bildet in der Regel einen Index ab. Das kann zum Beispiel der MSCI World, der S&P 500, der SPI oder ein Branchenindex sein.

Der Vorteil: Du bekommst mit einem Produkt viele Unternehmen auf einmal.

Der Nachteil: Du bekommst auch alles, was im Index enthalten ist.

Du kannst nicht selbst entscheiden, welche Firmen im ETF enthalten sein sollen und welche nicht. Du kaufst Gewinner und Verlierer gemeinsam. Gute Unternehmen, schwächere Unternehmen, überbewertete Unternehmen und Unternehmen, die vielleicht gar nicht zu deinen persönlichen Überzeugungen passen.

Ein ETF ist deshalb oft ein Durchschnittsprodukt. Das ist nicht schlecht — aber es ist wichtig zu verstehen: Du kaufst nicht automatisch die besten Firmen. Du kaufst den Markt oder einen bestimmten Ausschnitt davon.


2. Diversifikation schützt nicht vor jedem Risiko

ETFs werden oft mit breiter Streuung beworben. Das stimmt grundsätzlich. Trotzdem bedeutet „viele Titel“ nicht automatisch „wenig Risiko“.

Ein ETF kann trotz vieler Positionen stark konzentriert sein:

  • auf ein Land
  • auf eine Währung
  • auf eine Branche
  • auf wenige grosse Unternehmen
  • auf einen bestimmten Anlagestil
  • auf ein bestimmtes Thema

Ein Beispiel ist der MSCI World. Viele Anleger sehen darin einen „Welt-ETF“. Tatsächlich ist der Anteil der USA sehr hoch. Wenn der US-Markt stark korrigiert, spürt man das auch im MSCI World deutlich.

Auch innerhalb eines Index können wenige grosse Unternehmen einen grossen Einfluss haben. Bei marktkapitalisierten Indizes erhalten grosse Firmen automatisch ein hohes Gewicht. Das kann sinnvoll sein, führt aber auch dazu, dass Anleger stärker von wenigen Schwergewichten abhängig sind, als sie vielleicht denken.

Merke: Ein ETF kann breit aussehen und trotzdem Klumpenrisiken enthalten.


3. Der falsche Index kann teuer werden

Die wichtigste Entscheidung ist oft nicht der ETF-Anbieter, sondern der Index.

Ein ETF ist nur so gut wie der Index, den er abbildet. Wer einen ETF auf einen engen Markt, eine einzelne Branche oder ein Modethema kauft, geht andere Risiken ein als jemand mit einem global breit gestreuten Portfolio.

Ein bekanntes Beispiel ist Japan. Ende der 1980er-Jahre war der japanische Aktienmarkt extrem hoch bewertet. Wer damals stark in japanische Aktien investierte, musste sehr lange warten, bis sich der Markt wieder erholte.

Das zeigt: Auch ein Index kann über Jahre oder Jahrzehnte enttäuschen.

Deshalb sollte man sich vor dem Kauf fragen:

  • Welchen Markt bildet dieser ETF ab?
  • Wie ist der Index gewichtet?
  • Welche Länder und Branchen dominieren?
  • Welche Unternehmen machen den grössten Teil aus?
  • Passt dieser ETF zu meiner Gesamtstrategie?

4. ETF ist nicht gleich ETF

Der Begriff ETF klingt einheitlich. In der Praxis gibt es aber grosse Unterschiede.

Es gibt zum Beispiel:

  • physisch replizierende ETFs
  • synthetische ETFs mit Swap-Struktur
  • thesaurierende ETFs
  • ausschüttende ETFs
  • Aktien-ETFs
  • Anleihen-ETFs
  • Rohstoff-nahe Produkte
  • Faktor-ETFs
  • Themen-ETFs
  • Short-ETFs
  • gehebelte ETFs
  • aktiv gemanagte ETF’s
  • passiv gemanagte ETF’s

Ein klassischer, breit gestreuter Aktien-ETF ist etwas völlig anderes als ein gehebelter ETF auf einen Technologiesektor oder ein Short-ETF für kurzfristige Spekulation.

Besonders bei Spezialprodukten gilt: Wenn du nicht verstehst, wie der ETF funktioniert, solltest du ihn nicht kaufen.


5. Tracking Error: Der ETF folgt dem Index nicht immer perfekt

Ein ETF versucht, einen Index möglichst genau abzubilden. In der Realität gelingt das nicht immer vollständig.

Die Abweichung zwischen ETF und Index nennt man Tracking Error oder Tracking Difference. Ursachen können sein:

  • laufende Kosten
  • Steuern
  • Transaktionskosten
  • Replikationsmethode
  • Liquidität einzelner Wertpapiere
  • Währungsumrechnung
  • Sampling statt vollständiger Nachbildung

Viele Anleger schauen nur auf die TER, also die laufende Kostenquote. Diese ist wichtig, aber nicht alles. Entscheidend ist am Ende die tatsächliche Rendite nach Kosten, Steuern und Abweichungen.


6. Kosten sind tiefer — aber nicht null

ETFs sind oft günstiger als aktive Fonds. Das ist ein grosser Vorteil. Trotzdem entstehen Kosten.

Dazu gehören:

  • TER des ETFs
  • Kauf- und Verkaufsspesen
  • Depotgebühren
  • Geld-Brief-Spanne
  • Währungswechselkosten
  • mögliche Steuerkosten
  • Börsenabgaben

Gerade bei häufigem Kaufen und Verkaufen können diese Kosten die Rendite spürbar reduzieren.

Ein ETF-Sparplan oder eine langfristige Buy-and-Hold-Strategie ist kosteneffizienter als ständiges Umschichten.


7. Steuern werden oft unterschätzt

Viele ETF-Vergleiche zeigen schöne Bruttorenditen. Für Anleger zählt aber die Nettorendite.

Auch bei thesaurierenden ETFs können steuerpflichtige Erträge anfallen. Die Dividenden werden zwar automatisch reinvestiert, sind aber trotzdem steuerlich relevant sein. Sprich deine Performance ist nicht was dir im Depot angezeigt wird, diese weisst du erst nach definitiven Steuereinschätzung.

Für Schweizer Anleger können zusätzlich Themen wie Fondsdomizil, Quellensteuer, Doppelbesteuerungsabkommen und US-Anteil im ETF eine Rolle spielen.

Ein ETF mit tiefer TER ist deshalb nicht automatisch der beste ETF. Man muss auch prüfen, was nach Steuern übrig bleibt. Domizil Schweiz, Irland, Luxemburg sind meist gute Indikatoren.


8. Währungsrisiken beeinflussen die Rendite

Wer international investiert, investiert oft indirekt in Fremdwährungen.

Auch wenn ein ETF in CHF gehandelt wird, bedeutet das nicht, dass kein Währungsrisiko besteht. Entscheidend ist, in welchen Währungen die zugrunde liegenden Anlagen verdienen, bilanzieren oder gehandelt werden. Jedoch auch die Schweizer Firma verkauft Weltweit, d.h. das Währungsrisiko ist nur verlagert.

Währungsabsicherung ist möglich, kostet aber Geld und ist nicht immer sinnvoll. Gerade langfristig sollte man verstehen, welche Rolle Währungen im eigenen Portfolio spielen.


9. Synthetische ETFs sind komplexer

Manche ETFs kaufen die Wertpapiere nicht direkt, sondern bilden die Rendite über Tauschgeschäfte, sogenannte Swaps, ab. Auch für die amerikanische Quellensteuer hat es ein Vorteil.

Das kann Vorteile haben, zum Beispiel bei bestimmten Märkten, Rohstoffen, Short-Strategien oder steuerlichen Themen.

Der Nachteil: Die Struktur wird komplexer. Es entsteht ein Gegenparteirisiko. Anleger müssen verstehen, wer welche Verpflichtung hat und was passiert, wenn eine Gegenpartei ausfällt.

Mein persönlicher Grundsatz: Wenn es eine einfache, physische Lösung gibt, ist diese für viele Privatanleger oft verständlicher und transparenter.


10. ETFs geben dir keine direkten Aktionärsrechte

Wer einzelne Aktien kauft, ist direkt Aktionär und hat grundsätzlich Stimmrechte.

Bei ETFs ist das anders. Die Stimmrechte werden in der Regel von der Fondsgesellschaft ausgeübt. Als Anleger hast du keinen direkten Einfluss auf einzelne Unternehmen im ETF.

Das ist besonders relevant, wenn jemand Wert auf aktive Mitbestimmung, Nachhaltigkeit oder Corporate Governance legt.


11. ETFs schützen nicht vor Crashs

Ein ETF reduziert das Einzelwertrisiko. Aber er eliminiert nicht das Marktrisiko.

Wenn der Aktienmarkt stark fällt, fällt auch ein Aktien-ETF. Ein globaler Aktien-ETF kann in Krisen 30, 40 oder sogar 50 Prozent verlieren.

Das ist kein Fehler des ETFs. Das ist die Natur von Aktienmärkten.

Deshalb braucht es vor dem Kauf klare Antworten:

  • Wie viel Verlust kann ich finanziell tragen?
  • Wie viel Verlust halte ich emotional aus?
  • Wie lange kann ich investiert bleiben?
  • Brauche ich das Geld in den nächsten Jahren?
  • Habe ich eine Strategie für Krisen?

12. Das grösste Risiko ist oft der Anleger selbst

Viele Menschen verlieren mit ETFs nicht wegen des Produkts, sondern wegen ihres Verhaltens.

Typische Fehler sind:

  • ohne Strategie investieren
  • in der Euphorie kaufen
  • in der Panik verkaufen
  • ständig den ETF wechseln
  • nur auf die letzte Performance schauen
  • zu viele ETFs kombinieren
  • Kosten und Steuern ignorieren
  • den Anlagehorizont überschätzen
  • Risiken erst im Crash ernst nehmen

Ein ETF ist einfach zu kaufen. Aber investiert zu bleiben, wenn es unangenehm wird, ist deutlich schwieriger.


Fazit: ETFs sind gut — wenn man sie richtig einsetzt

ETFs sind eines der besten Werkzeuge für den langfristigen Vermögensaufbau. Sie sind günstig, transparent und ermöglichen eine breite Streuung.

Aber sie sind kein Selbstläufer.

Die entscheidende Frage lautet nicht: „Sind ETFs gut oder schlecht?“

Die bessere Frage lautet:

Passt dieser ETF zu meinem Ziel, meinem Risiko, meinem Anlagehorizont und meiner Gesamtstrategie?

Wer das versteht, nutzt ETFs bewusst. Wer es nicht versteht, kauft vielleicht nur ein günstiges Produkt — aber keine gute Lösung.


Checkliste vor dem ETF-Kauf

✅ Verstehe ich den Index?

✅ Weiss ich, welche Länder, Branchen und Firmen enthalten sind?

✅ Kenne ich die grössten Positionen?

✅ Passt der ETF zu meiner Asset Allocation (Vermögensverteilung)?

✅ Kenne ich TER, Spread, Handelskosten und Depotkosten?

✅ Habe ich die steuerlichen Auswirkungen geprüft?

✅ Verstehe ich die Replikationsmethode?

✅ Kenne ich das Währungsrisiko?

✅ Habe ich einen genügend langen Anlagehorizont?

✅ Weiss ich, was ich bei einem Crash mache?


Deine ETF-Strategie prüfen lassen

Du möchtest ETFs nicht einfach blind kaufen, sondern verstehen, ob sie wirklich zu deiner Situation passen?

Bei Finanzberatung Rubino schaue ich gemeinsam mit dir auf deine Anlagestrategie, deine ETF-Auswahl, die Kosten, Steuern, Risiken und deine persönliche Risikofähigkeit. Ziel ist nicht, irgendeinen ETF zu finden — sondern eine Lösung, die zu deinem Leben, deinen Zielen und deinem Anlagehorizont passt.

Wenn du wissen möchtest, ob dein ETF-Portfolio sauber aufgebaut ist oder wo noch versteckte Risiken liegen, dann lass deine Strategie neutral prüfen.

Finanzberatung Rubino — damit dein Geld nicht einfach investiert ist, sondern sinnvoll geplant arbeitet.


Disclaimer: Dieser Artikel wurde sorgfältig erstellt, ersetzt aber keine persönliche Anlageberatung. Er dient der allgemeinen Information und ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Investieren ist mit Risiken verbunden. Es ist dein Geld und deine Entscheidung. Eine unabhängige, neutrale Beratung kann helfen, bessere und passendere Entscheidungen zu treffen.

Verluste mit ETF: Wie Du deine Verluste meiden kannst

👁️‍🗨️ Wichtigste Punkte des Artikels sind….

Indexfonds werden ja oft als das Schweizer Taschenmesser der Geldanlage angepriesen – praktisch, günstig, diversifiziert und idiotensicher. Aber aufgepasst: Auch die schlausten Füchse tappen in die Renditefalle, das ist erwiesen. In diesem Blog zeige ich Dir, wie Du Deine Verluste mit ETF in Schach hältst und Dein Depot so richtig auf Vordermann bringst. Finanzbildung und Finanzpsychologie sind wichtiger als dein ausgewählter ETF. Wenn du nicht weisst um was es geht, wird es schwierig sein mit deinem Geld durchschnittliche Erträge regelmässig zu generieren.

 

”Invest are simpel, but not easy”

Studien zum Anlageverhalten bei ETFs

Verschiedene Studien belegen, dass Anleger durch ihr eigenes Verhalten oft deutlich schlechtere Renditen erzielen als die ETFs selbst:

  • DALBAR-Studie (2022): Die Studie zeigt, dass der durchschnittliche Anleger nur etwa 3,6% Rendite pro Jahr erzielt, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum durchschnittlich 10,2% Rendite brachte. Der Hauptgrund: Emotionales Handeln und häufiges Ein- und Aussteigen.
  • Morningstar "Mind the Gap" Studie: Diese Untersuchung zeigt regelmässig die Differenz zwischen theoretischer ETF-Rendite und tatsächlich erzielter Anlegerrendite. Die "Verhaltenslücke" beträgt oft 1-2% pro Jahr.
  • Vanguard Research (2021): Anleger, die während Marktturbulenzen an ihrer Strategie festhielten, erzielten langfristig etwa 50% höhere Renditen als jene, die in Panik verkauften. Durchschnittlich etwa 3% Minderrendite pro Jahr hat, weil sie keine professionelle Begleitung hatten und im falschen Moment, das Falsche machen.

Die 7 häufigsten Gründe für Verluste bei ETF-Anlagen

  1. Market Timing – Der Versuch, den perfekten Zeitpunkt zu finden
  2. Emotionales Handeln – Besonders in Krisenzeiten problematisch
  3. Zu häufiges Umschichten – Verursacht unnötige Kosten
  4. Mangelnde Diversifikation – Zu starker Fokus auf einzelne Bereiche
  5. Fehlende Strategie – Investieren ohne klaren Plan
  6. Fehlendes Risikomanagement – Unterschätzung von Volatilität
  7. Mangelnde Bildung – Unzureichendes Verständnis der Grundlagen

Hier ist eine detaillierte Analyse der 7 ETF-Verlustgründe:

 

Foto von Markus Spiske auf Unsplash

1. Market Timing

Du springst auf jeden Hype-ETF auf, weil du Angst hast, die nächste grosse Sache zu verpassen.

Dein Portfolio gleicht einer Achterbahnfahrt im Europa Park – wild, aufregend, aber im Gegensatz zum Europa Park, kostet dich das Ende deutlich mehr und der Spass bleibt aus. Dein Depot wird zum teuren Trendbarometer, während deine Rendite in den Keller geht.

Besser ist es , wenn du de Trend voraus bist. Das ist wie beim Surfen, du wartest auf deine Welle und reitest Sie fast bist zum Schluss bevor du zur nächsten Welle reitest. Zudem investiere regelmässig und automatisch – wie ein Schweizer Uhrwerk. Cost-Average-Effekt (Durchschnittspreis) ist Dein bester Freund. So hast du weniger Stress, besseren Schlaf, mehr Zeit für Fondue im Winter und Grillen im Sommer.

2. Emotionales Handeln

Deine Gefühle fahren Achterbahn. Wenn du deine Emotionen nicht im Griff hast, machst du aus temporären Buchverlusten echte Verluste – und das in Schweizer Franken! Panikverkäufe in der Krise, FOMO-Käufe im Hype – ein teures Vergnügen. FOMO ist ein Akronym für "Fear of Missing Out" und bedeutet sinngemäss "Angst, etwas zu verpassen".

Entwickle eine Strategie für dich und bleib dabei, egal was kommt. Du hast wahrscheinlich schon einige Weltuntergänge überstanden, auch den nächsten wirst du überstehen. Ansonsten hat sich das Thema auch erledigt. Diese Schwankungen sind der Preis für die langfristig höheren Renditen. Die Kunst ist es, mit einer guten Strategie stoische Gelassenheit zu bewahren.

Bei jedem Einbruch am Schweizer Markt verkaufst du in Panik, nur um später teurer wieder einzusteigen.

Empfehlenswert ist es, dass du hier einen klaren Plan hast, und voll im Augenblick bist bevor du investierst.

3. Zu häufiges Umschichten

Du handelst zu häufig, weil du kein klaren Plan hast. Hin und her, macht Taschen leer. Deine Rendite wird von überteuerten Gebühren aufgefressen. Kosten sind ein wichtiger Faktor, doch soll immer im ganzheitlichen Kontext angeschaut werden. Ein in Schweizer Franken abgesicherter ETF kostet immer mehr, als einer in einer anderen Währung.

Tipp: "Buy and hold" – halte Deine ETFs wie einen guter alter Wein: Je älter, desto besser.

Dadurch hast du mehr Rendite und weniger Aufwand.

4. Mangelnde Diversifikation

Du hast den Heimat-Tunnelblick und investierst ausschliesslich in Schweizer ETFs, weil dir das so sicher vorkommt wie der Tresor von der Schweizer Nationalbank. Verständlich – aber es kostet dich richtig Geld. Schauen wir uns den SMI (Swiss Market Index) an: Die grössten Positionen sind Nahrungsmittel und Pharma. Diese Branchen sind zwar beständig, aber vom KI-Boom oder anderen boomenden Branchen profitierst du nicht. Übrigens: Selbst die Swissair war ein sogenannter Blue Chip (Firma mit Marktkapitalisierung im Milliarden Bereich) mit bester Bonität – bis zum letzten Tag.

Es ist wie bei der Ernährung: Nur Schoggi und Brot ist auf Dauer ungesund. Investiere breit gestreut global und handle lokal. So erreichst du in deinem Depot stabilere Renditen und eine bessere Risikoverteilung.

5. Fehlende Strategie

Du investierst planlos. Ohne klare Strategie wirst du von jedem Markttrend hin- und hergeworfen und verlierst dabei nicht nur den Überblick, sondern auch wertvolle Rendite.

Dein Portfolio gleicht einem Fondue ohne Rezept – mal zu flüssig, mal zu fest. Du kaufst heute Tech-ETFs, morgen Schwellenländer und übermorgen Krypto-ETFs, ohne zu wissen, wie diese in dein Gesamtkonzept passen. Das führt zu einem unausgewogenen Portfolio mit erhöhtem Risiko.

Tipp: Entwickle einen Plan – präzise wie ein Schweizer Uhrwerk. Lege fest:

So triffst du bessere, faktenbasierte Entscheidungen und bleibst auch in Krisenzeiten cool wie ein Eis von der “Gelateria”.

6. Fehlendes Risikomanagement

Ohne klares Risikomanagement handelst du ETFs wie ein Fondue-Meister ohne Rezept – mal wird's zu flüssig, mal zu fest. Dein Portfolio schwankt mehr als eine Fahne im Sturm. Bei jedem Markteinbruch verkaufst du in Panik, nur um später teurer wieder einzusteigen – wie ein Murmeltier, das seinem eigenen Schatten nachjagt.

Tipp: Entwickle eine Strategie, die zu dir passt. Lege fest, welcher Anteil in welche Märkte fliesst, wann du nachkaufst und wie du bei Krisen reagierst. Schau, dass du alles automatisieren kannst, damit du ruhig deinem Alltag nachgehen kannst, ohne ständig die Kurse zu beobachten.

Das hat den grossen Vorteil, dass du wie ein Murmeltier im Winterschlaf schläfst, weil du weisst, dass dein Plan auch Marktstürme übersteht.

7. Mangelnde Bildung

Deine ETF-Kenntnisse kommen hauptsächlich von Blogs und Büchern. Dabei fehlt das Wichtigste: die ganzheitliche Finanzberatung! Warum? Es geht um die richtigen Risikoeinschätzungen, den Umgang mit Steuern (Quellen-, Verrechnungs-, Einkommens-, Vermögens- und Erbschaftssteuern) und die Auswahl der passenden ETFs. Was oft fehlt, ist die praktische Erfahrung. Diese kannst du dir entweder selbst aneignen oder durch einen spezialisierten Anlageberater einkaufen.

Tipp: Investiere in dein Finanz-Know-how und hole dir Hilfe von Profis. Die Profis sollten einen entsprechenden Leistungstracker nachweisen können. Sie müssen dein Geld auch Wert sein.

Das bringt dir:

Der Haken: Du musst Zeit in deine Finanzbildung investieren. Aber keine Sorge – das ist immer noch günstiger als teure Anlagefehler! Und denk dran: Auch deine Bildungs- und Erfahrungsrendite wird mit Zinseszins belohnt.

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Die versteckten Kosten deiner Lebensversicherung. Wenn “gratis” Beratung teuer wird.

👁️‍🗨️ Auf einen Blick:

  • Wann eine Lebensversicherung sinnvoll ist und wann nicht
  • Unterscheidung von Lebensversicherungsarten
  • Kostenfallen von Lebensversicherungen
    • Kostenarten
    • Kostenberechnungen
    • Kostengünstige Lebensversicherungen für dich
  • Zusammenfassung
  • Lebensversicherung Check – macht deine Sinn oder willst du eine machen.
  • Lesezeit 7 Minuten

 

Hand aufs Herz: Kennst du die wahren Kosten einer oder deiner Lebensversicherung? Nicht nur die monatliche Prämie, die von deinem Konto abgebucht wird, sondern alle versteckten Gebühren? Lass uns gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen werfen – ganz ohne Versicherungschinesisch!

Hier eine wahre Geschichte aus meiner Praxis: Ein Professor der Medizin liess sich von einer “unabhängigen” Firma "kostenlos" beraten. Der Köder? Saftige Steuerersparnisse – besonders verlockend bei einem Arztgehalt. Nach drei Jahren kam er zu mir für eine zweite Meinung.

Das Ergebnis war erschreckend: Die "kostenlose" Beratung führte zu einer Sparversicherung mit über 10.000 Franken Abschlusskosten! Erst nach 10 Jahren hätte er seine Kosten wieder reingeholt. Merkwürdig war, dass nur ein kleiner Teil der Steuerersparnispotenzial genutzt wurden. Gut für mich ;-).

👉 Suche mal bei Google nach dem Stichwort: "Legaler Betrug"

Ich muss gestehen, früher war mir das selbst nicht bewusst, als ich Lebensversicherungen verkauft habe. Als Vermittler erhält man nur einen Teil der Gesamtkosten – der Rest fliesst in Administration, Verwaltung und dem Wasserkopf (Overhead). Genau deshalb helfe ich heute umso engagierter dabei, klügere finanzielle Entscheidungen zu treffen. Zeit und Gesundheit sind unser wertvollstes Gut, weshalb es besonders schade ist, wenn Erspartes nicht effizient für uns arbeitet. Denn eine Spar-Lebensversicherung ist nicht dafür bekannt, dass Sie hohe Renditen abwirft, im Gegenteil (leider).

Die 4 Geschmacksrichtungen der Lebensversicherung

Stell dir Lebensversicherungen wie eine Pizza-Bestellung vor – es gibt für jeden Geschmack etwas:

  1. Die Risikolebensversicherung: Der "Basic-Burger" – einfach, günstig, ohne Schnickschnack. Perfekt für Familien mit Kindern, Hausbesitzer mit Hypothek oder Firmeninhaber.
  2. Die Kapitallebensversicherung: Das „All-Inclusive-Paket" – wie ein Schweizer Taschenmesser, kann alles ein bisschen, aber nichts richtig gut. Die Policen aus den 90er-Jahren mit hoher garantierter Verzinsung sind gut. Doch auch eine Apple-Aktie wäre in den 90ern gut gewesen.
  3. Die fondsgebundene Lebensversicherung: Der "Börsen-Abenteurer" – dein Geld geht auf Weltreise durch verschiedene Fonds. Hier kommen mehrere Probleme zusammen: hauseigene Fonds, die meist schlechter als der Durchschnitt abschneiden, plus hohe Kosten obendrauf. Die Kosten sind garantiert, die Rendite nicht.
  4. Die Leibrentenversicherung: Der "Marathonläufer" – zahlt dir lebenslang eine Rente aus, wie ein treuer Butler, der dir monatlich dein Taschengeld bringt. Diese Versicherung ist besonders attraktiv, wenn der Umwandlungssatz hoch und deine Lebenserwartung überdurchschnittlich ist (meist Ü90!).

Steuerliche Aspekte in der Schweizer Lebensversicherung

Lebensversicherungen werden oft mit steuerlichen Vorteilen beworben, aber nicht immer lohnt sich die Rechnung. Kapitalbildende Lebensversicherungen können unter bestimmten Bedingungen steuerlich begünstigt sein. Das heisst deine Erträge musst du nicht versteuern. Dies gilt nur bei der Säule 3b, 3a gelten andere Bedingungen. Diese “Steuerfreiheit” gilt nur unter bestimmten Bedingungen, sprich du musst Sie lange genug halten. Bei vorzeitiger Kündigung entfällt der Steuervorteil, und es können sogar Nachzahlungen anfallen. Jedoch der Steuervorteil ist meist der wesentlich kleinere Teil als die immer anfallenden hohen Verwaltungs- und Abschlusskosten. Tipp: Honorarberater verzichten gänzlich auf Provisionen und wird wie ein Treuhänder pro Stunde Beratung entschädigt. Mach dich schlau, es lohnt sich immer mehr zu wissen als (zu) wenig).

Kündigung & Rückkaufswert: Ein teures Missverständnis

Die langjährige Praxis zeigt: viele Versicherungsnehmer glauben, sie könnten ihre Lebensversicherung einfach kündigen und erhalten ihr Geld zurück. Doch die Realität sieht anders aus: Der sogenannte Rückkaufswert liegt oft weit unter den eingezahlten Beträgen, vor allem in den ersten (~10) Jahren. Das liegt an den hohen Abschluss- und Verwaltungskosten, die zu Beginn abgezogen werden. Wer vorzeitig aussteigt, verliert oft einen grossen Teil seiner Investition.

Lebensversicherung Schweiz: Provisionen & Interessenskonflikte

Viele Berater erhalten hohe Provisionen für den Verkauf bestimmter Versicherungen. Dafür ist deine Beratung “gratis” gewesen. Das bedeutet, dass sie nicht unbedingt die beste Lösung für dich im Blick haben, sondern die, die ihnen die höchste Provision einbringt. Besonders bei fondsgebundenen Policen können diese Provisionen immens sein. Eine unabhängige Beratung, die auf Honorar-Basis arbeitet, kann dir helfen, diese Interessenskonflikte zu vermeiden.

Risikolebensversicherung: Vertragslaufzeit & Flexibilität

Lebensversicherungsverträge sind oft langfristig angelegt, aber was passiert, wenn du deine Pläne ändern musst? Viele Policen lassen nur begrenzte Anpassungen zu. Beitragsreduktionen oder Pausen sind nicht immer oder nur eingeschränkt möglich oder gehen mit hohen Kosten einher. Wer Flexibilität möchte, sollte genau prüfen, welche Anpassungsoptionen im Vertrag enthalten sind. Typische Phasen im Verlauf des Lebens können folgende sein: Mutterschaft, Sabbatical, längere Auslandsaufenthalte, Arbeitslosigkeit, Familiengründung mit tieferen Budget als vorher, Selbständigkeit, Weiterbildungen usw.

Inflation & reale Rendite

Viele Versicherungen versprechen Renditen, aber die Inflation wird oft nicht berücksichtigt. Wenn eine Lebensversicherung nach 20 Jahren eine Rendite von 3% erwirtschaftet, aber die Inflation im gleichen Zeitraum durchschnittlich 2% beträgt, bleibt kaum ein echter Gewinn. Anders gesagt, es benötigt ca. 72 Jahre bis dein Geld sich verdoppelt. Mit Aktien z.B. würde eine Verdoppelung in der Regel bereits nach 10 Jahren geschehen, das wäre 7x schneller. Deshalb sollte man nicht nur die nominalen, sondern auch die inflationsbereinigten Renditen beachten.

Die versteckten Kostenfallen der Lebensversicherung aufgedeckt

Hier sind die wichtigsten Kostenfallen, die dir niemand freiwillig erzählt:

  • Abschlusskosten: Der erste dicke Brocken – bei 150.000 CHF Prämiensumme (Prämiensumme = Prämie x Laufzeit des Vertrages) sind das schon mal 6.000-7.500 CHF
  • Verwaltungskosten: Die Versicherung will auch leben – kostet dich etwa 5-7% deiner jährlichen Prämie
  • Fondsverwaltungskosten (TER): Der heimliche Geldfresser – 1-2% deines Vermögens jedes Jahr
  • Opportunitätskosten: Während das Geld in einer Lebensversicherung schlummert, kann es nicht anderweitig effektiver für dich arbeiten. Das kann dich über 25 Jahre beim obigen Beispiel schnell mal 100.000 CHF kosten. Mach dich schlau und lass dein Geld für dich – nicht für andere arbeiten.

 

⚠️ Rendite-Check: Während ein breit gestreuter ETF historisch etwa 7-8% pro Jahr erwirtschaftet, schaffen Versicherungsfonds meist nur 4-5% – wohlgemerkt vor Abzug der Kosten! Berechne diesen Unterschied für dich, mit einem einfachen Zinszinsrechner selbst für deine Situation.

Kostengünstigere alternativen zur klassischen Lebensversicherung

Bevor du jetzt in Schockstarre verfällst – es gibt auch günstigere Wege, dich und deine Liebsten abzusichern:

  • Risikoversicherung ohne Sparanteil – schätze dein individuelles Risiko ab und vergleiche die Angebote.
  • Sparmöglichkeit: Banksparpläne mit flexiblen Einzahlungen in indexnahe Produkte. Achte dabei auf regelmässige, am besten automatisierte, kontinuierliche Zahlungen.
  • Kombination aus reiner Risikoversicherung und ETF-Sparplan (meist deutlich günstiger und renditestärker)

🎯 Profi-Tipp: Kosten senken und Gewinne maximieren. Mit einer Kombination aus günstiger Risikoversicherung (provisionsfrei) und ETF-Sparplan kannst du die Opportunitätskosten drastisch reduzieren und vom Zinseszinseffekt besser für dich nutzen.

Deine Kosten-Checkliste für die Lebensversicherungsentscheidung

  • ✅ Lass dir ALLE Kosten schriftlich geben, auch die Versteckten und Rechne nach.
  • ✅ Vergleiche die Fondsperformance mit dem Benchmark
  • ✅ Berechne die Opportunitätskosten über die gesamte Laufzeit
  • ✅ Prüfe günstigere Alternativen
  • ✅ Hole dir eine unabhängige Zweitmeinung ein

Denk dran: Die wahren Kosten einer Lebensversicherung zeigen sich oft erst im Vergleich mit den Alternativen. Dein zukünftiges Ich (und dein Portemonnaie) werden dir dankbar sein!

Dein nächster Schritt

Möchtest du wissen, ob deine Lebensversicherung wirklich zu dir passt? Oder planst du eine neue abzuschliessen? Lass uns in einem persönlichen Gespräch deine individuelle Situation analysieren und das Beste für dich in die Wege leiten.

👉 Sichere dir jetzt dein kostenloses Gespräch.

P.S.: Denk dran – die vermeintlich kostenlose Beratung ist oft die teuerste. Transparenz ist der Schlüssel zu einer klugen Finanzentscheidung.

Von 0 auf ETF: Dein Anfängerleitfaden für smarte Geldanlage


👁️‍🗨️ Auf ein Blick:

Wie du mit ETF starten kannst.

  • Was ist was, Unterscheidungen und Differenzierung verstehen
  • Entscheidung: Ja zu langfristiger Geldanlage, warum überhaupt?
  • Wie vorgehen? Was sind die häufigsten Fehler und wie Du sie vermeidest.
  • Klare Strategie entwickeln
  • Krisenplan: Warum dies so wichtig ist

Mehr erfährst du nach 7 Minuten Lesezeit.

 

Um in die Welt der ETFs (Exchange-Traded Fund) resp. Aktien & Co zu investieren braucht es 5 Punkte.

  1. Eine klare Entscheidung von dir (ja, ich will mein Geld langfristig investieren!)
  2. Ein Depot (auch Wertschriftenkonto genannt)
  3. Eine einfache, klare Anlagestrategie
  4. Einen krisensicheren Plan, der auch in schwierigen Zeiten funktioniert
  5. Die richtige Einstellung zum Thema Geld und Geldrisiken

Besonders der letzte Punkt wird oft unterschätzt, ist aber der Wichtigste. Studien zeigen: Viele Menschen überschätzen ihre Fähigkeiten und unterschätzen die Risiken beim Investieren. In diesem Artikel erfährst du, worauf du achten musst, um erfolgreich zu investieren.

Was ist ein ETF und warum macht es Sinn in so etwas zu investieren?

Ein ETF ist ein Anlageprodukt, dass an der Börse gehandelt wird. Er bildet automatisch einen bestimmten Aktienindex nach. Ein Aktienindex ist ein Korb vieler verschiedenen Aktien und du kaufst jeweils ein Teil von diesem Index. Zum Beispiel: • den SMI 🇨🇭 (die wichtigsten Schweizer Firmen) • den DAX 🇩🇪 (die grössten deutschen Unternehmen) • den S&P 500 🇺🇸 (die 500 wertvollsten US-Firmen)

Du kannst deine ETF-Anteile jederzeit kaufen oder verkaufen, weil sie sehr flexibel handelbar sind. Du kannst auch die ganze Welt mal kaufen 🌍. Hoffentlich mit ordentlichem Gewinn 💸.

Unterschiede zwischen verschiedenen ETF-Typen

Nicht alle ETFs sind gleich. Es gibt physisch replizierte ETFs, die tatsächlich Aktien halten, und synthetische ETFs, die den Index mit Hilfe von Swaps (ein SWAP ist wie ein Tauschgeschäft zwischen zwei Parteien) nachbilden. Synthetische ETFs können günstiger sein, bergen jedoch ein gewisses Gegenparteirisiko. Nachhaltige ETFs (ESG-ETFs) sind eine Option für umweltbewusste Anleger. Smart-Beta-ETFs weichen von klassischen Indizes ab und versuchen, überdurchschnittliche Renditen zu erzielen. Dadurch hängt es auch stark von den eigenen Zielen ab, welche ETFs für dich als Anleger in Frage kommen oder langfristig sinnvoll sind.

Schweizer Indizes und ETFs

Neben internationalen ETFs gibt es auch ETFs, die speziell auf den Schweizer Markt ausgerichtet sind. Beliebte Indizes sind der Swiss Market Index (SMI), der Swiss Performance Index (SPI) und der SMIM (Schweizer Mid-Cap Index). Wer gezielt in die Schweizer Wirtschaft investieren möchte, kann direkt auf entsprechende ETFs wie den Swiss Dividend oder den SLI (Swiss Leader Index) zurückgreifen.

Warum soll ich in ETFs Investieren, sparen tut es doch auch?

 

Wer gut schlafen will, kauft Anleihen, wer gut Essen will bevorzugt Aktien. “ Andre Kostolany (Börsenlegende)

 

Für kurzfristige Ausgaben, ist Sparen absolut richtig. Auf lange Sicht rentieren Aktien deutlich besser als Obligationen und Sparkonten. Anlagen in Aktien sollten alle mit dem entsprechenden Risikoprofil tätigen, weil man sich dann vom Vermögenszuwachs mehr leisten kann. Mit Aktien solltest du mit dem Geld investieren, dass du 10 und mehr Jahre nicht brauchst.

Sind denn Aktien sicher?

Diese Frage höre ich immer wieder. Frage dich, warum gibt es überhaupt Aktien? Wie lange schon? Was lernen wir aus der Vergangenheit? In meinem Blog schreibe ich immer wieder über diese Themen.

Kann ein ETF Verlust machen?

Ja, klar. Vor allem für den, der den schnellen Gewinn sucht. Langfristig (10 Jahre und mehr) wurdest du immer wieder für deine Geduld belohnt. Siehe hier die Studie und die Tabelle an.

 

Warum macht es Sinn in ETFs zu investieren?

Der grosse Vorteil: ETFs werden nicht aktiv von Managern betreut, wie es bei vielen Bank- und Versicherungsfonds der Fall ist. Das spart Kosten! Studien zeigen sogar: Diese "passiven" ETFs sind langfristig erfolgreicher als 80% der aktiv verwalteten Fonds. Das bedeutet: Mit ETFs hast du bessere Chancen auf eine gute Rendite als mit klassischen Investmentfonds und bist sehr breit gestreut. Das minimiert wiederum dein eingegangenes Risiko.

 

Ein Depot eröffnen für deine ETFs

Der erste Schritt beim ETF-Investieren ist ganz einfach: Du brauchst ein Depot – dass ist wie ein spezielles Bankkonto für deine Investitionen. Du kannst es entweder bei deiner Bank oder bei einem Online-Broker eröffnen. Was der Unterschied zwischen Bank und Broker ist, kannst du in diesem Blog nachlesen.

Eine einfache, klare Anlagestrategie für deine ETFs

Wenn du nach ETF suchst, wirst du merken, dass du fast erschlagen wirst. Und täglich kommen Neue dazu. Ich suche auf dieser Plattform nach ETFs und gehe wie folgt vor: mindestens 100 Millionen und grössere Depotvolumen, mindestens fünf Jahre im Markt, TRR total Expansionration , ein anderes Wort für Kosten bei circa 0.3 % bei speziellen Märkten sogar bis 0.7 oder 0.8 % ist immer noch o. k. Physisch repliziert und dann hast du schon mal sehr viele ausgesondert.

 

Bei der Suche nach ETFs z.B. auf Just.ETF wirst du schnell merken, dass es eine riesige Auswahl gibt. Um die besten ETFs zu finden, achte ich auf folgende wichtige Punkte:

• Das Fondsvolumen sollte mindestens 100-300 Millionen und deutlich mehr betragen • Der ETF sollte seit mindestens 5 Jahren am Markt sein • Die jährlichen Kosten (TER) sollten bei etwa 0,3% liegen (bei speziellen Märkten sind auch 0,7-0,8% noch in Ordnung) • Der ETF sollte physisch repliziert sein (das heisst, er kauft die echten Aktien und keine Papierversprechen)

Ein wichtiger Tipp zur Währung: Ich empfehle, nicht nur auf ETFs in Schweizer Franken zu schauen. Das würde deine Auswahl stark einschränken. Ausserdem sind die meisten Unternehmen in den ETFs ohnehin international tätig, wodurch du automatisch eine gute Streuung verschiedener Währungen erhältst.

Rebalancing und langfristige Portfolio-Pflege

Um ein Portfolio in Balance zu halten, ist regelmäiges Rebalancing erforderlich. Das bedeutet, dass Gewinne in bestimmten Bereichen genutzt werden, um unterrepräsentierte Anlageklassen wieder auf das gewünschte Niveau zu bringen. Dadurch bleibt das Risiko gleich verteilt. Einige Robo-Advisors bieten automatisches Rebalancing an, aber auch manuelles Rebalancing kann sinnvoll sein und trägt ein geringeres Risiko.

Warum ist es wichtig, breit zu diversifizieren?

Ganz einfach: Sie machen das Anlegen sicherer. Das funktioniert so:

• Du verteilst dein Geld auf viele verschiedene Unternehmen • Wenn es einer Firma oder Branche mal nicht so gut geht, gleichen das die Anderen aus • Diese Streuung sorgt dafür, dass dein Geld langfristig stabiler wachsen kann

 

Merksatz: Breit gestreut, niemals bereut!

 

Steuern und ETFs in der Schweiz

Beim Investieren in ETFs spielt auch die Steuer eine wichtige Rolle. In der Schweiz werden Kapitalerträge unterschiedlich besteuert. Kursgewinne sind in der Regel steuerfrei, Dividenden sind steuerpflichtig, ebenso die Vermögenssteuer. Ob ausschüttende oder thesaurierende ETFs spielt keine Rolle, beides wird besteuert. Es wird zwischen inländischer Verrechnungssteuer und ausländischer Quellensteuer unterschieden. Die Quellensteuer kannst du als Sicherungssteuer sehen. Sie dient der "Sicherung", dass du dieses Geld auch in der Steuererklärung deklarierst und versteuerst. Das DA-1-Formular hilft dir, die Quellensteuer zurückzufordern. Das Domizil des ETFs spielt auch eine wesentliche Rolle und kann dir viel Papierkram und (Steuer-)Kosten ersparen.

Schweizer Broker vs. Internationale Broker

Bei der Eröffnung eines Depots stellt sich auch die Frage: Schweizer oder internationaler Broker? Schweizer Banken bieten häufig mehr Sicherheit durch die Einlagensicherung und sind an die schweizerische Finanzmarktaufsicht gebunden. Internationale Broker hingegen punkten oft mit günstigeren Handelsgebühren und einer grösseren ETF-Auswahl. Dazu kommt, dass du die Stempelsteuer umgehen kannst, bei einem ausländischen Broker. Ein Vergleich hilft dabei, die richtige Wahl zu treffen.

Was sind die Vorteile von ETFs

  • braucht wenig Zeit in der Verwaltung.
  • Langfristig, schlägst du 80% aller Fonds und Vermögensverwalter
  • Einfach zum Investieren
  • Günstig zum Investieren
  • Breit gestreut (diversifiziert) – “Bitte, 1x ganze Welt kaufen” (Anteile davon 😉

Was sind die Nachteile von ETFs

  • Wenn du mehrere ETFs kaufst, enthalten diese oft die gleichen Unternehmen. Das führt zu ungewollten Überschneidungen.
  • Du musst immer den kompletten ETF kaufen – einzelne Firmen können nicht ausgeschlossen werden, auch wenn sie dir nicht gefallen.
  • Ein ETF bildet den Durchschnitt des Marktes ab. Das bedeutet: Du investierst automatisch sowohl in sehr gute als auch in weniger gute Unternehmen.
  • Du kannst mit ETFs keine überdurchschnittlichen Gewinne (Überrenditen) erzielen.
  • ETFs passen sich nicht automatisch an Marktveränderungen an – sie folgen einfach dem Index.

Diese Nachteile kannst du aber ausgleichen, indem du lernst, worauf du beim ETF-Investieren achten musst. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kontaktiere mich. Ich biete regelmäig Schulungen zu diesem Thema an.

Welche Strategie?

Bevor du mit einer Anlagestrategie beginnst, stelle dir eine wichtige Frage: Was ist dein Ziel? Überlege dir genau, was du mit deinem Investment erreichen möchtest und schreibe es auf. Eine Anlagestrategie ist wie ein Kochrezept – du musst wissen, welche Zutaten (Investitionen) du in welcher Menge brauchst.

Basierend auf meiner 30-jährigen Erfahrung, hier meine wichtigsten Empfehlungen:

  • Verteile dein Geld klug: Investiere in verschiedene Länder, Branchen und Zukunftsmärkte. Dabei gilt: Zukunftsmärkte schwanken stärker im Wert, Länderinvestments sind meist stabiler. Wie viel du wo investierst, hängt davon ab, wie viel Risiko du eingehen möchtest.
  • Es gibt auch fortgeschrittene Strategien: In meinen Kursen zeige ich, wie du dein gesamtes Geld investieren und trotzdem sicher anlegen kannst. Ziel ist es da eine Outperformance zu erzielen, bei geringerem Risiko und überschaubaren Zeitaufwand.

Ein krisensicherer ETF Plan, der auch in schwierigen Zeiten funktioniert

  • Richte einen monatlichen Dauerauftrag für deine Investitionen ein. Das macht das Investieren einfach und automatisch – du musst nicht mehr daran denken.
  • Behalte immer eine Wertschwankungsreserve: Lege etwa 20% deines Geldes sicher an (zum Beispiel in Obligationen, Geldmarktfonds oder als Bargeld). So bist du für schwierige Zeiten gut vorbereitet und kannst wiederum günstiger einkaufen. Denn im Einkauf liegt der Gewinn.
  • Für Dividendenjäger: Verteile 3 ETF’s so, dass du jeden Monat deine Dividende erhältst. (Mehr über Dividende Strategie hier) Hier ein Beispiel:
    1. IE00B8GKDB10 Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF Distributing
    2. IE00BYXVGZ48 Fidelity Global Quality Income UCITS ETF
    3. DE000A0F5UH1 iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE),

Welcher ETF überhaupt? Eine mögliche Auswahl für dich.

Die beliebtesten ETFs in der Schweiz werden jedes Jahr mit den Swiss ETF Awards ausgezeichnet. Dabei stimmt nicht nur eine Fachjury über die Qualität ab – auch 1000 Privatanleger können ihre Favoriten wählen.

Und die Gewinner 2024 🏆 sind:

Qualitäts-Rating-Awards (Jury) Gewinner 2024
Aktien-ETF (Welt)Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Distributing
Aktien-ETF (Schweiz)iShares Swiss Dividend ETF (CH)
Emerging Markets Aktien-ETFFranklin FTSE India UCITS ETF
Thematischer ETFVanEck Defense UCITS ETF
Nachhaltiger Aktien-ETFiShares MSCI World ESG Enhanced UCITS ETF USD (Acc)
Rohstoff- und Edelmetall-ETF/ETPRaiffeisen ETF Solid Gold Responsibly Sourced & Traceable A CHF
Unternehmensanleihen-ETF (Welt)Xtrackers USD High Yield Corporate Bond UCITS ETF
Staatsanleihen-ETF (Welt)UBS (LUX) Fund Solution – Sustainable Development Bank Bonds

Link zum Swiss ETF Awards

Die richtige Einstellung zum Thema Geld (auch als Money Mindset bekannt)

Als Finanzplaner habe ich über die Jahre etwas Wichtiges gelernt: Selbst Menschen mit guten Anlageplänen machen oft Fehler beim Investieren. Warum? Weil erfolgreiches Investieren mehr ist als nur gute Strategien zu haben – es ist wie ein Puzzle, bei dem alles zusammenpassen muss.

Das Gute ist: Du hast es selbst in der Hand, diese Fehler zu vermeiden. Genau wie ein Sportler sich von einem Trainer helfen lässt, kann auch dir ein Finanz-Coach helfen. Denn oft erkennen wir unsere eigenen Fehler erst nach Jahren – und verlieren dadurch wertvolle Zeit und Geld. Ein Coach kann dir dabei helfen, schneller deine finanziellen Ziele zu erreichen.

Psychologie des Investierens

Investieren ist nicht nur eine Frage der Strategie, sondern auch der mentalen Einstellung. Viele Anleger lassen sich von Emotionen leiten, was zu überhasteten Kauf- oder Verkaufsentscheidungen führen kann. Disziplin und ein langfristiger Anlagehorizont sind entscheidend, um erfolgreich zu sein. Marktschwankungen sollten als normal betrachtet und nicht als Anlass für Panikverkäufe genutzt werden.

Ein gesundes Money Mindset ist dabei essenziell. Es geht darum, finanzielle Entscheidungen rational zu treffen und nicht von Angst oder Gier leiten zu lassen. Punkte die bei neuen Anlegern fast immer auftreten, aber auch bei erfahrenen Anlegern immer wieder auftreten können, wenn kein langfristiger Plan vorliegt:

 

  • FOMO (Fear of Missing Out): Viele Anleger springen auf Trends auf, weil sie Angst haben, Chancen zu verpassen. Doch blindes Investieren in gehypte Aktien oder Sektoren ist riskant und kommt selten gut raus.
  • Verlustaversion: Menschen empfinden Verluste viel stärker als Gewinne. Dies führt dazu, dass sie zu früh verkaufen oder an schlechten Investitionen zu lange festhalten.
  • Kurzfristiges Denken: Erfolgreiches Investieren erfordert Geduld. Wer sich täglich die Kurse ansieht, könnte unnötig nervös werden.
  • Überbewertung der eigenen Fähigkeiten: Die eigene Erfahrung und wissenschaftliche Studien zeigen, dass viele Anleger ihre Fähigkeiten überschätzen und zu oft handeln. Weniger ist hier oft mehr.

Eine langfristige Denkweise, klare Regeln für den Kauf und Verkauf sowie ein solides finanzielles Grundwissen helfen, diese psychologischen Fallen zu vermeiden und bessere Anlageentscheidungen zu treffen.

Die 11 häufigsten Fehler bei ETFs

Das sind die 11 häufigsten Fehler, die ich bei der Analyse von Kundendepots beobachte:

  1. Einen produktabhängigen Berater anstatt einen unabhängigen Coach
  2. Kein definiertes Anlageziel haben
  3. Keine klare Anlagestrategie haben
  4. Keinen konkreten Plan verfolgen
  5. In Produkte investieren, die man nicht versteht
  6. Zu wenig Streuung des Geldes (mangelnde Diversifikation)
  7. Der Zinseszins-Effekt ist ein wichtiges Prinzip, das viele unterschätzen. Es ist auch logisch, denn unser Gehirn kann nur linear und nicht exponentiell denken. Daher ist es wichtig, das eigene Gehirn mit den richtigen Mitteln auszutricksen.
  8. Die Gebühren nicht beachten
  9. Kauf der falschen ETFs und Gewichtung
  10. Panikverkäufe aufgrund von Medienberichten
  11. Mangelnde Geduld, Automatismen und Disziplin

 

Deine Disziplin von heute, ist dein Erfolg von Morgen

 

 

Bereit für deinen ETF-Start? Du hast jetzt das Grundwissen, um deine finanzielle Zukunft selbst in die Hand zu nehmen! Aber vielleicht hast du noch Fragen oder möchtest ein persönliches Feedback zu deiner Anlagestrategie?

💡 Sichere dir jetzt einen Platz auf die Warteliste für den nächsten Kurs. Erfahre kostenloses was dich alles erwartet. Die Ersten 50 Anmeldung erhalten einen Bonus. Mehr erfährst du nach dem eintragen. Schreibe mir eine Mail mit dem Betreff: “von 0 zum schlauen Investor” und ich melde mich bei dir.

Willst du vielleicht gleich loslegen und möchtest ein 1:1-Gespräch mit mir, mit all deinen Fragen?

Klicke einfach auf den Button unten. Ich freue mich darauf, dich auf deinem Weg zum finanziellen Erfolg zu begleiten!

 

 

 

10 ETF Fehler, die dich deine Rendite kosten

👁️‍🗨️ Auf einen Blick:

Vermeide kostspielige ETF-Fehler, denn jeder Fehler muss korrigiert werden und kostet dich wertvolle (Lebens)Zeit! Ich zeige dir die 10 häufigsten Fehler beim ETF-Investing die ich in den Depots meiner Kunden (zu oft) sehe. Mehr erfährst du nach 5 Minuten Lesezeit

 

Du interessierst dich für ETFs (Exchange-Traded Fund)? Gratuliere dir zu dieser Entscheidung! Um mögliche Startschwierigkeiten zu vermeiden, zeige ich dir die 10 wichtigsten Fehler, die Anleger viel zu oft machen. So startest du wesentlich erfolgreicher in die Börsenwelt.

ETF-Fehler #1: 🎯 Zu viele Fonds im Depot

Kennst du das? Du kaufst hier einen ETF, da noch einen – und plötzlich gleicht dein Depot einem Sammelsurium. Mehr ist nicht immer besser. Mit 2-3 breit gestreuten ETFs bist du bereits optimal aufgestellt.

ETF-Fehler #2: 🐑 Herdentrieb

Bitcoin-ETFs! KI-ETFs! Cannabis-ETFs! Stopp. Lass dich nicht von jedem Hype mitreissen. Trend-ETFs sind meist teuer und riskant. Bleib lieber bei bewährten Klassikern wie MSCI World oder S&P 500. Der Herdentrieb und Emotionen wie Gier und Angst führen oft zu unüberlegten Investitionsentscheidungen – deshalb sind Disziplin und ein strukturierter Ansatz so wichtig.

ETF-Fehler #3: 💰 Zu sehr auf die Kosten fixiert

Klar, niedrige Gebühren sind wichtig, aber blind dem günstigsten ETF hinterherzujagen? Keine gute Idee. Achte auch auf Tracking-Differenz und Handelsvolumen.

ETF-Fehler #4: ⏰ Timing-Versuche

„Ich warte noch, bis der Markt fällt." Stop! Market-Timing funktioniert nicht. Nutze stattdessen einen Sparplan und investiere regelmässig – egal wie der Markt steht.

ETF-Fehler #5: 🔄 Doppelte Positionen übersehen

Du hast einen MSCI World UND einen S&P 500 ETF? Gratuliere, du hast die USA doppelt im Portfolio. Prüfe die Überschneidungen deiner ETFs genau.

 

Regel Nr. 1: Verliere niemals Geld. Regel Nr. 2: Vergiss niemals Regel Nr. 1. – Warren Buffet

ETF-Fehler #6: 😰 Verlustaversion

Manche Anleger haben Angst vor Verlusten. Sie behalten schlechte Anlagen zu lange. Das ist ein Fehler. Ein Beispiel: Wenn du 1.000 CHF verlierst, fühlt sich das sehr schlecht an. Wenn du aber 2.000 CHF gewinnst, freust du dich nicht doppelt so stark. Das zeigt: Verluste tun uns mehr weh als Gewinne uns Freude machen.

ETF-Fehler #7: ⚖️ Thematische Übergewichtung

Nur weil du von E-Autos überzeugt bist, solltest du nicht 50% deines Portfolios in einen Mobility-ETF stecken. Bleib diversifiziert!

ETF-Fehler #8: 🔀 Zu häufiges Umschichten

Buy and Hold! Ständiges Umschichten frisst Rendite durch Gebühren. Überprüfe dein Portfolio maximal 1-2 mal pro Jahr.

ETF-Fehler #9: 🦸‍♂️ Selbstüberschätzung

Die Selbstüberschätzung zeigt sich darin, dass 90% der aktiven US-Fonds nach 10 Jahren ihre Benchmarks unterperformen, wie der SPIVA Scorecard belegt.

ETF-Fehler #10: 🗺️ Keine Strategie haben

Investieren ohne Plan ist wie Segeln ohne Kompass. Lege fest: Welche Rendite? Welches Risiko? Welcher Anlagehorizont?

Fazit: 🎓 ETF-Investieren leicht gemacht

ETFs sind genial einfach – wenn du die grundlegenden Fehler vermeidest. Halte dich an diese Tipps, und du bist auf dem besten Weg zum erfolgreichen ETF-Investment.

Bereit, deine ETF-Investitionen zu optimieren? 🚀

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